Dates of Life
1877 bis 1954
Place of birth
Düren (Rheinland)
Place of death
Landshut
Occupation
Mathematiker
Religious Denomination
evangelisch
Authority Data
GND: 116423498 | OGND | VIAF
Alternate Names
  • Hamel, Georg Karl Wilhelm
  • Hamel, Georg
  • Hamel, Georg Karl Wilhelm
  • more

Objects/Works

Relations

Outbound Links from this Person

Life description (NDB)

The links to other persons were taken from the printed Index of NDB and ADB and additionally extracted by computational analysis and identification. The articles are linked in full-text version where possible. Otherwise the digital image is linked instead.

Places

Map Icons
Marker Geburtsort Place of birth
Marker Wirkungsort Place of activity
Marker Sterbeort Place of death
Marker Begräbnisort Place of interment

Localized places could be overlay each other depending on the zoo m level. In this case the shadow of the symbol is darker and the individual place symbols will fold up by clicking upon. A click on an individual place symbol opens a popup providing a link to search for other references to this place in the database.

Citation

Hamel, Georg, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116423498.html [22.09.2019].

CC0

  • Genealogy

    V Leonhard (1840–1899/1909), Rentmeister, S d. Zimmermanns Joh. Wilh. Gg. in Geldern u. d. Christine Caenders;
    M Paula (1853-n. 1909), T d. Kaufm. Carl Wilh. Jansen in Aachen u. d. Bernardine Marg. Elis. Stöcker;
    Köln 1909 Agnes, T d. Ing. Hubert Frangenheim u. d. Maria Wallé;
    3 T.

  • Life

    H. begann sein Studium 1895 an der TH Aachen und setzte es an den Universitäten Berlin und Göttingen fort. 1901 legte er die Doktorprüfung als Schüler Huberts in Göttingen ab (Dissertation: „Über die Geometrien, in denen die Geraden die Kürzesten sind“), im selben Jahr die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen. Er war dann ein Jahr Assistent bei →Felix Klein, anschließend Assistent und 1903 Privatdozent bei Heun in Karlsruhe. Seine wissenschaftliche Laufbahn führte ihn in raschem Aufstieg als ordentlicher Professor der Mechanik und Mathematik an die Technischen Hochschulen Brünn 1905, Aachen 1912, Berlin 1919. Nach 1945 übernahm ihn die Technische Universität Berlin in derselben Eigenschaft, 1949 wurde er emeritiert. Während dieser Zeit war er noch Gastprofessor an den Universitäten Tübingen (1946–47) und Berlin (1947–48). Seit 1948 war er als Lehrbeauftragter an der TH München tätig. Sein letzter Wohnsitz war Landshut. – H.s Arbeiten gehören namentlich der Mechanik, aber auch zahlreichen Bereichen der reinen und angewandten Mathematik an. Seine Publikationen und Bücher zur Mechanik betreffen zunächst vor allem die Grundlagen. Er versucht einen axiomatischen Aufbau der Mechanik, empfindet aber doch auch das Bedürfnis zur inhaltlichen Klärung der auftretenden Begriffe, insbesondere des Kraftbegriffes. Er hat darüber hinaus die Mechanik auch durch eigene Ergebnisse auf vielen speziellen Gebieten bereichert, so durch Abhandlungen über das d'Alembertsche Prinzip, das Problem der Plastizität, der Grundwasserströmungen, der Theorie der Seile und Stäbe sowie der Häute und Schalen. – Im Bereich seiner mathematischen Arbeiten sei insbesondere auf die von ihm geschaffene Basis der reellen Zahlen hingewiesen, die zur Aufstellung aller (auch der unstetigen) Lösungen der Gleichung f(x+y) = f(x) + f(y) benützt wird, ferner auf diejenigen über lineare Differentialgleichungen mit periodischen Koeffizienten und nichtlineare Differentialgleichungen im Zusammenhang mit einem Stabilitätsproblem der Mechanik und schließlich auf seine Einführung in Lehre und Gebrauch der Integralgleichungen. Hervorgehoben seien noch seine fortlaufenden Bemühungen um die Förderung des mathematischen Unterrichtes an Hochschulen und höheren Schulen und um die Zusammenarbeit von Schule und Hochschule.|

  • Awards

    Mitgl. d. Preuß. Ak. d. Wiss. (1938), d. Dt. Ak. d. Wiss. u. Lit. Mainz, d. Bayer. Ak. d. Wiss. u. d. Leopoldina, Ehrensenator d. Techn. Univ. Berlin (1952), Dr. rer. nat. h. c. (Aachen 1954).

  • Works

    W u. a. Die Lagrange-Eulerschen Gleichungen d. Mechanik, in: Zs. f. Math. u. Physik 50, 1904;
    Die virtuellen Verschiebungen in d. Mechanik, in: Math. Ann. 59, 1904;
    Eine Basis d. reellen Zahlen u. d. unstetigen Lösungen d. Funktionalgleichung f(x+y) = f(x) + f(y), ebd. 60, 1905;
    Lineare Differentialgleichungen 2. Ordnung mit period. Koeffizienten, ebd. 73, 1913;
    Elementare Mechanik, 1912;
    Studium d. angew. Math. u. d. Reformbestrebungen an d. Techn. Hochschulen, in: Zs. f. angew. Math. u. Mechanik 1, 1921;
    Neuordnung d. höheren Schulwesens in Preußen, ebd. 5, 1925;
    Grundwasserströmung, ebd. 14, 1934;
    Mechanik d. Drähte u. Seile, in: SB d. Berliner math. Ges. 25, 1926;
    Integralgleichungen, 1937;
    Aufbau e. Theorie d. Häute u. d. dünnen Schalen nach d. Methode v. Lagrange, in: Abhh. d. Preuß. Ak. d. Wiss., 1943;
    Theoret. Mechanik, 1949.

  • Literature

    O. Haupt, in: Jb. d. Ak. d. Wiss. u. Lit. Mainz, 1954, S. 148-54 (W-Verz., P);
    G. Faber, in: Jb. d. Bayer. Ak. d. Wiss., 1955, S. 178-80 (P);
    W. Schmeidler, in: Jber. d. Dt. Mathematiker Vereinigung 58, 1955, S, 1-5;
    Pogg. V-VII a;
    Rhdb. (P).

  • Author

    Josef Lense
  • Citation

    Lense, Josef, "Hamel, Georg" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 583 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116423498.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA