Lebensdaten
1861 bis 1925
Geburtsort
Schweinfurt
Sterbeort
Schweinfurt
Beruf/Funktion
Industrieller ; Geheimer Kommerzienrat
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 13949412X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Schäfer, Johann Georg
  • Schäfer, Georg
  • Schäfer, Johann Georg
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Zitierweise

Schäfer, Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13949412X.html [12.11.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Johann Georg, Taglöhner in S.;
    M Susanna Gutmann;
    1) Schweinfurt 1885 Friederike (1862–1911), T d. Johann Wilhelm Schunk, Büttnermeister in Sch., u. d. Anna Maria Schmidt, 2) Schweinfurt 1915 Alwine (1883–1965), aus Idar-Oberstein, T d. Peter Heinz, Maurer, u. d Gertrud Schmidt;
    S aus 1) Georg (s. 2), S aus 2) Otto (s. 3), T N. N. ( Hermann Barthel, 1875–1941, seit 1906 Teilh. d. „Georg Schäfer & Cie“, Teilh. d. Erste Automat. Gußstahlkugel-Fabrik, vorm. Friedrich Fischer AG, Schweinfurt, Mitgl. d. Vorstands d. Bayer. Industriellen-Verbands, KR, s. Wenzel).

  • Leben

    Nach Lehr- und Gesellenjahren (u. a. bei Lanz in Mannheim) und dreijährigem Militärdienst machte sich S. 1885 mit der Eröffnung einer Bau- und Kunstschlosserei selbständig. Seit 1888 stellte er Kassenschränke und Eisenkonstruktion her, seit 1897 Isolierrohre und seit 1904 Kugellager. Trotz der scharfen Konkurrenz der älteren Schweinfurter Kugellagerindustrie (Kugelfischer, Fries & Höpflinger, Fichtel & Sachs) gelang es ihm, sich mit Hilfe eigener Entwicklungen (z. B. Schäfer-Zellenkäfig) am Markt zu etablieren. Die Fusion der verschiedenen Geschäftsbereiche 1906 zur Firma „Georg Schäfer & Cie“ (Teilhaber: Hermann Barthel, S.s Schwiegersohn, u. Dipl.-Ing. Adolf Kuffer) markiert das Ende der Gründungs- und Konsolidierungsphase des Unternehmens. Der entscheidende Durchbruch zur großindustriellen Produktion gelang S. Ende 1909 mit dem Erwerb der angeschlagenen „Erste Automatische Gußstahlkugel-Fabrik, vormals Friedrich Fischer AG“ (Kugelfischer), einer Gründung des Kugellagerpioniers Friedrich Fischer (1849–99). Die Umwandlung der AG in eine OHG unter Beteiligung mehrerer Mitgesellschafter 1910,|die Übernahme der Fabrikanlage und der Patente Fischers, die Entwicklung neuer Produkte (z. B. Tonnenlager 1912) und die Absprachen der Kugellagerkonvention schufen die Voraussetzungen für das Wachstum der Firma auf rund 800 Mitarbeiter zu Beginn des 1. Weltkriegs, in dem die Firma als Rüstungszulieferer prosperierte. Nach dem Krieg gelang Kugelfischer trotz des Zusammenbruchs des Exportgeschäfts, der allgemeinen Wirtschaftskrise und der eskalierenden Inflation 1922/23 die Behauptung auf dem Markt. Bei S.s Tod 1925 zählte Kugelfischer ca. 2000 Mitarbeiter. S. begründete eine Stiftung mit einem Kapital von 1 Mio. Mark zur Unterstützung arbeitsunfähiger oder in Not geratener Werksangehöriger.|

  • Auszeichnungen

    GKR; Ehrenbürger d. Stadt Schweinfurt (postum 1961).

  • Literatur

    K.-H. Manegold, Tradition im Wandel, Die Entwicklung d. Firma FAG Georg Schäfer Kommanditges. auf Aktien, in: 100 J. ind. Kugelfertigung 1883-1983, 1983 (P);
    C. R. Ellner, Die Entwicklung d. Firma Kugelfischer, Georg Schäfer & Co., Unter bes. Berücksichtigung d. Kontinuität als Fam.unternehmen u. die regionalen Auswirkungen ihrer Entwicklung aus betriebs- u. ind.bezogener Sicht, 1988.

  • Autor/in

    Uwe Müller
  • Empfohlene Zitierweise

    Müller, Uwe, "Schäfer, Georg" in: Neue Deutsche Biographie 22 (2005), S. 500-501 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13949412X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA