Lebensdaten
1902 bis 1969
Geburtsort
Essen-Rotthausen
Sterbeort
Bad Salzuflen
Beruf/Funktion
Gewerkschafter
Konfession
konfessionslos
Normdaten
GND: 129413682 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Reuter, Georg
  • Reuther, Georg

Objekt/Werk(nachweise)

Porträt(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Reuter, Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd129413682.html [20.06.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Anton (1873-n. 1942), Bergmann;
    M Gertrud Mohr (1873-n.1942);
    Bertel Upadeck (1897–1975, jüd.); kinderlos.

  • Leben

    Nach dem Besuch der Volksschule in Rotthausen absolvierte R. eine Schlosserlehre. 1918 trat er dem Dt. Metallarbeiter-Verband (DMV) und der sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ), 1919 der SPD bei. 1923-25 war er in Gelsenkirchen Geschäftsführer, 1925-27 in Köln Bezirksleiter des Verbandes der Gemeinde- und Staatsarbeiter für das Rheinland, von 1927 bis zur fristlosen Entlassung durch die Nationalsozialisten am 2.5.1933 in Berlin Vorstandsmitglied und Sekretär des Gesamtverbandes der Arbeitnehmer der öffentlichen Betriebe und des Personen- und Warenverkehrs. 1933-45 stand er unter ständiger Gestapo-Kontrolle, einige Male wurde er verhaftet. Seine Frau fiel unter die NS-Rassengesetze, sechs seiner nächsten Angehörigen wurden in Konzentrationslagern umgebracht. In dieser Zeit, in der er seinen Lebensunterhalt im Dienst für zwei Schweizer Versicherungsgesellschaften bestritt, gehörte R. dem Widerstandskreis um Wilhelm Leuschner (1890–1944) an. In den letzten Kriegstagen wurde er noch eingezogen.

    R., der im Juli 1945 die örtlichen Gewerkschaften in Straubing (Niederbayern) gegründet hatte, wurde im Febr. 1946 zum 2. Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft freier Münchner Gewerkschaften gewählt. Nach der Vereinigung der Landesgewerkschaften zum Bayer. Gewerkschaftsbund wurde er dessen Generalsekretär, ferner Mitglied des Zonenausschusses der Gewerkschaften der US-Zone. Vom Bayer. Landtag ernannt, wirkte er von Juli 1947 bis Sept. 1949 als Abgeordneter des Zweizonen-Wirtschaftsrates in Frankfurt/M. Inzwischen Organisationssekretär des Gewerkschaftsrats der vereinten Zonen in Frankfurt/M., wurde R. am 14.10.1949 auf dem Gründungskongreß des DGB in München zum stellvertretenden Vorsitzenden und Leiter der Hauptabteilung Organisation gewählt. Nach mehrmaliger Wiederwahl kandidierte er 1959 aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für den DGB-Bundesvorstand. Er blieb jedoch bis zuletzt Vorsitzender des Kuratoriums der „Stiftung Mitbestimmung“ und Aufsichtsratsvorsitzender der Rhein. Stahlwerke, Essen.

  • Literatur

    Hdb. d. Ver. Arbeiterpresse, 1927;
    B. Gerstein, in: Lb. aus d. Rhein.-Westfäl. Ind.gebiet, 1980, S. 128 f.;
    Paul;
    Munzinger. |

  • Quellen

    Qu Dt.GB-Archiv Bonn (Personaliaslg., Teilnachlaß); StadtA Gelsenkirchen; Archiv d. Münchner Arbeiterbewegung; Archiv d. Bayer. LT.

  • Autor/in

    Klaus Mertsching
  • Empfohlene Zitierweise

    Mertsching, Klaus, "Reuter, Georg" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 470-471 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd129413682.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA