Lebensdaten
1903 bis 1978
Geburtsort
Hannover
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Schauspieler ; Regisseur
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118728431 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Schmitz, Franz Theodor (eigentlich)
  • Schmitz, Franz Theodor
  • Schmitz, Theodor

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Zitierweise

Lingen, Theo, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd118728431.html [24.09.2017].

CC0

  • Genealogie

    V Theodor Schmitz (1861–1934), aus Lingen, Rechtsanwaltsschreiber; M Magdalena Overzier (1872–1948), aus Köln; 1922 Marianne, Sängerin, gesch. v. Schriftsteller Bertolt Brecht ( 1956), Schw d. Dramaturgen Otto Zoff (1890–1963); 1 T Ursula (* 1934), Kurt Meisel, * 1912, Theaterintendant), Schauspielerin; 1 Stief-T Hanne Hiob-Brecht (* 1926, Joachim Hiob, Arzt, s. Munzinger), Schauspielerin.

  • Leben

    L. war zum Jurastudium bestimmt. Er wechselte aber vom Gymnasium geradewegs ins Schauspielfach und nahm in seiner Vaterstadt Unterricht bei Friedrich Holthaus. Der 18jährige, der sich das Pseudonym „Lingen“ zugelegt hatte, debütierte an der „Schauburg“ in Hannover. 1922 spielte er am dortigen Residenztheater, 1923 in Halberstadt, 1924 in Münster, 1926 in Recklinghausen, 1927 am Neuen Theater in Frankfurt/Main und 1929 am Theater am Schiffbauerdamm in Berlin. Hier hat L. dann an verschiedenen Bühnen bis 1944 gespielt: 1929-30 am Staatstheater, 1932-36 an der Komödie, dem Komödienhaus und schließlich 1936-44 wieder am Staatstheater. Bei Kriegsende befand er sich in Bad Ischl. L. wurde österr. Staatsbürger und wählte 1948 Wien als ständigen Wohnsitz, wurde Mitglied des Wiener Burgtheaters, gastierte aber auch immer wieder an deutschen Bühnen (Hamburg, Düsseldorf, Berlin, Zürich). L. war ein ausgezeichneter Charakterkomiker. 1942 nannte ihn Herbert Ihering in einem Porträt den „persönlichsten Schauspieler von Unpersönlichkeiten, den größten Techniker der Komik in Deutschland". Zu seinen wichtigsten Rollen gehörten der „Malvolio“ in „Was ihr wollt“, der „Wehrhahn“ in Hauptmanns „Biberpelz“, der „Riccaut“ in Lessings „Minna von Barnhelm“, der „Krull“ in Sternheims „Kassette“. Dem Publikum war er vor allem als Filmkomiker bekannt. Er wirkte in über 150 Filmen mit, gelegentlich mit Hans Moser als Partner. Seine näselnde Stimme, sein Mittelscheitel und seine gezirkelte Gestik wurden seine Markenzeichen. In elf Filmen führte er Regie, u. a. in der Verfilmung der Operette „Frau Luna“ (1941) von Paul Lincke. Auch als Lustspielautor ist L. hervorgetreten.

  • Werke

    Schauspiele: Theophanes, 1947; Die Silberhochzeit; Johann; So kann man sich täuschen; Was wird hier gespielt. - Autobiographisches: Ich über mich, 1963; Ich bewundere, 1969; Das kann doch nicht wahr sein, 1974. - Weitere Rollen u. a. in d. Filmen: Das Flötenkonzert v. Sanssouci, 1930; Kleiner Mann, was nun? 1933; Opernball, 1939; Sieben J. Pech, 1941; Sieben J.|Glück, 1942; Der Theodor im Fußballtor, 1956; Der Lümmel v. d. ersten Bank, 1969.

  • Literatur

    R. Badenhausen u. P. Gorski (Hrsg.), Gustaf Gründgens, Briefe - Aufsätze - Reden, 1968; Trilse-Hammer-Kabel, Theaterlex., 1977; G. Salmony, Der Fürst d. Faxenmacher, Zum Tode v. Th. L., in: Süddt. Ztg. V. 13.11.1978; J. Reichow u. M. Hanisch, Filmschauspieler A-Z, 1980 (Verz. d. Filme); J. Heesters, Es kommt auf d. Sekunde an, 1978.

  • Autor

    Rolf Badenhausen
  • Empfohlene Zitierweise

    Badenhausen, Rolf, "Lingen, Theo" in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 622-623 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118728431.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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