Lebensdaten
1839 bis 1911
Geburtsort
Speyer
Sterbeort
Kufstein
Beruf/Funktion
Dichter
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118697498 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Frey, Friedrich Hermann (eigentlich (Greif ist Pseudonym))
  • Greif, Martin
  • Frey, Friedrich Hermann (eigentlich (Greif ist Pseudonym))
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Zitierweise

Greif, Martin, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118697498.html [22.09.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Maximilian Frey (* 1799), Reg.dir. in Bayreuth, Kab.rat v. Kg. Otto v. Griechenland, S d. Magistratsdieners Franz Xaver in Kirchenthumbach u. d. Wirts-T Margarete Förster aus Trockau;
    M Adelheid (* 1810), T d. Carl Chrstn. Gottlob Ehrmann gen. Stellwag (1776/78-1826, ev.), Dr. med., Kreismedizinalrat in S. (Adoptiv-S d. Dr. med. (Joh. Chrstn. Ehrmann, 1749–1827, Medizinalrat in Frankfurt/M., satir. Sonderling, Gründer d. „Ges. d. verrückten Hofräte“, Goethefreund, s. L) u. d. Anna Jos. Gyselinx aus Lüttich ( 1864);
    Vt Karl Gayer ( 1907), Prof. d. Forstwiss. (s. NDB VI); ledig.

  • Leben

    1859 trat G. als Kadett in die bayerische Armee ein, 1867 verließ er sie als Artillerieleutnant. Er lebte fortan als freier Schriftsteller in München, längere Zeit auch in Wien; Reisen führten ihn durch ganz Deutschland, Nord-, West- und Südeuropa. Zu nahen Freunden gehörten der Ästhetiker A. Bayersdorfer, der Spiritist K. Freiherr Du Prel, aber auch die Maler Thoma und Trübner, in Wien Heinrich Laube. Dem Münchener Dichterkreis um Geibel und Heyse blieb er fern. – G. begann als Lyriker mit „Gedichten“, 1860; Mörike empfahl ihn an Cotta. Dem 1. Drama, „Bertha und Ludwig“ (1861), folgten zahlreiche Bühnenwerke, die in ihrer Zeit durchaus erfolgreich waren, besonders „Prinz Eugen“ (1880, 51909, auch französisch). Das Beste aus dem „Buch der Lyrik“ jedoch gehört zum lebendigen Bestand deutscher Gedichte. G. ist vor allem Meister der Kleinform. Zeitgenossen empfanden ihn als „elementaren“ Lyriker. Wir sehen heute seinen Abstand sowohl zum Volkslied wie von Goethe und etwa Mörike, von denen er zweifelsohne herkommt. Dennoch erkennen wir seine Eigenart und seine Stärke im „objektiven Naturbild“, in einem beseelten Impressionismus. – In seinen Grenzen wirkt G. sympathisch als Dichter, stets lauter als Mensch.|

  • Auszeichnungen

    1909 Ehrenbürger d. Stadt u. Dr. h. c. d. Univ. München.

  • Werke

    Weitere W Gedichte, 1868, 81909 (darin Buch d. Lyrik, P);
    Werke, 5 Bde., hrsg. v. W. Kosch, 1909-12;
    [50] Gedichte, Ausw. u. Nachwort v. H. Thiele, 1947 (P).

  • Literatur

    F. Kastner, M. G. Bibliogr. zu s. Leben u. Werk (436 Nummern), 1959;
    W. Kosch, M. G. in s. Werken, 31941 (P);
    M. G.-H. d. Zs. f. d. dt. Unterricht 23, H. 6 u. 7, 1909 (P);
    H. Thiele, in: Pfälz. Lb. I, 1965 (L, P);
    Frels. Zu Ur-Gvm Chrstn. Ehrmann:
    ADB 48;
    S. M. Prem, Goethes Freund Ehrmann, in: Zs. f. d. dt. Unterricht 23, 1909, S. 414-22;
    Goethe-Hdb. I, 1961.

  • Portraits

    Ölgem. v. W. Trübner, 1876 (Frankfurt, Städel), Abb. in: Vom dt. Herzen, Die Blauen Bücher, 1917;
    Kohle- u. Kreidezeichnung v. Egger, 1909 (v. Dichter signiert) (im Bes. d. Stadt Speyer), Abb. in: M. G., Gedichte, 1947.

  • Autor/in

    Herbert Thiele
  • Empfohlene Zitierweise

    Thiele, Herbert, "Greif, Martin" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 29 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118697498.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA