Lebensdaten
erwähnt getauft 1623 , gestorben vermutlich 1687
Geburtsort
Hamburg
Sterbeort
Bardowick
Beruf/Funktion
Jurist ; hanseatischer Staatsmann ; hamburgischer Syndikus ; Politiker
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 121533468 | OGND | VIAF: 59942807
Namensvarianten
  • Garmers, Vincent
  • Garmers, Vincentius
  • Garmers, Vinzenz
  • mehr

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Zitierweise

Garmers, Vincent, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd121533468.html [22.10.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Johann (1588–1638), Syndikus in H., S d. Bgm. Kord ( 1612) in Lübeck, aus urspr. Stader, seit Anfang 16. Jh. in H. ansässiger Fam.;
    M Margareta (1595–1630), T d. Vincent Moller (vom Hirsch) (1560–1621), Bgm. in H., aus Ratsfam.;
    Groß-Ov Jakob, Bgm. in Riga, Hinrich (1534–1608), Ratsherr in H.;
    1) Roß (nach Entführung) 17.5.1653 Barbara (1635–57), T d. Henning Grote, 2) Hamburg 15.5.1669 ( 1669) Elisabeth (1627–1704), T d. Ratsherrn Hermann Langenbeck ( 1668);
    1 S, 1 T aus 1), Johann ( 1672 im Duell), Cecilie (⚭ Joh. Gg. Danckwerth, Domherr in B.).

  • Leben

    G. schloß sein Studium in Orleans mit dem Dr. iur. ab und trat nach einer 6jährigen Kavaliersreise durch England, Frankreich und Italien in den Dienst seiner Vaterstadt. Erfolgreich tätig war er in den dänisch-schwedischen Friedensverhandlungen, in London 1660/61 (Befreiung von den Beschränkungen der Navigationsakte) und auf dem Reichstag (unter anderem Sitz für Hamburg im Städtekolleg). 1674 erwirkte er eine kaiserliche Kommission unter dem Grafen Windischgrätz zur Beilegung der inneren Zwistigkeiten in Hamburg. Er war der eigentliche Verfasser des von den streitenden Parteien nur widerwillig angenommenen, später wegen seiner aristokratischen Tendenzen schließlich wieder aufgehobenen „Windischgrätzer Rezesses“. Er erreichte für Hamburg ein Garantieversprechen Schwedens|gegen Dänemark, das 1678 durch ein welfisches abgelöst wurde. Dadurch konnten die Krisenjahre 1679 und 1686 überwunden und die Unabhängigkeit der Stadt in der gefährlichsten Zeit ihrer Geschichte behauptet werden, während ihm selbst auf dänischen Druck hin 1676/77 der Prozeß gemacht wurde und er Hamburg verlassen mußte. Er lebte dann bei seiner Tochter in Bardowick.

  • Literatur

    A. Wohlwill, Die Verbindung d. Hansestädte u. d. hanseat. Traditionen seit d. Mitte d. 17. Jh., in: Hans. Gesch.bll., Jg. 1900, S. 1 ff.;
    C. Brinkmann, England u. d. Hanse unter Karl II., in: Engl. Hist. Review 23, London 1908, S. 683 ff.;
    A. Zuschlag, Die Rolle d. Hauses Braunschweig-Lüneburg im Kampfe um Hamburgs Reichsfreiheit gegen Dänemark 1675–92, 1933;
    H. Kellenbenz, Hamburgs Beziehungen zu Schweden u. d. Garantieakte v. 1674, in: Zs. d. Ver. f. Hamburg. Gesch. 44, 1958, S. 233 ff.; vgl. auch
    ders., in: Zs. d. Ges. f. Schlesw.-Holst. Gesch. 73, 1949, S. 207 ff.;
    H. Reincke, Syndicus V. G., e. hamburg. Politiker d. Barock, in: Hamburg. Gesch.- u. Heimatbll. 19, 1962, S. 49-52.

  • Autor/in

    Heinrich Reincke
  • Empfohlene Zitierweise

    Reincke, Heinrich, "Garmers, Vincent" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 72-73 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd121533468.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA