Lebensdaten
1811 bis 1881
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Architekt
Konfession
lutherischer Vater
Normdaten
GND: 11934792X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hitzig, Friedrich
  • Hitzig, F.
  • Hitzig, Fr.
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Zitierweise

Hitzig, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11934792X.html [14.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Julius Eduard (s. 3);
    - Antwerpen 1837 Franziska (1816–1900), T d. Benedict Reiß aus Frankfurt/M., Kaufm. in Antwerpen, u. d. Henriette Levyson aus Rotterdam;
    3 S, 2 T, u. a. Eduard (s. 1).

  • Leben

    Der Architektengeneration nach Schinkel angehörend, die noch in dessen Umkreis ausgebildet und durch dessen Anschauungen geprägt wurde, war H. seit 1837 als Privatarchitekt in Berlin tätig, wo er mit Ausnahme einiger längerer Auslandsreisen und einzelner auswärtiger Aufträge ansässig blieb. 1875 wurde er Präsident der Akademie der Künste. – Bekannt wurde H. durch seinen ersten öffentlichen Bau, die 1859-64 in Werkstein errichtete Börse in der Burgstraße mit ihrer imposanten Fassade (1884/85 erweitert, im Kriege zerstört). Zu weiteren öffentlichen Bauten H.s gehörten die Deutsche Reichsbank in der Jägerstraße, ein 1869-76 errichteter, gut gegliederter Bau in Backstein und Sandstein, und der Entwurf für das erste Reichstagsgebäude in der Leipziger Straße (1895 abgerissen). Das Zeughaus wurde von ihm 1877-81 zu einem Heeresmuseum mit einer dem Zeitgeschmack angepaßten Ruhmeshalle um- und ausgestaltet.

    H.s größtes Verdienst lag jedoch im Wohnbau. Um 1845 hatte er zusammen mit Strack einzelne Wohnhäuser im Bereich des Tiergartens, 1847 sein eigenes Haus mit Mietwohnungen unweit vom späteren Königsplatz erbaut. 1852 errichtete er das vornehme Palais des Grafen Pourtalès am Königsplatz, ein Jahr später ein Doppelmiethaus in der Bellevuestraße. Vollendet in seiner klaren, noch völlig an Schinkel orientierten Formensprache war das Haus Stülerstraße 1 (um 1855). Am umfassendsten konnte H. seine architektonischen Ideen 1855-60 in neun zwei-beziehungsweise dreigeschossigen, elegant-wohnlichen Häusern der neu angelegten Viktoriastraße im Tiergarten verwirklichen, für deren Fassaden er sich sehr geschickt und zurückhaltend klassizistischer und renaissancistischer Elemente bediente. Diese Häuser mit ihren Balkonen, Erkern, Altanen, Giebeln und gelegentlich auch flachen Türmen bestimmten weitgehend das Gesicht des alten Berliner Tiergartenviertels.|

  • Auszeichnungen

    Friedensklasse d. Ordens pour le mérite (1881).

  • Werke

    Weitere W Schrr.: Ausgeführte Bauwerke, 2 Bde. mit Suppl., o. J. [1850];
    Wohn-Gebäude d. Victoria-Straße in Berlin, 1860.

  • Literatur

    Die Bauwerke u. Kunstdenkmäler v. Berlin, Bez. Tiergarten, Einf. v. P. O. Rave, bearb. v. I. Wirth, 1955 (W, Abb.);
    ThB (L).

  • Autor/in

    Irmgard Wirth
  • Empfohlene Zitierweise

    Wirth, Irmgard, "Hitzig, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 274 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11934792X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA