Lebensdaten
1868 – 1936
Geburtsort
Elberfeld
Sterbeort
Frankfurt/Main
Beruf/Funktion
Redakteur ; Feuilletonist ; Schriftsteller
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 116478640 | OGND | VIAF: 49977770
Namensvarianten
  • Geck, Rudolf
  • -ck
  • Geck, Rudolph

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Zitierweise

Geck, Rudolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116478640.html [14.08.2022].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich, Photograph;
    M Wilhelmine ( 1872), T d. Fabrikarbeiters Heinr. Sülberg in Iserlohn.

  • Biographie

    Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ist es außerhalb der Arbeiterpresse journalistischen Begabungen ohne höhere Schulbildung und Studium kaum noch möglich gewesen, in Spitzenstellungen der Publizistik aufzurücken. G. stellt für die große bürgerliche Presse des 20. Jahrhunderts darin eine Ausnahme dar. Entdeckt vom Verleger L. Sonnemann, trat er 1896 als 2. Redakteur unter Fedor Mamroth in das Feuilleton der „Frankfurter Zeitung“ ein, dessen Gestaltung er nach Mamroths Tod 36 Jahre maßgeblich beeinflußt hat, bis er bald nach Beginn des 3. Reiches zuerst durch Benno Reifenberg, dann durch Max von Brück abgelöst wurde. - G. ist in einem Elberfelder Waisenhaus aufgewachsen und nach 8jährigem Besuch der Volksschule in die photographische Lehre gekommen. In Nürnberg schrieb er zuerst kleine Betrachtungen für den „Fränkischen Kurier“, deren Qualität die „Frankfurter Zeitung“ auf ihn aufmerksam machte. Eine Generation von Kultur-Publizisten, die zwischen 1920 und 1943 (dem Jahre des Eingehens der „Frankfurter Zeitung“) in diesem Blatt und nach 1945 in deren Traditionsorganen - der „Gegenwart“ und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ - Kunst, Kultur und menschliche Lebensformen kritisiert und interpretiert hat, ist jederzeit stolz gewesen, aus der „Schule G.s“ zu stammen. Ihr Bemühen galt - im Zusammenhang mit der literarischen Bewegung der „Neuen Sachlichkeit“ - einer „Konkretisierung des Daseins“, wie E. Graf Wickenburg um 1932 formuliert hat. Der bewußte Verzicht auf jegliches Pathos zeichnet in 3 Büchern aufbewahrte Beiträge zur „Kleinen Form“ aus, die aus G.s Tagesarbeit ausgewählt worden sind. Mit Recht hat man sie als „Seismographik des Alltags“ bezeichnet. G. gehört zu jenen Feuilletonisten, die - von Matthias Claudius im 18. bis zu Ernst Penzoldt im 20. Jahrhundert - darum bemüht waren, den Menschen auf leise Weise zu sich selbst zu bekehren; seine Hilfsmittel für dies schwierige Unterfangen hießen Bescheidenheit und Humor.

  • Werke

    Gedichte, 1896;
    -ck erzählt v. Tieren, Kindern u. Begegnungen, 1928, ⁵1929;
    -ck erzählt zum zweiten Mal v. Frauen, Kindern u. Käuzen, 1930;
    So war das, 1936.

  • Literatur

    W. Holzamer, Das Feuilleton, in: Gesch. d. Frankfurter Ztg., 1906;
    Nachruf in: Frankfurter Ztg. v. 15.1.1936;
    H. Schweizer, „So war das…“, ebd v. 5.7.1936, Lit.bl.;
    E. Gf. Wickenburg, in: Ein Jh. Frankfurter Ztg., -1956, Sonderh, d. Gegenwart v. 29.10.1956, S. 31 f. (P);
    M. K. Piron, Zweimal R. G., in: Frankfurter Rdsch. v. 28.9.1957;
    B. Reifenberg, -ck, in: Frankfurter Allg. Ztg. 13 v. 16.1.1961;
    Dt. Ztg. v. 10.11.1961;
    W. Haacke, Das Feuilleton v. d. Jh.wende b. z. Gegenwart, in: Publizistik - Elemente u. Probleme, 1962;
    ders., Hdb. d. Feuilletons I-III, 1951-53.

  • Porträts

    Porträtbüste v. H. B. Gebhardt, 1936, Abb. b. Wickenburg, s. L

  • Autor/in

    Wilmont Haacke
  • Zitierweise

    Haacke, Wilmont, "Geck, Rudolf" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 124-125 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116478640.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA