Lebensdaten
1875 bis 1943
Geburtsort
Wahn (Kreis Köln)
Sterbeort
Linz/Rhein
Beruf/Funktion
Reichsverkehrsminister ; Reichspostminister
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 12349057X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Eltz-Rübenach, Peter Paul Raimund Maria Josef Hubert Freiherr von
  • Eltz-Rübenach, Paul Freiherr von
  • Eltz-Rübenach, Peter Paul Raimund Maria Josef Hubert Freiherr von

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Zitierweise

Eltz-Rübenach, Paul Freiherr von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd12349057X.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Kuno (1832–89) auf Wahn, Rübenach usw., S des Clemens (1791–1872) auf Wahn, Ritterrat, u. der Josephine Freiin Heereman v. Zuydtwyck;
    M Hugoline (1849–1935), T des Karl Gf. v. Eltz gen. Faust v. Stromberg (1823–1900), k.u.k. GR, preußischer WGR, u. der Ludvine Gfn. Pejácsevich v. Veröcze;
    Berlin-Charlottenburg 1921 Marion (1893-1980), T des Oskar v. Hutier (1857–1934), preußischer Gen. der Inf., seit 1919 Präs. des Deutschen Offziersbundes (s. Wi.1928), u. der Marie Miller v. Aichholz aus Wiener Großindustriellenfamilie;
    1 S, 4 T.

  • Leben

    Nach dem Besuch der Ritterakademie Bedburg und des Gymnasiums Siegburg widmete sich E. nach bestandener Reifeprüfung (1894) dem Studium des Maschinenbaufachs an den TH Aachen und Berlin. In der preußischen Staatsbahnverwaltung ausgebildet, legte er 1905 die Regierungsbaumeisterprüfung ab und trat danach in den Staatseisenbahndienst ein. Nachdem er mehrere Jahre im Werkstätten- und Maschinendienst der Preußischen Staatsbahnen und bei Eisenbahnunternehmungen der USA tätig gewesen war, bekleidete er 1911-14 die Stelle eines technischen Sachverständigen beim Deutschen Generalkonsulat in New York. Zu Beginn des 1. Weltkrieges kehrte E. aus Amerika zurück, wurde im Feldeisenbahndienst verwendet und gehörte von 1917 an zum Stab des Chefs des Feldeisenbahnwesens. Nach Kriegsende war er im Rahmen des Waffenstillstands- und Friedensvertrages mit Abwicklungsgeschäften im Eisenbahn-Transportwesen betraut. Nach vorübergehender Tätigkeit als Vorstand des Reichsbahn-Maschinenamts Düsseldorf kam E. in das Preußische Ministerium für Öffentliche Arbeiten, aus dem er später in das 1920 gebildete Reichsverkehrsministerium übertrat. 1923 rückte er zum Ministerialrat auf. Sein Arbeitsgebiet umfaßte den Betriebsmaschinendienst, die Lokomotivbehandlungsanlagen und die Betriebswerkstätten. Im Juli 1924 wurde er zum Präsidenten der Reichsbahndirektion Karlsruhe ernannt und am 2.6.1932 als Reichsverkehrs- und Reichspostminister in das neu gebildete Kabinett Papen berufen. In den später gebildeten Reichsregierungen behielt E. die gleichen Aufgaben. Er war der erste und einzige Reichsminister, unter dem Verkehrs- und Postministerium zusammengefaßt waren. Seiner ruhigen und zielstrebigen Tätigkeit war es zu danken, daß die Reichsbahn gegenüber der zunächst ausschließlich straßenfreundlichen Verkehrspolitik der nationalsozialistischen Staatsführung nach und nach wieder ihre volle Geltung zurückgewann. Er begründete 1935 den „Verkehrswissenschaftlichen Forschungsrat beim Reichsverkehrsministerium“, der in einer ansehnlichen Schriftenreihe zahlreiche Abhandlungen veröffentlichte, die auch heute noch in Fachkreisen sehr geschätzt werden. Als Eltz-Rübenach die Verleihung des Goldenen Parteiabzeichens wegen der christentumsfeindlichen Haltung der NSDAP ausdrücklich ablehnte, entband ihn Hitler 1937, zunächst unter Gewährung des gesetzlichen Übergangsgeldes, von seinen Ämtern. E., der als Fachminister ohne parteipolitische Bindungen schon vor der Machtübernahme in die Reichsregierung berufen worden war, hat an seiner weltanschaulichen Einstellung auch nach 1933 als Mitglied der Hitler-Regierung festgehalten.

  • Werke

    u. a. Organisationsformen u. Organisationsfragen, Vortrag, in: Verkehrstechn. Woche 42, 1925, S. 705 ff.; Inflation d. Verkehrsmittel, in: Die Dt. Volkswirtsch. 34, 1935; Kraftquellen d. Verkehrsmittel, in: Die Reichsbahn, 1935, S. 674.

  • Literatur

    Schreiber, in: Das Rheinschiff, März 1935, S. 6 (P).

  • Autor/in

    Walter Linden
  • Empfohlene Zitierweise

    Linden, Walter, "Eltz-Rübenach, Paul Freiherr von" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 470 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd12349057X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA