Gruenter, Rainer

Lebensdaten
1918 – 1993
Geburtsort
Düsseldorf
Sterbeort
Wuppertal
Beruf/Funktion
Germanist ; Gründungsrektor der Gesamthochschule Wuppertal ; Historiker ; Hochschullehrer
Konfession
römisch-katholisch
Normdaten
GND: 118698478 | OGND | VIAF: 49253452
Namensvarianten

  • Gruenter, Kaspar Rainer (Reiner) Heinrich
  • Steprath, Caspar / Pseudonym
  • Gruenter, Rainer
  • Gruenter, Kaspar Rainer (Reiner) Heinrich
  • gruenter, kaspar rainer heinrich
  • Steprath, Caspar / Pseudonym
  • Grünter, Rainer
  • Gruenther, Rainer
  • Gruenter, Caspar Rainer (Reiner) Heinrich
  • gruenther, kaspar rainer heinrich
  • Steprath, Kaspar / Pseudonym
  • Grünther, Rainer

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Zitierweise

Gruenter, Rainer, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118698478.html [09.04.2026].

CC0

  • Gruenter, Kaspar Rainer (Reiner) Heinrich

    Pseudonym: Caspar Steprath

    1918 – 1993

    Germanist, Gründungsrektor der Gesamthochschule Wuppertal

    Rainer Gruenter war Pionier einer kulturgeschichtlichen Herangehensweise auch jenseits der Literaturwissenschaft. Quer durch die Literaturgeschichte, später insbesondere bei der Erforschung des 18. Jahrhunderts, galt sein Interesse v. a. zeitgenössischen Ästhetiken. Weit über sein Fach hinaus wirkte er als Gründungsrektor der Gesamthochschule Wuppertal während der Hochschul- und Bildungsreformen der 1960er und 1970er Jahre, die er auch als vielfältig produktiver Publizist mitgestaltete.

    Lebensdaten

    Geboren am 10. Juni 1918 in Düsseldorf
    Gestorben am 5. Februar 1993 in Wuppertal
    Grabstätte Klosterfriedhof des Nikolausklosters in Jüchen (Rhein-Kreis Neuss)
    Konfession römisch-katholisch
    Rainer Gruenter, Bergische Universität Wuppertal/Pressestelle (InC)
    Rainer Gruenter, Bergische Universität Wuppertal/Pressestelle (InC)
  • 10. Juni 1918 - Düsseldorf

    1924 - 1937 - Düsseldorf

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    Volksschule; seit 1928 Comenius-Gymnasium; seit 1932 Hindenburg-Realgymnasium

    1937 - 1937

    Reichsarbeitsdienst

    1937 - 1940 - Bonn; Köln; seit 1939 Jena

    Studium der Philosophie, Germanistik und Geschichtswissenschaft; seit 1939 auch der Kunstgeschichte

    Universität

    1940 - 1945 - Sowjetunion; Frankreich; Italien

    Kriegsdienst (zuletzt Artillerieoffizier); Unterbrechung durch ein Urlaubssemester

    Wehrmacht

    1945 - 1945 - Bellaria (Italien)

    Kriegsgefangenschaft

    britisch-US-amerikanisches Gefangenenlanger

    1945 - 1948 - Köln

    Studium der Philosophie, Germanistik, Geschichtswissenschaft und Kunstgeschichte

    Universität

    1947 - 1949 - Köln

    Hilfsassistent

    Philosophisches Seminar der Universität

    1949 - Köln

    Promotion (Dr. phil.)

    Universität

    1949 - 1952 - London

    Lektor für Deutsche Sprache und Literatur

    King’s College

    1952 - 1957 - Köln

    Wissenschaftlicher Assistent

    Universität

    1954 - 1954 - Cambridge (Massachusetts, USA)

    Teilnehmer

    Harvard International Seminar der Harvard University

    1956 - 1957 - Berlin-West

    Habilitation; Privatdozent für Deutsche Philologie

    Freie Universität

    1957 - Köln

    Umhabilitation; Privatdozent für Neuere deutsche Literatur

    Universität

    1958 - 1959 - Heidelberg

    Vertretungsprofessor für Ältere Germanistik

    Universität

    1959 - 1960 - Köln

    Vertretungsprofessor für Neuere Deutsche Literaturgeschichte

    Universität

    1960 - 1965 - Berlin-West

    ordentlicher Professor für Deutsche Philologie (ältere Germanistik)

    Freie Universität

    1965 - 1972 - Mannheim

    ordentlicher Professor für Ältere deutsche Literaturgeschichte und deutsche Sprache (Dekan 1965/66; Rektor 1968/69)

    Wirtschaftshochschule (seit 1967 Universität)

    1972 - 1983 - Wuppertal

    Rektor

    Gesamthochschule (seit 1980 Bergische Universität – Gesamthochschule)

    1972 - 1983 - Wuppertal

    Professor für Deutsche Philologie, seit 1975 für Literatur- und Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts

    Gesamthochschule (seit 1980 Bergische Universität – Gesamthochschule)

    1975 - 1983 - Wuppertal / Münster

    Leiter der Arbeitsstelle 18. Jahrhundert

    Gesamthochschule (seit 1980 Bergische Universität – Gesamthochschule)

    1986 - 1987 - Berlin

    Fellow

    Wissenschaftskolleg

    5. Februar 1993 - Wuppertal

    Aufgewachsen in Düsseldorf, erlangte Gruenter am dortigen Hindenburg-Gymnasium 1937 sein Abitur und nahm im Anschluss an den Reichsarbeitsdienst ein Studium v. a. der Germanistik (sowie der Geschichtswissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte) in Bonn auf, das er in Köln und 1939 in Jena fortsetzte. 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und war nach Kämpfen in Russland, Frankreich und Italien von Mai bis Oktober 1945 in einem alliierten Kriegsgefangenenlager in Bellaria (Italien) interniert, wo er die Lager-Universität besuchte. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs setzte Gruenter sein Studium in Köln fort, wo ihn v. a. die Privatissima Ernst Bertrams (1884–1957) begeisterten. 1949 wurde er mit einer ungedruckten Arbeit über den jungen Friedrich Hebbel (1813–1863) bei August Langen (1907–1983) und Heinrich Hempel (1885–1973), als dessen Assistent er seit 1952 wirkte, zum Dr. phil. promoviert.

    In seiner Dissertation versuchte Gruenter, ein „Stilbild“ zu zeichnen; ähnliche Erkenntnisinteressen verfolgte er zeitlebens. In historischer Denkart widmete er sich – gegenläufig zu einer sich zunehmend spezialisierenden Germanistik – vielen Themen, die von der Altgermanistik bis zur zeitgenössischen Literatur reichten und nicht auf deutschsprachige Autoren begrenzt blieben. Nach einem ersten längeren Aufsatz über „Formen des Dandysmus“ im Werk Ernst Jüngers (1895–1998) wandte sich Gruenter in seiner (ungedruckten) Habilitationsschrift 1956 dem Naturbild in der deutschen Dichtung des Mittelalters zu. Sein ungewöhnlich breites Programm betrieb er auch von 1957 bis 1992 als Herausgeber der literaturhistorischen Fachzeitschrift „Euphorion“, für die er Kollegen aus dem Ausland und aus Nachbardisziplinen gewann; enge Verbindungen im Fach unterhielt er u. a. zu Richard Alewyn (1902–1979), Arthur Henkel (1915–2005), Walther Killy (1917–1995), Eberhard Lämmert (1924–2015), Herbert Singer (1923–1970), Peter Szondi (1929–1971) und Peter Wapnewski (1922–2012). Intensiven Austausch pflegte er mit Philologen aus Nachbardisziplinen, u. a. mit Bernhard Fabian (geb. 1930), Paul Raabe (1927–2013), Fritz Schalk (1902–1980), Rudolf Sühnel (1907–2007) und Harald Weinrich (1927–2022).

    Weltläufigkeit kultivierte Gruenter in seiner Zeit von 1949 bis 1952 als Lektor am King’s College in London, die er als „meine entscheidenden Lehrjahre“ bezeichnete; 1954 ging er als Stipendiat an die Harvard University in Cambridge (Massachusetts, USA). Er plädierte für eine Öffnung des Fachs, u. a. für Impulse der Kritischen Theorie, und für eine Aufarbeitung der Geschichte der Germanistik seit ihren Anfängen. Nach Lehrstuhlvertretungen in Heidelberg und Köln erhielt Gruenter 1960 einen Ruf als Professor an die Freie Universität Berlin-West, die seinerzeit – wie seine folgenden Stationen Mannheim (seit 1965) und Wuppertal (seit 1972) – als Reformuniversität galt.

    Gruenter war intensiv in die Hochschulreformen der 1960er Jahre involviert, die er mit pointierten Beiträgen in großen Tageszeitungen und durch seine Mitwirkung in der Hochschulleitung mitgestaltete. Sein Rektorat an der 1967 zur Universität erhobenen Wirtschaftshochschule Mannheim endete bereits nach einem Jahr 1969 mit seinem Rücktritt wegen eines Dissenses mit dem Ministerium über die universitäre Grundordnung. Gruenter stand hier auf der studentischen Seite.

    Erfolgreicher wirkte Gruenter als Gründungsrektor der Gesamthochschule Wuppertal, deren Entwicklung er von 1972 bis 1983 auch dank eines gewinnend-präsidialen Auftretens, guter Vernetzung im Wuppertaler Großbürgertum und politischer Protektion innerhalb wie außerhalb der Gesamthochschule lenkte. Die Umwandlung der Gesamthochschule in eine Universität 1980 entsprach Gruenters Ambition, eine neue, vorbildliche Hochschule zu errichten, die einem Ideal von gelehrter Geselligkeit verpflichtet war, das sie von der Massenuniversität abheben sollte.

    Gruenter erforschte Ästhetiken, zumal solche von Landschaften, von der ältesten bis zur zeitgenössischen deutschen Literatur. Mit seinen facettenreichen Studien zu diesem Thema wurde er zum Pionier einer interdisziplinären kulturgeschichtlichen Herangehensweise. Er vertrat eine historisch kundige „Philologie als Lebensform“ („Wie, warum und zu welchem Ende wurde ich Literaturhistoriker?“, 1972). Von Wuppertal aus institutionalisierte er seine Forschungsinteressen seit 1975 in der „Arbeitsstelle 18. Jahrhundert“ und war 1977 Mitgründer der „Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts“, der er von 1984 bis 1988 als Präsident vorstand. Überhaupt verliehen die von ihm organisierten, als „performances“ verstandenen Kolloquien seiner Arbeitsstelle an gediegenen historischen Schauplätzen und die daraus hervorgegangenen Sammelbände der Aufklärungsforschung wirkungsvolle Impulse.

    Der auch in breitenwirksamen Zeitschriften und Zeitungen publizierende Gruenter pflegte einen künstlerischen Habitus. Seine einzige gedruckte Monografie („Abschiede“, 1968) ist charakteristischerweise eine Sammlung essayartiger eigener Reiseberichte. Besonders seine Adelsforschung brachte Gruenter einerseits Anerkennung, andererseits Kritik an aristokratischer Exzentrik ein, die manche dem Herausgeber von Texten Franz Mehrings (1846–1919), Oscar Wildes (1854–1900) und Eduard von Keyserlings (1855–1918) vorhielten. Als Hochschulrektor überaus respektiert und mit Auszeichnungen bedacht, blieben Gruenter gelehrte Ehrungen jenseits Wuppertals weitgehend versagt, obwohl und gerade weil er systematisch Wahrnehmungen und Bedeutungszuweisungen von Zeitgenossen erforschte, lange ehe solch facettenreiche Fragestellungen unter den Auspizien einer Neuen Kulturgeschichte reüssierten.

    1967–1993 Mitglied des Wissenschaftlichen Rats des Instituts für deutsche Sprache, Mannheim
    1973 Dr. phil. h. c., Université de Saint-Étienne (Département Loire, Frankreich)
    1982 Ehrenring der Stadt Wuppertal
    1984–1988 Präsident der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts, Wolfenbüttel
    1986 Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen
    1991 Kulturpreis des Deutschen Jagdschutz-Verbands
    1993 Ehrensenator der Bergischen Universität – Gesamthochschule Wuppertal
    1997 Rainer-Gruenter-Straße, Wuppertal-Elberfeld (Campus Freudenberg der Bergischen Universität – Gesamthochschule Wuppertal)

    Nachlass:

    Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar. (Vorlesungen, Vorträge, Aufsätze, Rezensionen, Materialsammlungen u. Notizen, Briefe, Kriegstagebücher u. -briefe, Zeitungsausschnitte)

    Universitätsarchiv Wuppertal. (u. a. Personalakte, Dienstakten, Überlieferungssplitter)

    Weitere Archivmaterialien:

    Universitätsarchiv Mannheim. (Berufungsakten, Akten aus der akademischen Selbstverwaltung, u. a. Handakte zur Gründungsversammlung und Senatsprotokolle)

    Universitätsarchiv Köln. (u. a. Lebenslauf als Anhang zur Dissertation)

    Archiv der Freien Universität Berlin. (Mitwirkung in der akademischen Selbstverwaltung, Lehre)

    Pfälzische Landbibliothek Speyer, Vorlass Wolfgang Adam. (Euphorion-Archiv, Korrespondenz)

    Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar. (Korrespondenz)

    Bundesarchiv-Militärarchiv, Freiburg im Breisgau, RW 59/2077, „Beförderungen Reserveoffiziere des Heeres.

    Monografien und Sammelbände:

    Der Prosastil des jungen Hebbel, 1949. (ungedr. Diss. phil.)

    Studien zu einem topischen Naturbild (locus amoenus) in der deutschen Dichtung des Mittelalters, 1956. (ungedr. Habilitationsschrift)

    Abschiede. Sechzehn Essays, 1968.

    Vier Reden, 1975.

    Remis. Eine preziöse Studie, 1988. (Privatdruck unter Pseudonym Caspar Steprath)

    Vom Elend des Schönen. Studien zur Literatur, hg. v. Heinke Wunderlich, 1988.

    Tristan-Studien, hg. v. Wolfgang Adam, 1993.

    Herausgeberschaften:

    Oscar Wilde, Werke in zwei Bänden, 1970, zahlr. Neuaufl.

    Franz Mehring, Die Lessing-Legende, 1972.

    Eduard von Keyserling, Werke, 1973.

    Aufsätze und Beiträge:

    Aus den Katakomben, in: Kölner Universitäts-Zeitung 2 (1947), S. 27–29.

    Formen des Dandysmus. Eine problemgeschichtliche Studie über Ernst Jünger, in: Euphorion 46 (1952), S. 170–201.

    Landschaft. Bemerkungen zur Wort- und Bedeutungsgeschichte, in: Germanisch-Romanische Monatsschrift N. F. 34 (1953), H. 3, S. 110–120.

    Der paradisus der Wiener Genesis, in: Euphorion 49 (1955), S. 121–144.

    Bauformen der Waldleben-Episode in Gotfrids „Tristan und Isold“, in: Richard Alewyn/Hans-Egon Hass/Clemens Heselhaus (Hg.), Gestaltprobleme der Dichtung. Günther Müller zu seinem 65. Geburtstag am 15. Dezember 1955, 1957, S. 21–48.

    Ernst Bertram zum Gedächtnis, in: Euphorion 51 (1957), S. 489–491.

    Die Zukunft unserer Bildungswelten, in: Gert Kalow (Hg.), Sind wir noch das Volk der Dichter und Denker? 14 Antworten, 1964, S. 116–123.

    Der Künstler als „démoralisateur“. Zum Zürcher Literaturstreit, in: Sprache im technischen Zeitalter 26 (1968), S. 93–102.

    Rede über Stefan George. Zum 100. Geburtstag (1868–1968), in: Euphorion 63 (1969), S. 149–166.

    Bemerkungen eines Germanisten zur Kritischen Theorie Max Horkheimers, in: Euphorion 64 (1970), S. 353–361.

    [ohne eigenen Titel], in: Siegfried Unseld (Hg.), Wie, warum und zu welchem Ende wurde ich Literaturhistoriker? Eine Sammlung von Aufsätzen aus Anlaß des 70. Geburtstags von Robert Minder, 1972, S. 100–105.

    Stefan George. Komm in den totgesagten Park und schau, in: Marcel Reich-Ranicki (Hg.), Frankfurter Anthologie, Bd. 2, 1977, S. 91–94.

    Hof- und Hofmeister-Literatur in Adelsbibliotheken, in: Euphorion 76 (1982), S. 361–388.

    Existenz als Arbeit. Über einige Mißverständnisse des Künstlers, in: Merkur 441 (1985), S. 1031–1036.

    Das Reich der Jahreszeiten. Einführung, in: Das Reich der Jahreszeiten. Eine Ausstellung der Präsidialabteilung der Stadt Zürich, 1989, S. 9–37.

    Der Niederrhein, in: Der Niederrhein 56 (1989), S. 71–77.

    Bibliografien:

    Renate Schusky, Verzeichnis der Schriften Rainer Gruenters, in: Bernhard Fabian (Hg.), Festschrift für Rainer Gruenter, 1978, S. 201–208.

    Publikationsverzeichnis (1978–1988) von Rainer Gruenter, in: Wolfgang Adam (Hg.), Das achtzehnte Jahrhundert. Facetten einer Epoche. Festschrift für Rainer Gruenter, 1988, S. 271–275.

    Hans Schwab-Felisch, Ästhetik und Entschlossenheit. Rainer Gruenter 60, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.6.1978, S. 27.

    Gotthardt Frühsorge, Virtuose Untertreibung. Zum 70. Geburtstag von Rainer Gruenter, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.6.1988, S. 31.

    Gert Mattenklott, Der Philologe als Elegiker. Rainer Gruenters „Vom Elend des Schönen“, in: Merkur 484 (1989), S. 525–529.

    Eberhard Straub, Wissenschaft und Lebensart. Melancholischer Historiker der höfischen Welt. Zum Tode des Germanisten Rainer Gruenter, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 6.2.1993, S. 28.

    Gotthardt Frühsorge, Rainer Gruenter zum Gedenken, in: Das achtzehnte Jahrhundert 17 (1993), S. 10–12.

    Wolfgang Adam, Nachruf Rainer Gruenter 10. Juni 1918–5. Februar 1993, in: Euphorion 87 (1993), S. I–IV.

    Jürgen Jacobs, Rainer Gruenter als Literaturhistoriker und wissenschaftlicher Essayist, in: Euphorion 88 (1994), S. 123–133.

    Wolfgang Adam, Die Zeitschrift „Euphorion“ in den Jahren 1950–1970, in: Petra Boden/Rainer Rosenberg (Hg.), Deutsche Literaturwissenschaft 1945–1965. Fallstudien zu Institutionen, Diskursen, Personen, 1997, S. 241–260.

    Hartmut Eggert, Abriss der Geschichte der Germanistik an der Freien Universität Berlin, in: Karol Kubicki/Siegward Lönnendonker (Hg.), Religionswissenschaft, Judaistik, Islamwissenschaft und Neuere Philologien an der Freien Universität Berlin, 2012, S. 99–145, bes. S. 102–114.

    Joachim Studberg, Das „Gesetz der kleinen Zahl“. Prof. Dr. Dr. h. c. Rainer Gruenter (1918–1993) und sein Verständnis der Gesamthochschule, in: Matei Chihaia/Georg Eckert (Hg.), Kolossale Miniaturen. Festschrift für Gerrit Walther, 2019, S. 147–158.

    Stephan Wolting, Undine Gruenter. Deutsche Schriftstellerin mit Ziel Paris, 2020, S. 92–105.

    Wolfgang Adam, Briefgespräch. Richard Alewyns letzter Brief an Rainer Gruenter, in: Euphorion 115 (2021), S. 477–491.

    Gerrit Walther/Joachim Studberg (unter Mitarbeit von Georg Eckert), 50 Jahre Bergische Universität Wuppertal. Erinnerungen an die Gründungszeit, 2022.

    Eckhardt Köhn, So träumt ein Neuling. Aus dem Feld in die Landschaft. Der Germanist Rainer Gruenter führte ein zweites Leben als Schriftsteller, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.3.2024, S. N3.

    Festschriften:

    Bernhard Fabian (Hg.), Festschrift für Rainer Gruenter, 1978. (P)

    Wolfgang Adam (Hg.), Das achtzehnte Jahrhundert. Facetten einer Epoche. Festschrift für Rainer Gruenter, 1988. (P)

    Wolfgang Adam (Hg.), Gedächtniskolloquium für Rainer Gruenter. 26./27. September 2008, Schloss Dyck, o. J. (Privatdruck, P)

    Lexikonartikel:

    Wolfgang Adam, Art. „Gruenter, Rainer. Pseudonym: Caspar Steprath“, in: Christoph König (Hg.), Internationales Germanistenlexikon 1800–1950, Bd. 1, 2003, S. 631–633.

    Bernd Haunfelder, Art. „Gruenter, Rainer“, in: ders., Nordrhein-Westfalen. Land und Leute 1946–2006. Ein biographisches Handbuch, 2006, S. 180.

    Anke Hees, „Art. Gruenter, Rainer (Ps. Caspar Steprath)“, in: Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert, Bd. 12, hg. v. Konrad Feilchenfeldt, 2008, S. 586 f.

    Fotografien, Archiv der Bergischen Universität Wuppertal.

  • Autor/in

    Georg Eckert (Wuppertal)

  • Zitierweise

    Eckert, Georg, „Gruenter, Rainer“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.04.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118698478.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA