Lebensdaten
1748 bis 1809
Sterbeort
Heidesheim
Beruf/Funktion
Notenstecher ; Musikverleger ; Klarinettist
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118610546 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Schott, Peter Bernhard
  • Schott, Bernhard
  • Schott, Peter Bernhard

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

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Zitierweise

Schott, Bernhard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118610546.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Nicolaus (1716–92), Bäcker, Gastwirt, nebenberufl. auch Notenstecher;
    M Maria Elisabeth Bakkers;
    B Franz Philipp (1762–1840), Notenstecher, Geiger;
    Mainz 1780 Antonetta (Antoinette) (1753–1827), aus Mainz, T d. Arnold Hübsch u. d. Katharina N. N.;
    3 S Johann Andreas (1781–1840), Musikverl., Johann Josef (1782–1855, ⚭ Claudia Valterre de St. Auge, 1788–1826), Adam Josef (1794–1864), Klarinettist, Musikverl. (alle s. Einl.), 2 T Maria Theresia (* 1785, wohl ⚭ Philipp Karl Appiano, Kunstsachverständiger in Mainz), Maria Katharina (* 1787);
    E August (1808–56, ⚭ Anna, 1815–82, T d. Jean Baptiste Harth, 1783–1860,|Weinhändler, Landwirt), Musikverl. in Mainz;
    E Kranz (s. 2);
    Ur-E Therese (1837–1923, ⚭ Friedrich Frhr. v. Kittlitz u. Ottendorf, 1832–69, preuß. Lt., Musikverl. in Mainz, N d. Heinrich Frhr. v. Kittlitz u. Ottendorf, 1799–1874, preuß. Hptm., Naturforscher, Ornithol., s. NDB XI).

  • Leben

    Da sich schon sein Vater seit 1752 im Nebenberuf als Notenstecher betätigt hatte, war S. seit früher Kindheit mit dem Gewerbe vertraut. In Straßburg absolvierte er 1762-64 eine Lehre als Kupferstecher und Buchdrucker und vertiefte seine Kenntnisse auf Reisen in die Niederlande, nach Frankreich und England. Ein Studium u. a. im Fach Philosophie an der Univ. Mainz schloß S. 1769 mit dem Grad des Magister artium ab. Parallel hierzu erlernte er das Klarinettenspiel, möglicherweise beim Mainzer Hofklarinettisten Peter Krauß, und genoß eine allgemeine musikalische Ausbildung. 1771-73 Mitglied einer Militärkapelle in Straßburg, nahm er danach weiteren Unterricht in Paris bei Joseph Beer (1744–1811).

    Als Gründungsjahr der Firma Schott gilt das Jahr 1770, in dem S. seinen Geschäftsfreunden die Betriebsverlegung in die Mainzer Rosengasse anzeigte. Zu dieser Zeit unterhielt er eine Druckerei, in der er auch Noten anderer Verlage in Kommission vertrieb. Am 14.6.1780 erhielt S. vom Mainzer Ebf. Friedrich Carl Joseph v. Erthal (1719–1802) das alleinige Recht, in Mainz Noten zu stechen; gleichzeitig wurde ihm der Titel eines Hofmusikstechers verliehen. 1785 erwarb S. das Mainzer Bürgerrecht und brachte den ersten erhaltenen Verlagskatalog heraus.

    Zu seinen wichtigen Editionen gehören die Erstausgabe eines Klavierauszugs von Mozarts „Entführung aus dem Serail“ (1785) und der Klavierauszug des „Don Giovanni“ (1791). Daneben verlegte S. Kompositionen der sog. „Mannheimer Schule“ wie z. B. von Johann Franz Xaver Sterkel und Anton Rosetti, aber auch Salonmusik; in der Zeit der revolutionären Wirren zwischen 1792 und 1797, als das glanzvolle Mainzer Kulturleben nahezu zum Erliegen kam, handelte er mit Musikalien, Schreibwaren, Papier und Wein. Das auf dem 1791 erworbenen Grundstück am Weihergarten in Mainz errichtete Patrizierhaus ist bis heute Hauptsitz des Verlages.

  • Literatur

    Der Musikverlag B. Schott's Söhne Mainz, Kl. Abriß d. Verlagsgesch. [1901] (P);
    [Hans Schneider], 200 Jahre B. Schotts Söhne. Musikantiquariat Hans Schneider Tutzing, Kat. Nr. 153 [1970];
    Hans-Christian Müller, B. S., Hofmusikstecher in Mainz, 1977 (Verlagsverz. 1779–97, P);
    M. Hübel, Die Prinzipalin im Weihergarten, in: Mainz, Vj.hh. f. Kultur, Pol., Wirtsch., Gesch. 13, 1993, H. 2, S. 100-03 (P);
    Gedr. Musik, 225 J. Musikverlag Schott in Mainz. Gutenberg Mus. 1995;
    M. Twyman, Early Lithographed Musik, 1996, S. 353-64;
    Fétis;
    Riemann;
    MGG (z. T. überholt);
    New Grove (z. T. überholt);
    Nassau. Biogr.;
    MGG2.

  • Autor/in

    Marion Brück
  • Empfohlene Zitierweise

    Brück, Marion, "Schott, Bernhard" in: Neue Deutsche Biographie 23 (2007), S. 486-487 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118610546.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA