Lebensdaten
1482 bis 1927
Geburtsort
Ebingen (Württemberg)
Sterbeort
Stuttgart
Beruf/Funktion
Maler ; Radierer
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118569082 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Landenberger, Christian

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Zitierweise

Landenberger, Christian, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118569082.html [15.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Christian Adam (1837–85), Güterbeförderer, S d. Bäckers u. Bierbrauers Christian Adam u. d. Christiane Sara Rieber;
    M Anna Maria (1839–1928), T d. Müllers Joh. Peter Glunz in Trochtelfingen u. d. Anna Maria Schick;
    München 1900 Katharine Elisabeth Ernestine (1858–1925), T d. Postspezialkassiers Ulrich Ullrich in München u. d. Genoveva Rudloff; kinderlos.

  • Leben

    L. begann 1879 seine Ausbildung an der Stuttgarter Kunstschule. Seine Lehrer waren zunächst Jacob Grünenwald und Carl Häberlin. Besonderen Einfluß übte der Genre- und Historienmaler Friedrich Keller mit seiner impressionistisch aufgefaßten Farb- und Lichtbehandlung und dem Thema des Arbeiters auf L.s Frühwerk (Der Schuhflicker, 1883, Gal. d. Stadt Stuttgart) aus. Daneben beschäftigten L. Landschaft und bäuerliche Bevölkerung auf der Alb und im Schwarzwald (Gutachtal). 1887 kam L. nach München an die Akademie, zunächst zu Defregger. Die Entwicklung von L.s Malweise wurde entscheidend gefördert in der Auseinandersetzung mit den Münchener Freilichtmalern und L.s Vorbildern Leibl und Uhde. 1895 gründete L. eine private Sommer-Malschule und entdeckte bei den Ausflügen mit seinen Schülern in das obere Donautal und an den Ammersee (Dießen) sein eigentliches Spezialthema: die sommerliche|Fluß- und Seenlandschaft Süddeutschlands und die „badenden Knaben“, die er in einer Hell-in-Hell-Malerei immer neu bildlich gestaltete. 1893 entstand das erste Gemälde „Badende Knaben“ (ehem. Nat.gal. Berlin). Für ein Bild gleichen Inhalts, „Sommerabend am See“, 1904 (München, Neue Pinakothek) erhielt L. 1905 auf der X. Internationalen Kunstausstellung im Glaspalast in München die Goldene Medaille. Die zeitgenössische Kritik nahm die Werke L.s, die unter anderem auf den großen Kunstausstellungen in Berlin, Dresden, München und Stuttgart gezeigt wurden, äußerst beifällig auf. 1905 wurde L. als Professor an die Stuttgarter Akademie berufen. – Von Anfang an malte er auch Porträts, allegorische, symbolische und religiöse Darstellungen, die er in zahlreichen Zeichnungen und zudem – seit 1919 – auch in Radierungen behandelte.

  • Auszeichnungen

  • Werke

    umfangreiche Slgg. in: Ebingen, Städt. Mus.;
    Stuttgart, Staatsgal. u. Gal. d. Stadt.

  • Literatur

    J. Baum, Ch. L., 12 Zeichnungen, m. e. Verz. d. Ätzungen u. Kaltnadelradierungen, 1920;
    P. Beye, Schwäb. Maler um 1900, 1964, S. 11, 89 ff.;
    I. Gesche, Ch. L., Ch.-L.-Slg. d. Stadt Ebingen, 1970;
    ThB.

  • Autor/in

    Inga Gesche
  • Empfohlene Zitierweise

    Gesche, Inga, "Landenberger, Christian" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 496 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118569082.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA