Lebensdaten
1883 bis 1954
Geburtsort
Tientsin (China)
Sterbeort
Hamburg
Beruf/Funktion
Jurist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 132348462 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Fischer, Gustav Walther
  • Fischer, Walther
  • Fischer, Gustav Walther
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Zitierweise

Fischer, Walther, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd132348462.html [10.07.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Gustav (1851–86), hamburg. China-Kaufm., S d. Gustav (* 1819), Dr. phil., Naturwissenschaftler, Inhaber e. Privatschule, u. d. Emilie Löhmann;
    M Helene Burghard (1861–85);
    1909 Kath. Louisa Math. (1884–1941), T d. Otto Hamann (1857–1925), Zoologe, Prof., Ob.bibliothekar a. d. Staatsbibl. Berlin (s. Wi. 1922);
    2 S (⚔), 1 T.

  • Leben

    Nach Studium in Freiburg und Berlin wurde F. Rechtsanwalt in Hamburg als Sozius von M. Wassermann. Sein Spezialgebiet war der gewerbliche Rechtsschutz, auf dem er sich sehr bald eine entscheidende Stellung schuf. Nach dem 1. Weltkrieg, den F. als Artillerieoffizier mitmachte, erhielt er einen Lehrauftrag an der Universität Hamburg; seitdem bestimmte die Verbindung zwischen Praxis und Hochschulamt sein Leben (1929 außerplanmäßiger Professor). Sein hervorragendes Interesse galt der Sorge für die Anwaltschaft. Insbesondere nach dem 2. Weltkrieg hat F. seine ganze Persönlichkeit dieser Aufgabe gewidmet und einen wesentlichen Anteil an dem Wiederaufbau der deutschen Anwaltschaft geleistet. F. wünschte, die Stellung des Anwaltes so frei und unabhängig zu gestalten, daß er imstande sein sollte, seine Aufgabe als Organ der Rechtspflege voll entfalten zu können. Als Präsident der Vereinigung der Rechtsanwaltskammern der Britischen Zone und später als Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Kammervorstände im Bundesgebiet (Bundesrechtsanwaltskammer) war er intensiv um die Neuschaffung eines freiheitlichen Anwaltsrechtes und der anwaltlichen Organisationen bemüht. F. hat maßgeblich die Rechtsanwaltsordnung für die britische Zone und den Entwurf einer Bundesrechtsanwaltsordnung beeinflußt. Unter seiner Autorität wurde die Deutsche Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht, deren Ehrenpräsident er später wurde, ins Leben gerufen. F. wirkte nach dem Zusammenbruch 1945 auch im politischen Leben an der Schaffung einer neuen staatlichen Form mit. 1946 Vizepräsident der Hamburgischen Bürgerschaft, bis 1949 Vorsitzender der CDU-Fraktion, Mitglied des Hamburgischen Verfassungsgerichtes.

  • Werke

    Btrr. üb. Urheber- u. Erfinderrecht, Zivilprozeßrecht, Freie Advokatur in zahlr. jur. Zss. u. Festgaben (f. Isay, 1933, Kieselbach, 1947). – Hrsg. u. Mithrsg. u. a.: Mschr. f. dt. Recht, 1947, Gesetzessig. Gesetz u. Recht, 1949, Dt. Richterztg., 1950.

  • Literatur

    Juristenztg., 1954, S. 334;
    Dt. Richterztg., 1954, S. 98;
    Anwaltsbl., 1954, S. 77;
    Die Freien Berufe in Hamburg, 1954, S. 31.

  • Portraits

    v. H. Vogel (im Bes. d. T Sibylle Weber, Hamburg).

  • Autor/in

    Kurt Walters
  • Empfohlene Zitierweise

    Walters, Kurt, "Fischer, Walther" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 208 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd132348462.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA