Lebensdaten
1893 bis 1948
Geburtsort
Trient
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Kunsthistoriker ; Archäologe
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 140642072 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Garger, Ernst von
  • Garger, E.
  • Garger, Ernst

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Zitierweise

Garger, Ernst von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd140642072.html [22.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Eduard (1844–96), k. u. k. Oberstlt., S d. Eduard (österr. Adel 1887, 1811-87), k. u. k. Hptm., u. d. Gutsbes.-T Barbara Worliczek;
    M Olga (1864–1941), T d. Ignaz Rex (1819–1902), Dr. med., k. u. k. Oberstabsarzt, u. d. Emanuela Schulz; ledig.

  • Leben

    G. besuchte das Gymnasium in Berlin (Abitur 1911) und studierte in Prag, Göttingen, Würzburg, München und Wien (hier 1920 Promotion über deutsch-gotische Plastik, Dissertation ungedruckt). 1916-19 stand er im österreichischen Militärdienst. 1931 trat er in das österreichische Museum für Kunst und Industrie (nachher Staatliches Kunstgewerbemuseum, jetzt Österreichisches Museum für angewandte Kunst) ein. Dort verwaltete er zuerst die Antikensammlung und nach deren Abgabe 1939/40 die Sammlung spätantiker und mittelalterlicher Textilien. 1947 wurde er an die graphische Sammlung Albertina versetzt. – Durch den Abschluß seines Studiums bei M. Dvořák und den Eintritt in das Österreichische Museum, in dem lang vor ihm Alois Riegl tätig gewesen war, gehörte er der Wiener Schule der Kunstgeschichte an. In diesem Zusammenhang war er auch an den von Otto Pächt herausgegebenen „Kritischen Berichten“ beteiligt. Neben seiner musealen Tätigkeit widmete sich G. nach anfänglichen Studien über mittelalterliche Kunst vor allem der Erforschung der Spätantike. Zu diesem Thema mit seinen Vorbedingungen und Auswirkungen legte er 4 größere Aufsätze vor – über das Julierdenkmal in Saint Rémy, die römische Bildkomposition, die spätantike Renaissance und den Trajansbogen in Benevent – denen noch eine größere Arbeit über die Wiener Genesis, eine spätantike Bilderhandschrift, folgen sollte (nicht vollendet). So kurz und verstreut diese Arbeiten auch sind, so bedeutend sind sie in ihrem wissenschaftlichen Wert. Sowohl stilkritisch wie geistesgeschichtlich stellen sie grundlegende Betrachtungen zum Problem dieser Zeit dar. In seinen letzten Jahren befaßte sich G. immer mehr mit philosophischen Arbeiten, die aber alle unvollendet blieben. Ab 1943 war er bestrebt, eine Kunstdenkmälerreihe mit Einzelmonographien über bedeutende Werke herauszugeben (8 Bände erschienen, Weiterführung durch G.s Tod unterbrochen). In allen seinen Arbeiten äußert sich seine strenge an die Wurzeln der künstlerischen Erscheinungen gehende Denkungsweise, wodurch diese Studien einen prinzipiellen Charakter erhielten.

  • Werke

    Weitere W u. a. Otton. Malerei, 1924;
    Die Reliefs an d. Fürstentoren d. Stefansdoms, 1926;
    Die früh- u. hochgot. Plastik d. Stefansdoms, Tafelbd., 1928 (mit R. Ernst);
    Zur spätantiken Renaissance, in: Jb. d. Kunsthist. Slgg. Wien, NF VIII, 1934, S. 1 ff.;
    Unterss. z. röm. Bildkomp., ebd., NF IX, 1935, S. 1 ff.;
    Über Wertungsschwierigkeiten b. ma. Kunst, in: Kritische Berr. z. kunstgeschichtl. Lit., Jg. 1932/33, H. 4, 1936;
    Museumsfragen, in: Mschr. f. Kultur u. Pol. 1, H. 9, 1936;
    Die kunstgeschichtl. Stellung der Reliefs am Julierdenkmal v. St. Rémy, in: Mitt. d. dt. archäol. Inst., Röm. Abt. 52, 1937;
    Der Trajansbogen v. Benevent, 1943. – Kulturpolit. Aufsätze in: Wiener Weltbühne, 1932 u. ö.

  • Literatur

    G. Egger, Das Stilproblem d. Spätantike, in memoriam E. G., in: Alte u. neue Kunst, Wiener kunstwiss. Bll. 2, 1953, S. 1 ff. (W-Verz.);
    ÖBL.

  • Autor/in

    Gerhart Egger
  • Empfohlene Zitierweise

    Egger, Gerhart, "Garger, Ernst von" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 72 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd140642072.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA