Lebensdaten
1573 bis 1651
Geburtsort
Nürnberg
Sterbeort
wahrscheinlich Heidelberg
Beruf/Funktion
pfälzisch-schwedischer Staatsmann
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118666754 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kammermeister, Ludwig
  • Camerarius, Ludwig
  • Kammermeister, Ludwig
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Zitierweise

Camerarius, Ludwig, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118666754.html [20.01.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Joachim (1534–98), berühmter Arzt, Begründer des Nürnberger Collegium Medicorum, gab die Silva Hercynia des Joh. Thal u. das Kräuterbuch der Mathioli, das er durch eigene u. v. Geßner hinterlassene Abb. ergänzte, heraus (s. BLÄ I), S des Joachim s. (1);
    M Maria (1544–77), T des Balth. Rummel v. Lonerstadt, Pfleger zu Altdorf, u. der Kath. Tetzel zu Kirchensittenbach; Stiefmutter Ursula Hack v. Suhl, gen. Thill ( 1589);
    B u.a. Balth., kurpfälzischer Kammermeister ( 1603 Barbara, T des Leipziger u. Heidelberger Bgm. Reinhard Bachoff v. Echt (1544–1614), Schw des Juristen Reiner Bachoff v. Echt ([1575 bis um 1640], beide ADB I); Halbbruder Joachim (1566–1642), Arzt;
    Heidelberg 17.4.1599 Anna Maria Modesta (1580-1642 od. 1643), T des Dr jur. Gerh. Pastoir (1534–92), kurpfälzischer GR u. Kanzler (S des Aachener u. Kölner Syndicus Joh. Pastoir), u. der Marg. (1556–84), T des kurpfälzischen Rates u. Protonotars Wendelin Regensberger u. der Barb. Harer (N Melanchthons);K u. a. Joachim (1603–87), nach Studium der Rechte Page u. Sekr. Kg. Gustav Adolfs v. Schweden u. des Kanzlers Oxenstierna, 1637 im auswärtigen Dienst verwendeter schwedischer, seit 1645 kurpfälzischer Rat u. als solcher einer der pfälzischen Vertreter auf dem Westfälischen Friedenskongreß, Maria Modesta ( Frdr. Dorvilius, kurpfälzischer Rat), Anna Kath. (1601–83, 1642 Paul Straßburger, schwedischer Diplomat u. zeitweise Gesandter in Siebenbürgen).

  • Leben

    Das Lebenswerk von C. bestimmten in seltener Folgerichtigkeit die Einflüsse seines Elternhauses: Zum einen die um ein Zusammengehen der protestantischen Bekenntnisse bemühte Religiosität der Anhänger Melanchthons, der sogenannten Philippisten, die eng verbunden war mit der von Melanchthon und dem Großvater von C. ausgebildeten pädagogisch-nüchternen Form des Humanismus; zum andern das Gefühl höchster Bedrohung und eine daraus erwachsende unbedingte Kampfbereitschaft. Sie stand in Gegensatz zu der friedfertigeren Haltung der beiden Reformationshumanisten und entwickelte sich bei den allmählich immer näher an den Calvinismus heranrückenden Philippisten (Kryptocalvinisten) erst in den letzten drei Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts. C. wurde einer von denen, die diese in seiner Familie zunächst vor allem in der Wissenschaft sich auswirkenden und aus der Geistigkeit des 16. Jahrhunderts erwachsenen Anliegen in einem sehr weiten Bereich in den weltpolitischen Konflikten der ersten vier Jahrzehnte des 17. Jahrhunderts zur Entfaltung zu bringen vermochten. Dementsprechend repräsentierte er - und zwar mit großem Konservativismus, ja mit Starrheit - den Typ des christlichen Diplomaten, des eines rechten Realismus oft entbehrenden, trotz aller im übrigen bei ihm zu beobachtenden Pedanterie von einem kühnen Schwung beseelten politischen Idealisten und des gelehrten, nichtadligen Geheimen Rates betont humanistischer Bildung, der in Gegensatz stand zu der im Lauf seines Lebens neuerdings|immer weiter vordringenden höfisch-französischen Lebensform.

    C. studierte in Altdorf, Helmstedt, Leipzig, Italien und Basel die Rechte, wurde hier 1597 zum Doktor promoviert, arbeitete darauf am Reichskammergericht in Speyer und trat 1598 als Rat und Beisitzer am Hofgericht in kurpfälzischen Dienst. In Heidelberg wechselte er schon bald auf das Gebiet der Politik über, war 1603 und wieder 1608 Mitglied der pfälzischen Reichstagsgesandtschaft und trat gleichzeitig mehr und mehr bei den Einzelverhandlungen mit den Reichsständen und dem Kaiser hervor (Kurfürstentag von Fulda 1606, Gesandtschaft nach Prag 1609). 1611 rückte er zum Geheimen Rat auf und wurde - modern ausgedrückt - zum führenden Sachbearbeiter der pfälzischen Reichspolitik (Sprengung des Reichstags von 1613, Vertretung auf den Unionsversammlungen) unter der Oberleitung Christians von Anhalt, als dessen ausgesprochener Protegé er erscheint und dessen unstete und gefährliche, auf einen Umsturz der bestehenden Verhältnisse hinauslaufende Planungen er entwickeln und vertreten half. Nach vergeblichen Bemühungen um die Realisierung des C. besonders am Herzen liegenden und vermutlich auf ihn zurückgehenden Projektes, Maximilian von Bayern für die Annahme der Kaiserwürde zu gewinnen, siedelte er 1619 als Leiter der pfälzischen Kriegskanzlei nach Prag über und wurde 1620 böhmischer Geheimer Rat und schlesischer Vizekanzler, blieb aber gleichzeitig der eigentliche Leiter der Unionsversammlungen.

    Nach der Katastrophe in Böhmen hielt C. 1621 der pfälzischen Sache die Treue im Gegensatz zu Christian von Anhalt entsprechend seiner ernsteren, aber auch engeren Veranlagung. Er fand jedoch zunächst nicht die erwünschte Verwendung beim Winterkönig im Haag, sondern hatte 1621 und 1622 als Agent im Niedersächsischen Kreis und auf einer wenig glücklichen Gesandtschaft nach Dänemark zu wirken, wurde aber gleichzeitig damit betraut, die wichtige publizistische Auseinandersetzung mit der katholisch-ligistischen Partei zu führen. Im sogenannten Kanzleienstreit legte er erbeutete Schriftstücke als erster in relativ wissenschaftlicher, vollständiger Edition vor und machte damit auch bei der katholischen Partei Schule. Ferner zeichneten sich seine Flugschriften durch eine für die Verhältnisse des 17. Jahrhunderts bemerkenswerte Präzision und Abstandnahme von den üblichen Unflätigkeiten aus. In um so wirkungsvollerem Kontrast dazu konnte C. den Gedanken entwickeln, der seine Publikationen und - in vollkommener Weise seit 1623 - auch seine Politik beherrschte, daß es in erster Linie ein Religionskrieg sei, der geführt werde, und daß ein möglichst ganz Europa umfassender Vernichtungskampf gegen die habsburgisch-ligistische Koalition das einzig Erstrebenswerte sei. Seit 1623 im Haag Leiter der pfälzischen Exilpolitik, stellte er in ihr die religiöse Idee noch entschiedener als bisher gegenüber der in den vorangegangenen zwei Jahrzehnten angewachsenen dynastisch-chevaleresken Tendenz in den Vordergrund und widersetzte sich den damals von England betriebenen Ausgleichsverhandlungen nach Kräften. Statt dessen bemühte er sich, die Idee des Glaubenskampfes zu verbreiten, und, nachdem ein Versuch, bei Frankreich Hilfe zu erlangen, nicht zum Ziel führte, eine möglichst rein protestantische Koalition zustandezubringen.

    Bereits seit 1619 nebenamtlicher schwedischer Korrespondent, wurde er dabei schwedischerseits Ende 1623 als Adlatus des schwedischen Gesandten in den Niederlanden mit Führung der Verhandlungen über die „evangelische Allianz“ betraut, bei denen er entgegen der herrschenden Ansicht als einer der ersten innerhalb der europäischen Diplomatie mit Entschiedenheit die Meinung vertrat, daß sich nur von Gustav Adolf die Rettung der protestantisch-pfälzischen Sache erhoffen lasse, was sich hinsichtlich des gesamt-evangelischen Interesses bewahrheitete, nicht aber bei dem pfälzischen Streben nach Wiederherstellung der ursprünglichen pfälzischen Machtstellung. Seit 1626 schwedischer Gesandter und seit 1629 ordinari ambassadör in den Niederlanden, gelang es C. nicht, die förmliche Verlängerung des 1629 ablaufenden schwedisch-niederländischen Bündnisses zu erreichen. Doch erlangte er wenigstens weitere Subsidienzahlungen. Gleichzeitig übte er wichtigen Einfluß aus auf die Umstellung der schwedischen Diplomatie auf die Erfordernisse einer Großmacht, sowie als Berater Gustav Adolfs und Oxenstiernas in Fragen der schwedischen Bündnispolitik und des deutschen Krieges, wobei er sich mit Entschiedenheit für das Eingreifen Schwedens einsetzte und vermutlich auch für einen festen Zusammenschluß des Corpus Evangelicorum unter schwedischer Führung, wie es seiner schon immer sehr gesteigerten, und wenn nicht reichs-, so doch in etwa kaiserfremden Auffassung der reichsständischen Libertät entsprach. Von jeher in seinen Fähigkeiten begrenzt, mehr zum Anregen und Planen als zum Ausführen begabt, und besonders infolge seiner unrealistischen Sinnesart ungeeignet für Wirtschaftsverhandlungen, behielt C. nach Gustav Adolfs Tod 1632 zwar noch einige Zeit Einfluß, wurde aber praktisch bereits 1636 kaltgestellt und endgültig 1641 in den Ruhestand versetzt. Seitdem widmete er sich der schon früher begonnenen Anlage einer heute in der Bayerischen Staatsbibliothek verwahrten|Briefsammlung (Collectio Camerariana), die eine der wichtigsten Epistolarkollektionen zur Geschichte der Reformation, des Späthumanismus, des Philippismus und Kryptocalvinismus sowie des 30jährigen Krieges darstellt.

  • Werke

    u. a. Literae interceptae …, 1622;
    Prodromus oder Vortrab … nothwendiger Rettung … vornehmer Evangelischer …, 1622;
    Cancellaria Hispanica …, 1622;
    Achtsspiegel …, 1622;
    Mysterium iniquitatis eiusque vera apocalypsis siue secreta secretorum …, 1622;
    Ludouici … Camerarii … Apologia contra … in se publice sparsas calumnias, 1624 (alle o. O.);
    Huberti Langueti … ad Joachimum Camerarium patrem et Joachimum Camerarium filium … scriptae epistolae, Leiden 1646 (hrsg. u. eingeh v. C.).

  • Literatur

    ADB III;
    R. Koser, Der Kanzleienstreit, 1874, = Hallesche Abhh. z. Neueren Gesch. 1;
    E. Strickstrack, L. C. …, T. I, Diss. Halle 1879;
    M. G. Schybergson, Underhandlingarna om en Evangelisk Allians åren 1624-1625, Helsingfors 1880;
    ders., Sveriges och Hollands diplomatiska förbindelser 1621-1630, = Bidrag tili kännedom af Finlands natur och folk, utgifna af Finska Vetenskaps-Societeten, Bd. 36, ebenda 1881;
    M. Ritter, Dt. Gesch. im Za. d. Gegenref. u. d. 30j. Krieges, II u. III, 1895/1908;
    N. Ahnlund, Gustaf Adolf inför tyska kriget, Stockholm 1918;
    ders., Axel Oxenstierna I, ebenda 1940;
    C. F. Palmstierna, in: Den Svenska utrikesförvaltningens historia, Uppsala 1935, S. 69 ff. u. ö.;
    F. H. Schubert, Zur Charakteristik d. L. C., in: Personhistorisk Tidskrift 49, Stockholm 1951, S. 59-82;
    ders., Die pfälz. Exilregierung im 30j. Krieg, Ein Btr. z. Gesch. d. pol. Protestantismus, in: ZGORh 102, 1954, S. 575-680;
    ders., Die Niederlande z. Z. d. 30j. Krieges im Urteil d. Diplomat. Korps im Haag, in: Festschr. f. F. Schnabel, = HJb. 74, 1955, S. 252 bis 264;
    ders., L. C., Eine Biogr., 1955, = Münchener Hist. Stud., Abt. Neuere Gesch. I (W, L, P);
    Svenskt Biogr. Lex. (P).

  • Autor

    Friedrich Hermann Schubert
  • Empfohlene Zitierweise

    Schubert, Friedrich Hermann, "Camerarius, Ludwig" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 105-107 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118666754.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Camerarius: Ludwig C., nimmt in dem Stammbaum der berühmt gewordenen Mitglieder des Geschlechtes der Kammermeister die dritte Stelle ein: sein Großvater war der Humanist Joachim I., sein Vater der Nürnberger Arzt und Naturforscher Joachim II. Er selber wurde am 22. Jan. 1573 zu Nürnberg geboren, 1651. Zur juristischen Laufbahn bestimmt, besuchte er die Universitäten Leipzig, Helmstädt und Altdorf, weiterhin Italien und erwarb sich in Basel den Doctortitel (1597); hierauf beschäftigte er sich einige Zeit am Reichskammergericht zu Speier, von wo er, noch im J. 1598, in den Rath des|Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (als "Nebenrath"?) gezogen wurde. Fürs erste scheint er in Heidelberg vornehmlich als rechtskundiger Rath verwandt zu sein; den Angelegenheiten der auswärtigen, besonders der Reichspolitik, mit denen er wenigstens bis zum Januar 1602 nicht betraut worden war, trat er näher, als er im J. 1603 in die pfälzische Reichtagsgesandtschaft aufgenommen und um dieselbe Zeit zum Mitglied des "Oberraths", des höchsten Regierungscollegiums für auswärtige Politik und innere Landesregierung, ernannt wurde. (Nach einem Schreiben Anhalts, 26. Mai 1604, im Bernburger Archiv.) Von da ab erscheint er, sowol unter Friedrich IV. als unter Friedrich V., fast regelmäßig unter den pfälzischen Gesandten bei Reichstagen, Kurfürstenversammlungen und Unionsconventen, überhaupt wurde er vielleicht der thätigste Diplomat des kurpfälzischen Hofes für diejenigen Geschäfte äußerer Politik, die sich innerhalb der Grenzen des deutschen Reiches hielten. Verhängnißvoll ward es für ihn, daß er seit 1616 in die Umtriebe bezüglich der künftigen Kaiserwahl und der Nachfolge im Königreich Böhmen hineingezogen ward. Das Nähere über diese Verhandlungen wird die Biographie Friedrichs V. bringen. Hier genüge die Angabe, daß C., als sein Herr die böhmische Krone angenommen, im October 1619 mit ihm nach Prag zog, ihm während seines einjährigen Königthums als Begleiter, Rath und Gesandter unermüdlich diente, daneben noch von den schlesischen Ständen das Amt eines Vicekanzlers annahm, und endlich nach der Schlacht bei Prag (Nov. 1620) dem Kurfürsten Friedrich V. auf seiner Flucht folgte. Im J. 1621 finden wir ihn wieder in Heidelberg, im folgenden Jahre führt ihn eine Gesandtschaft nach Norddeutschland und Dänemark, im J. 1623 befindet er sich bei seinem Herrn im Haag. Seit der Niederlage Friedrichs V. war die Thätigkeit des C. eine doppelte: eine diplomatische und eine litterarische. Als gewandter Publicist hatte er schon im J. 1619 bei Friedrichs böhmischer Krönung den Auftrag erhalten, die Annahme dieser Krone in einem offenen Ausschreiben zu rechtfertigen. Als dann der litterarische Kampf zwischen bairischen und pfälzischen Publicisten im J. 1621 mit Herausgabe der "Anhaltischen Kanzlei" begann und bis zum J. 1628, in welchem das "Archiv der unirten Protestanten" erschien, geführt wurde, suchte C. in mehreren Broschüren die Enthüllungen und Beschuldigungen der Gegner mit Vertheidigung und Angriff zu erwidern (Näheres darüber bei Reinh. Koser, Der Kanzleienstreit. Halle 1874). Die diplomatischen Verhandlungen zum Zweck der Restitution Friedrichs V. brachten den nach allen Seiten thätigen Staatsmann seit 1623 mit der schwedischen Regierung in enge Beziehung. Dies hatte die Folge, daß Gustav Adolf ihn mit Bewilligung Friedrichs V. im J. 1626 zu seinem Rath und Bevollmächtigten, und endlich im J. 1629 zum ordentlichen Gesandten bei den Generalstaaten machte, welchen Posten er unter Gustav Adolf, unter der Regentschaft und in der ersten Zeit der Regierung Christians bekleidete. Im J. 1645 zog er sich, nachdem er einen ehrenvollen Abschied erlangt hatte, nach Gröningen zurück. "Du sammelst", sagte ihm damals Spanheim, "einen Schatz für den Staat, der demselben bei deinen Lebzeiten oder nach deinem Tode zu gute kommen wird." Dies bezog sich wol auf die von C. vorgenommene Sammlung und Sichtung seiner Correspondenz, der Briefe seiner Vorfahren und der Schreiben zahlreicher Gelehrten und Staatsmänner des 16. und 17. Jahrhunderts. Es wurde damals der Grund gelegt zu der berühmten Camerarischen Sammlung (darüber Halm in den Sitzungsberichten der Münchner Akademie, Philosoph.-histor. Cl. 1873 S. 341 ff.). C. selbst publicirte im Druck die "Epistolae H. Langueti ad J. Camerarium" (Gröningen 1646) und gab dem Spanheim das Material zur Edition von "Bongarsii epistolae ad Camerarium" (Leyden 1647). Im Juni des Jahres 1651 hatte C. die Genugthuung, nach Heidelberg und|der dem Erben seines früheren Herrn restituirten Pfalz zurückzukehren. Wenige Monate nachher, im October desselben Jahres, ist er gestorben.

    • Literatur

      Vgl. Freher, Theatrum virorum eruditorum. Nürnberg 1688. Will, Nürnberger Gelehrtenlexikon (nebst der Ergänzung von Nopitsch).

  • Autor

    M. Ritter.
  • Empfohlene Zitierweise

    Ritter, Moriz, "Camerarius, Ludwig" in: Allgemeine Deutsche Biographie 3 (1876), S. 724-726 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118666754.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA