Lebensdaten
1852 bis 1921
Geburtsort
Eppenberg bei Schönenwert (Kanton Solothurn)
Sterbeort
Locarno
Beruf/Funktion
Pianist ; Komponist
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118707469 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Huber, Hans
  • Huber, Johann
  • Huber, Johann Alexander

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Zitierweise

Huber, Hans, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118707469.html [13.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Johann (1817–1902), Lehrer, seit 1854 Fabrikbuchhalter in Sch., S d. Urs Viktor u. d. Maria Hürzeler;
    M Maria Peyer (1818–1904) aus Lostorf;
    1880 Ida Angelika (* 1857), T d. Eugen Petzold (1813–89) aus Ronneburg/Thür., Musikdir. u. Organist in Zolingen (s. Riemann), u. d. Julie Wilh. Matter.

  • Leben

    H. war seit 1862 Zögling des Choraulen- und Partisteninstitutes zur Ausbildung als Sängerknabe der Stiftskirche Solothurn. 1870 wurde er auf Rat C. Muntzingers Schüler des Konservatoriums Leipzig (Lehrer unter anderem Carl Reinecke, Ernst Richter). Nach Studienabschluß unterrichtete er seit 1874 als Privatmusiklehrer und Organist in Wesserling (Elsaß); 1877 zog er nach Basel (Klavierlehrer). Seit 1889 gehörte er zum Lehrkörper der Allgemeinen Musikschule Basel (Leitung 1896-1918). 1905 wurde dieser das Konservatorium angegliedert, und durch H.s pädagogisches Geschick nahm das Institut großen Aufschwung. 1899-1902 leitete er den Basler Gesangverein und trat daneben häufig als Pianist auf. – In seinen Studienjahren schloß sich H. der Richtung Schumann-Mendelssohn an; seine farbige Orchestrierung zeugt vom Studium des frühen Wagner. Zusammen mit Hegar war H. führend innerhalb einer Gruppe Schweizer Komponisten, die in der Nachfolge der deutschen klassizistischen Romantik – mit stark nationalschweizerischen Elementen – standen. Sein Werk umfaßt neben den traditionellen Chorkompositionen und der beliebten Kleinbasler Festspielmusik auch Opern, Sinfonien und vor allem Kammermusik; dadurch erweiterte er den herkömmlichen Schaffensbereich der Schweizer Komponisten seiner Zeit.

    Durch seine umfassende Tätigkeit trug er zur Gründung des Schweizer Tonkünstlervereins (1900) bei, dessen Mittelpunkt er war.|

  • Auszeichnungen

    Dr. phil. h. c. (Basel 1892).

  • Werke

    u. a. 5 Opern;
    Musik zu d. Festspielen z. Kleinbasler Gedenkfeier, 1892 u. z. Gedenkfeier 1901 d. Eintritts Basels in d. Schweizerbund;
    Oratorien: Der hl. Hain, 1910;
    Weissagung u. Erfüllung (Bibel), 1913;
    Mors et vita (Vulgata), 1919;
    3 Messen f. Soli, Chor u. Orch.;
    2 Messen f. Chor u. Orgel;
    Gesangsquartette mit Klavier 4hnd., op. 52 u. 69 (aus Goethes Westöstl. Divan);
    Lieder, u. a. op. 32 (Mörike, Peregrina), op. 98 (Fidellieder n. Theodor Storm);
    9 Sinfonien: 1. (Teilsinfonie) op. 63, 1881;
    2. (Böcklinsinfonie) op. 115, 1900;
    3. (Heroische) op. 118, 1902;
    4. (Akadem.) 1903;
    5. (Der Geiger v. Gmünd, mit Solovioline) 1906;
    6. op. 134, 1911;
    7. (Schweizer.) 1917;
    8.1921;
    4 Klavierkonzerte;
    2 Violinkonzerte;
    Violoncellokonzert;
    Sextett f. Klavier u. Bläser, 1900;
    5 Quartette mit u. ohne Klavier, u. a. Klavierquartett Waldlieder op. 117, 1900;
    4 Klaviertrios;
    10 Violinsonaten;
    5 Violoncellosonaten;
    Werke f. Klavier zu 2 u. 4 Hnd. - H.s Nachlaß:
    Basel, Univ.bibl.

  • Literatur

    E. Isler, in: Neuj.bl. d. Allg. Musikges. in Zürich 111, 1923;
    G. Bundi, H. H., Die Persönlichkeit nach Briefen u. Erinnerungen, 1925;
    E. Refardt, H. H., Leben u. Werk e. Schweizer Musikers, 1944 (vollst. W-Verz., P);
    MGG VI (W, L);
    |HBLS;
    s. a. H. P. Schanzlin, E. Refardt-Bibliogr., in: Mitt.bl. d. Schweizer. Musikforschenden Ges. 33, 1962, 34, 1963;
    Schweizer Musiker-Lex., 1964 (W, L);
    Riemann. -
    Archiv Dr. H. P. Schanzlin, Basel;
    eigene Archivstud.

  • Portraits

    Gem. v. A. Burger;
    Zeichnung v. R. Löw;
    Phot. in: A. E. Cherbuliez, Die Schweiz in d. dt. Musikgesch., [1932], Tafel 43.

  • Autor/in

    Jürg Stenzl
  • Empfohlene Zitierweise

    Stenzl, Jürg, "Huber, Hans" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 694 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118707469.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA