Lebensdaten
1881 bis 1945
Geburtsort
Rottenburg/Neckar
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
württembergischer Staatspräsident
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118665944 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bolz, Eugen Anton
  • Bolz, Eugen
  • Bolz, Eugen Anton

Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Bolz, Eugen, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118665944.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Josef (1832–99), Kaufmann in Rottenburg;
    M Theresia Huber (1841–1918);
    Stuttgart 1920 Maria, T des Hotelbesitzers Johann Georg Hoeneß in Ulm und der Franziska Kögel; 1 T.

  • Leben

    B. studierte Rechtswissenschaft in Tübingen, Bonn und Berlin. Während seiner zeitweisen Verwendung bei der Staatsanwaltschaft in Stuttgart kam er als Zentrumsabgeordneter im Januar 1912 in den Reichstag und im November des gleichen Jahres in den württembergischen Landtag. Nach der Novemberrevolution rückte er hier und dort in führende Stellungen auf und wurde im Oktober 1919 württembergischer Justizminister, im Juni 1923 Innenminister und dazu im Juni 1928 Staatspräsident. Sein Verdienst vor allem war die rasche Rückkehr zu soliden politischen und staatlichen Verhältnissen und deren Sicherung in den letzten Jahren der Weimarer Republik, in denen er die Politik Brünings stützte. Als entschlossener Gegner des Nationalsozialismus wurde er im März 1933 aus seinem Amt verdrängt. Von Gördeler für einen führenden Posten in der Reichsregierung vorgesehen, wurde er am 12.8.1944 verhaftet, vom Volksgerichtshof Freislers zum Tode verurteilt und enthauptet. - Dr. oec. publ. h. c.

  • Literatur

    M. Miller, E. B., Staatsmann u. Bekenner, 1951 (P).

  • Portraits

    in: Rhdb. 1930, S. 174.

  • Autor/in

    Max Miller
  • Empfohlene Zitierweise

    Miller, Max, "Bolz, Eugen" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 437 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118665944.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA