Lebensdaten
1832 bis 1906
Geburtsort
Broekhuizen bei Utrecht
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118576720 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Mali, Christian

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Zitierweise

Mali, Christian, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118576720.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Peter Hendricus ( 1833), Gutsverwalter in B. u. Böblingen;
    M Friederike Christine (1791–1845), T d. Kaufm. Nikolaus Heinr. Löklen in Weilheim (Württemberg) u. d. Louise Katharine Schwarz aus Stuttgart;
    B Hubertus (1818–39), Landschaftsmaler, Joh. Cornelis (1828–65), Landschaftsmaler in M. (beide s. ThB); Schwager Pieter Francis Peters (1818–1903), Landschaftsmaler in Stuttgart (s. ThB); - ledig.

  • Leben

    M. begann 1847 in Stuttgart eine Xylographenlehre und erhielt Zeichenunterricht von seinem Schwager P. F. Peters. Bis zu Beginn der 60er Jahre malte M. Landschaften, die in der Manier seines Lehrers an niederländischen Vorbildern orientiert sind. 1857 übersiedelte er nach München. Besonderen Einfluß auf seine künstlerische Entwicklung nahm C. Ebert, den er 1858 kennenlernte. Bei gemeinsamen Malaufenthalten in Polling entstanden nun auch luminaristisch geprägte Freilichtbilder. Anfang der 60er Jahre schloß M. eine lebenslang anhaltende, enge Freundschaft mit Anton Braith (1836–1905, s. ThB). Seit 1868 beschäftigte er sich unter dem Einfluß von Braith mehr und mehr mit der Tiermalerei. Das Tier-„Nahbild“ Braiths wurde auch für ihn verbindlich. Nach 1870 entstanden fast ausschließlich Tierbilder. Dabei wählte sich M. hauptsächlich Schafe zur Darstellung. 1870/71 errichteten M. und Braith in der Münchener Landwehrstraße die sog. „Schwabenburg“ als ihr Wohnhaus und Atelier, das auch befreundeten Schwäb. Künstlern als Unterkunft diente. Braith und M. unternahmen in den 80er Jahren mehrere Reisen nach Italien, sonst arbeiteten sie im Sommer in Künstlerorten in Oberbayern und den Alpen, besonders in der Gegend um Bozen.

    Die Tiermalerei M.s wie auch Braiths wurde sehr populär. Der große wirtschaftliche Erfolg ihrer Malerei ermöglichte es ihnen, dem Münchner Künstler-Unterstützungsverein ein Legat von rund 1 Mill. Goldmark auszusetzen. Der Höhepunkt der künstlerischen Schaffenskraft M.s lag in den Jahren 1870–85. Für die Münchener Tiermalerei seiner Generation war er nach Braith der wichtigste Exponent. Obwohl die Farbigkeit langsam eine pleinairistische Aufhellung erfuhr, blieb M. impressionistischen Tendenzen gegenüber verschlossen. Neben der Malerei ist eine um die Jahrhundertwende entstandene Werkgruppe aquarellierter Zeichnungen von besonderem Interesse.|

  • Auszeichnungen

    Prof.titel (1889).

  • Werke

    Künstler. Nachlaß mit üb. 300 Gemälden in d. Städt. Slgg., Braith-Mali-Mus. in Biberach a. d. Riß;
    weitere Gem. in d. Staatsgal. Stuttgart;
    Slg. Schäfer, Schweinfurt.

  • Literatur

    A. Kuhn, Bedeutende Biberacher, 1929, S. 96-100 (P);
    W. v. Koenig-Warthausen, Zur Herkunft d. Malers Ch. M., in: Zeit u. Heimat 13, H. 2 (Beil. z. Schwäb. Ztg., Ausg. Biberach v. 3.7.1970);
    Kat. d. Städt. Slgg. Biberach, Kat. d. Gem. u. Skulpturen bis 1900, bearb. v. H. Hoffmann, 1975, S. 167-98 (P);
    H. Heyn, Alpenländ. Skizzenbuch v. A. Braith u. Ch. M., 1981;
    H. P. Bühler, A. Braith, Ch. M., Tiermalerei d. Münchner Schule, 1981 (P).

  • Portraits

    Gem. v. A. Braith, 1893 (Biberach, Städt. Slgg., Braith-Mali-Mus.)

  • Autor/in

    Heinz Höfchen
  • Empfohlene Zitierweise

    Höfchen, Heinz, "Mali, Christian" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 731 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118576720.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA