Lebensdaten
1859 bis 1943
Geburtsort
Warasdin (Kroatien)
Sterbeort
Klagenfurt
Beruf/Funktion
Pädagoge
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 11681053X | OGND | VIAF: 27429298
Namensvarianten
  • Martinak, Eduard
  • Martinak, E.

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Zitierweise

Martinak, Eduard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11681053X.html [09.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Heinrich (1826–79), Dr. iur., Oberlandesgerichtsrat;
    M Caroline (1836–1904), T d. Eduard Rr. v. losch (österr. Adel 1855, 1799-1874), Landesgerichtspräs. in Laibach, Botaniker, Vf. v. „Die Flora v. Kärnten“ (1853) (s. ÖBL), u. d. Caroline Schedl;
    Göß b. Leoben 1890 Josefa, T d. Brauereibes. Max Kober u. d. Maria Muth;
    2 S (1 ⚔), 1 T.

  • Leben

    M. studierte seit 1878 in Graz Germanistik und Klassische Philologie, wurde 1882 aufgrund der Dissertation „Beiträge zur mittellat. Dichtung“ promoviert und legte 1883 die Lehramtsprüfung ab. Nachdem er zunächst als Gymnasiallehrer in Leoben und seit 1892 in Graz tätig gewesen war. habilitierte er sich 1894 für das Fach Philosophie. Die Hinwendung M.s zu den philosophischen Disziplinen ist auf den nachhaltigen Einfluß von Alexius Meinong zurückzuführen, mit dem M. in eine engere Beziehung trat, als er 1887 auch die Lehrbefähigung für das Unterrichtsfach „Philosophische Propädeutik“ erworben hatte. M.s wissenschaftliches Interesse galt während des ersten Jahrzehnts seiner akademischen Tätigkeit überwiegend dem Gebiet der Sprachpsychologie, wovon vor allem die „Psychologischen Untersuchungen zur Bedeutungslehre“ (1901) Zeugnis abgeben. Diese semasiologischen Arbeiten sind durch die nachfolgende Entwicklungsphase, die für M.s wissenschaftliche Laufbahn bestimmend wurde, weitgehend überdeckt worden und haben erst in jüngster Zeit eine angemessene Bewertung erfahren (Knobloch). M. stand auch als Privatdozent weiterhin im Schuldienst. 1899-1904 wurde er mit der|Leitung des 2. Staatsgymnasiums in Graz betraut. Dadurch war er stets mit den aktuellen Fragen der Unterrichtspraxis konfrontiert, deren theoretische Bearbeitung er mehr und mehr zu seinem wissenschaftlichen Anliegen erhob. Es erschienen von ihm eine Reihe von Einzeluntersuchungen zu psychologisch-pädagogischen Sachthemen, unter denen insbesondere die Ausführungen zu „Prüfen und Klassifizieren“, die M. auf der Grundlage des Dispositionsbegriffes entwickelte, hervorzuheben sind. M. engagierte sich mit konkreten Reformvorschlägen für eine fundierte pädagogische Ausbildung der Mittelschullehrer sowie der Lehrkräfte an den Lehrerbildungsanstalten (den Vorläufern der heutigen Pädagogischen Akademien) und nahm regen Anteil an der Neugestaltung der Gymnasiallehrpläne und an der großen Diskussion um die Mittelschulreform. Die wachsende Anerkennung von M.s wissenschaftlichen und reformerischen Leistungen spiegelte sich im äußeren Verlauf seiner akademischen Berufungen wider. 1904 wurde M. zum Extra-Ordinarius für Philosophie und Pädagogik, 1909 zum Ordinarius für Pädagogik an der Univ. Graz ernannt (Rektor 1928/29, emeritiert 1930). Während der Jahre 1918-21 arbeitete er in der Reformabteilung des Unterrichtsministeriums in Wien|

  • Auszeichnungen

    Korr. Mitgl. d. Ak. d. Wiss. Wien (1923).

  • Werke

    Weitere W Die Logik John Lockes, 1894;
    Mehrere Art. in Loos' Hdb. d. Erziehungskde. I-II, 1906/08, u. im Österr. Staatswb. IV, 1908;
    Meinong als Mensch u. als Lehrer, 1925;
    Wesen u. Aufgabe d. Erziehungswiss., 1928;
    Psycholog. u. pädagog. Abhh., hrsg. v. E. Mally u. O. Tumlirz, 1929;
    Erziehung u. Unterricht, in: Österr. Vjhh. f. Erziehung u. Unterricht, 1930, S. 2-11.

  • Literatur

    Btrr. z. Päd. u. Dispositionstheorie, hrsg. v. A. Meinong, 1919 (W-Verz. bis 1918, P);
    R. Meister, in: Alm. d. Ak. d. Wiss. Wien 94, 1944, S. 216-32 (W-Verz. ab 1919);
    C. Knobloch, E. M. u. d. psycholog. Bedeutungslehre, in: Kodikas/Code 9, 1986, S. 183-96;
    Lex. d. Päd. d. Gegenwart II, 1932;
    ÖBL.

  • Autor/in

    Reinhard Fabian
  • Empfohlene Zitierweise

    Fabian, Reinhard, "Martinak, Eduard" in: Neue Deutsche Biographie 16 (1990), S. 292 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11681053X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA