Lebensdaten
1885 ‒ 1962
Geburtsort
Graz
Sterbeort
Hamburg
Beruf/Funktion
Mathematiker ; Hochschullehrer
Konfession
römisch-katholisch, seit 1913 evangelisch-lutherisch
Normdaten
GND: 118663801 | OGND | VIAF: 51770621
Namensvarianten
  • Blaschke, Wilhelm Johann Eugen
  • Blaschke, Wilhelm
  • Blaschke, Wilhelm Johann Eugen
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Zitierweise

Blaschke, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118663801.html [13.06.2024].

CC0

  • Wilhelm Blaschke, der sich als Geometer bezeichnete, gehörte zu den herausragenden Vertretern seines Faches und lieferte insbesondere Beiträge zur Differentialgeometrie. Er war Schöpfer neuer geometrischer Disziplinen, so der affinen Differentialgeometrie, der Integralgeometrie und der Theorie der Gewebe bzw. Waben. Aber auch die Funktionentheorie, Konvexe Körper und v. a. die Kinematik gehörten zu seinen Forschungsgebieten.

    Lebensdaten

    Geboren am 13. September 1885 in Graz
    Gestorben am 17. März 1962 in Hamburg
    Grabstätte Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg
    Konfession römisch-katholisch, seit 1913 evangelisch-lutherisch
    Wilhelm Blaschke, Universität Hamburg (InC)
    Wilhelm Blaschke, Universität Hamburg (InC)
  • Lebenslauf

    13. September 1885 - Graz

    1885 - 1903 - Graz

    Schulbesuch (Abschluss: Matura)

    k. k. erstes Staatsgymnasium

    1903 - 1905 - Graz

    Studium des Bauingenieurwesens (Abschluss: Erste Staatsprüfung)

    k. k. TH

    1905 - 1908 - Wien

    Studium der Mathematik (Abschluss: Lehramtsprüfung)

    TH; Universität

    - 1908 - Wien

    Promotion (Dr. phil)

    Universität

    1908 - 1908 - Bonn

    Studienaufenthalt

    Universität

    1908 - 1909 - Pisa

    Studienaufenthalt bei Luigi Bianchi (1856–1928)

    Scuola Normale Superiore

    1909 - Göttingen

    Studienaufenthalt

    Universität

    1910 - 1911 - Bonn

    Habilitation für Mathematik

    Universität

    1911 - 1913 - Greifswald

    Privatdozent mit Lehrauftrag

    Universität

    1913 - 1915 - Prag

    außerordentlicher Professor für Mathematik

    Deutsche TH

    1915 - 1917 - Leipzig

    etatmäßiger außerordentlicher Professor für Mathematik

    Universität

    1917 - 1919 - Königsberg (Preußen, heute Kaliningrad, Russland)

    ordentlicher Professor für Mathematik

    Universität

    1919 - 1919 - Tübingen

    ordentlicher Professor der Mathematik

    Universität

    1919 - 1953 - Hamburg

    ordentlicher Professor der Mathematik (1926/27 und 1941–1943 Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät)

    Universität

    1927 - 1928 - Hamburg

    Rektor

    Universität

    1928 - 1929 - Hamburg

    Prorektor

    Universität

    September 1945 - September 1946

    Entlassung

    1946 - 1953 - Hamburg

    Wiedereinsetzung als ordentlicher Professor der Mathematik

    Universität

    1953 - 1955 - Istanbul

    Gastprofessor

    Universität

    17. März 1962 - Hamburg
  • Genealogie

    Vater Josef Blaschke 1852–1917 Professor für descriptive Geometrie an der Oberrealschule in Graz
    Großvater väterlicherseits Johann Blaschke geb. 1804
    Großmutter väterlicherseits Franziska Blaschke, geb. Kuba geb. 1814
    Mutter Maria Blaschke, geb. Edle von Mor zu Morberg und Sunnegg 1864–1945
    Großvater mütterlicherseits Eugen Josef Johann Jacob Ritter von Mor zu Morberg und Sunnegg 1823–1879
    Großmutter mütterlicherseits Caroline Therese Edle von Mor zu Morberg und Sunnegg, geb. Zeilinger 1836–1913
    1. Heirat 1913 in Graz
    Ehefrau Claudine (Dina) Josefa Antonie Maria Zar 1893–1967 Dolmetscherin
    Tochter Ute Blaschke 1918–1924
    Tochter Renate Schlöge, geb. Blaschke geb. 1921
    Scheidung 24.2.1923
    2. Heirat 10.4.1923 in Hamburg
    Ehefrau Auguste Meta Anna Blaschke, geb. Röttger 1893–1992 aus Hamburg; Buchhalterin, Hotelfachfrau
    Schwiegervater Ernst August Heinrich Wilhelm Röttger 1862–1899 Heizer am Hamburger Hafen
    Schwiegermutter Rebecka Margaretha Röttger, geb. Ebeling 1869–1938
    Tochter Gudrun Berta Maria Seehofer, geb. Blaschke geb. 1925
    Sohn Ulf Wilhelm Paul Blaschke 1930–2011
    Diese Grafik wurde automatisch erzeugt und bietet nur einen Ausschnitt der Angaben zur Genealogie.

    Blaschke, Wilhelm (1885 ‒ 1962)

    • Vater

      Josef Blaschke

      1852–1917

      Professor für descriptive Geometrie an der Oberrealschule in Graz

      • Großvater väterlicherseits

        Johann Blaschke

        geb. 1804

      • Großmutter väterlicherseits

        Franziska Blaschke

        geb. 1814

    • Mutter

      Maria Blaschke

      1864–1945

      • Großvater mütterlicherseits

        Eugen Josef Johann Jacob Ritter von Mor zu Morberg und Sunnegg

        1823–1879

      • Großmutter mütterlicherseits

        Caroline Therese Edle von Mor zu Morberg und Sunnegg

        1836–1913

    • 1.·Heirat

      in

      Graz

      • Ehefrau

        Claudine (Dina) Zar

        1893–1967

        Dolmetscherin

    • 2.·Heirat

      in

      Hamburg

      • Ehefrau

        Claudine (Dina) Zar

        1893–1967

        Dolmetscherin

  • Biografie

    Nach der Matura 1903 in Graz studierte Blaschke hier an der TH Bauingenieurwesen und seit 1905 Mathematik an der Universität Wien, wo er 1908 bei Wilhelm Wirtinger (1865–1945) mit der Dissertation „Über eine besondere Art von Curven 4ter Classe“ zum Dr. phil. promoviert wurde. Es folgten Studienaufenthalte in Bonn, Pisa und Göttingen, bei denen er von Luigi Bianchi (1856–1928), Autor zahlreicher Lehrbücher über Differentialgeometrie, und Felix Klein (1849–1925), dem Verfasser des „Erlanger Programms“, beeinflusst wurde.

    Blaschke habilitierte sich 1910 mit einer Schrift zur Geometrie der Speere an der Universität Bonn für Mathematik. Seit 1911 wirkte er als Privatdozent an der Universität Greifswald, beschäftigte sich intensiv mit der Kinematik und veröffentlichte, an Arbeiten Eduard Studys (1862–1930) anknüpfend, seine Abhandlung „Euklidische Kinematik und nichteuklidische Geometrie“ (1911). Hier führte er den Begriff der kinematischen Abbildung als „eine Abbildung der Geraden des Raumes auf geordnete Punktepaare einer Ebene“ (Gesammelte Werke, Bd. 2, S. 36) ein. Dieses Abbildungsprinzip, das, wie Blaschke erwähnte, ebenfalls der in Prag wirkende Geometer Josef Grünwald (1876–1911) eingeführt hatte, verknüpft die ebene Kinematik mit der räumlichen Geometrie.

    1913 folgte Blaschke einem Ruf als außerordentlicher Professor für Mathematik an die Deutsche TH Prag und 1915 als etatmäßiger außerordentlicher Professor für Mathematik an die Universität Leipzig, wo seine lebenslange Freundschaft mit Gustav Herglotz (1881–1953) begann. Dort veröffentlichte Blaschke 1916 sein Werk „Kreis und Kugel“, in dem er v. a. isoperimetrische Probleme behandelte. Mit diesem vielfach nachgedruckten Werk lieferte Blaschke einen wichtigen Beitrag zur Konvexgeometrie und stellte seinen Auswahlsatz vor.

    Blaschke erhielt 1917 einen Ruf als ordentlicher Professor für Mathematik an die Universität Königsberg (Preußen, heute Kaliningrad, Russland) und 1919 an die Universität Tübingen, bevor er im selben Jahr an der neugegründeten Universität Hamburg als Professor für Mathematik seine Lebensstellung fand. Unter seiner Leitung erlangte das Hamburger Seminar für Mathematik (seit 1925 Mathematisches Seminar) eine führende Position nicht nur in Deutschland, sondern auch international. Rufe an die Universität Heidelberg (1920), die Universität Berlin (1920), die TH Stuttgart (1922), die TH Graz (1923), die Universität Leipzig (1928) und die Universität Jena (1934) lehnte er ab.

    In seinem Werk „Vorlesungen über Differentialgeometrie und geometrische Grundlagen von Einsteins Relativitätstheorie“ (3 Bde., 1921–1929) stellte Blaschke nicht nur die klassische Differentialgeometrie vor, sondern erstmals auch die affine Differentialgeometrie unter Berücksichtigung der von Klein in dessen „Erlanger Programm“ formulierten Aspekte, nämlich anhand der Gruppentheorie.

    1927 zum Rektor der Universität Hamburg gewählt, sprach Blaschke in seiner Rektoratsrede über „Leonardo und die Naturwissenschaften“. Die Geschichte der Mathematik und der Naturwissenschaften beschäftigte ihn auch weiterhin, so veröffentlichte er u. a. Aufsätze zur Geometrie der Griechen, zu Regiomontanus (1436–1476), Leonhard Euler (1707–1783) und Carl Friedrich Gauß (1777–1855).

    Seit 1928 widmete sich Blaschke wieder anhand gruppentheoretischer Aspekte topologischen Fragen der Differentialgeometrie sowie insbesondere der Theorie der Gewebe, später als Waben bezeichnet. Zur Beschäftigung mit dem neuen Gebiet der Integralgeometrie wurde Blaschke von Herglotz inspiriert; er publizierte zwischen 1935 und 1938 20 Abhandlungen dazu und seine „Vorlesungen über Integralgeometrie“ (2 Hefte, 1935/37). Darüber hinaus setzte sich Blaschke mit der Geometrie der konvexen Körper, Funktionen- und Potentialtheorie auseinander.

    Blaschke hielt im Ausland zahlreiche Vorlesungen, die veröffentlicht wurden, und nahm mehrere Gastprofessuren wahr, u. a. 1931 an der University of Baltimore (Maryland, USA), 1932 an der University of Chicago (Illinois, USA) und nach seiner Emeritierung 1953 an der Universität Istanbul. 1932 unternahm er eine Weltreise, die ihn u. a. nach Indien, China, Japan und in die USA führte. Anlässlich der Reichsgründungsfeier der Universität Hamburg am 18. Januar 1933 stellte er in seinem Vortrag „Wissenschaftspflege im Ausland“ seine auf dieser Weltreise gewonnenen Erkenntnisse vor. Zugleich pflegte er Kooperationen mit in- und ausländischen Kollegen, z. B. mit Study, Gerrit Bol (1906–1989), Enrico Bompiani (1889–1975), Raj Chandra Bose (1901–1987), Jules Dubourdieu (1903–1986), Gerhard Hessenberg (1874–1925), Günter Howe (1908–1968), Hans Robert Müller (1911–1999), Georg Alexander Pick (1859–1942), Hans Reichardt (1908–1991) und Kurt Reidemeister (1893–1971), sowie mit mehreren seiner ehemaligen Doktoranden.

    1937 wurde Blaschke Mitglied der NSDAP und begrüßte den „Anschluss“ Österreichs 1938; durch diesen wurde er deutscher Staatsbürger, was er auch nach 1945 blieb. Am 31. August 1945 wurde Blaschke auf Anordnung der britischen Militärregierung entlassen, erhielt jedoch am 23. Oktober 1946 seine alte Stelle zurück, da er zahlreiche Fürsprecher hatte und die Anschuldigungen, die zwei Kollegen gegen ihn erhoben hatten, entkräften konnte. In der Nachkriegszeit trat Blaschke v. a. als Lehrbuchautor hervor, u. a. von „Projektive Geometrie“ (1947), „Analytische Geometrie“ (1948), „Einführung in die Differentialgeometrie“ (1950), „Geometrie der Waben“ (1955) und „Kinematik und Quaternionen“ (1960).

    In seinen 248 Nummern umfassenden Schriften widmete er sich bevorzugt der Geometrie und übte entscheidenden Einfluss insbesondere auf die Entwicklung der Differentialgeometrie auf. Als international angesehener und gut vernetzter Wissenschaftler veröffentlichte Blaschke in vielen Sprachen, so auf Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch; mehrere seiner Werke wurden übersetzt, u. a. in das Russische, Bulgarische, Türkische und Griechische. Zwischen 1920 bis 1953 betreute er insgesamt 32 Doktoranden, darunter Boyan Petkantschin (1907–1987), der später an der Universität Sofia wirkte. Shiing-shen Chern (1911–2004) ist wohl Blaschkes berühmtester Schüler.

  • Auszeichnungen

    1908 Mitglied der Deutschen Mathematiker-Vereinigung
    1908 Mitglied des Circolo matematico di Palermo
    1911 Mitglied der Berliner Mathematischen Gesellschaft
    1919 einheimisches Mitglied der Mathematischen Gesellschaft in Hamburg (1940 Ehrenmitglied)
    1927 Alfred Ackermann-Teubner Gedächtnispreis der Universität Leipzig
    1929 Mitglied der Königsberger Gelehrten Gesellschaft
    1936 Ehrenmitglied der Rumänischen Mathematischen Gesellschaft
    1937 korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, Leipzig (weiterführende Informationen)
    1937 Ernst-Abbe-Gedenkpreis
    1937 korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München (weiterführende Informationen)
    1937 Ehrenmitglied der Academia de Științe din România
    1938 korrespondierendes Mitglied der Reale Accademia delle Scienze, Neapel
    1938 korrespondierendes Mitglied der Accademia Peloritana, Messina
    1938 auswärtiges Ehrenmitglied der Wiskundig Genovtschap, Amsterdam
    1939 Dr. math. h. c., Universität Sofia
    1939 Komturkreuz des bulgarischen Alexanderordens
    1939 Mitglied der Accademia Patavina di Scienze, Lettere ed Arti, Padua
    1942 Dr. math. h. c., Universität Padua
    1943 Mitglied der Leopoldina
    1949 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
    1950 Mitglied der Real Academia de Ciencias y Artes, Barcelona
    1950 Mitglied der Real Acacemia di Ciencias Exactas Fisicas y Naturales, Madrid
    1951 korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien (1954 Ehrenmitglied)
    1953 Mitglied des Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti, Venedig
    1954 Nationalpreis der DDR, Berlin-Ost
    1957 Ehrenmitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften, Berlin-Ost (weiterführende Informationen)
    1957 Ehrenmitglied der Universidad de Chile, Facultad de Ciencias Fisicas y Matematicas, Santiago de Chile
    1958 Mitglied der Accademia Nazionale dei Lincei, Rom
    1960 Dr. h. c., Universität Greifswald
    1960 Dr. h. c., TH Karlsruhe
    1961 Jungius-Medaille der Joachim-Jungius-Gesellschaft, Hamburg
  • Quellen

    Nachlass:

    Wilhelm Blaschke-Gedächtnis-Stiftung, Hamburg.

    Alexander Odefey, Verzeichnis des wissenschaftlichen Nachlasses von Wilhelm Blaschke (1885–1962), in: Mitteilungen der Mathematischen Gesellschaft in Hamburg 27 (2008), S. 141–166.

    Elena Roussanova, Der neu hinzugekommene Teil des Nachlasses von Wilhelm Blaschke, in: Mitteilungen der Mathematischen Gesellschaft in Hamburg 41 (2021), S. 67–72.

    Weitere Archivmaterialien:

    Staatsarchiv Hamburg 361-6 I 0128; 361-6 IV 0086; Ed 13 464; 113-5 BV 40 UA 7; 113-5 BV 98; 731-8 A 752. (Personalakte; amtliche Korrespondenz)

    Staatsarchiv Hamburg, 731-8 A 858. (Wilhelm Blaschke-Gedächtnis-Stiftung)

    Staatsarchiv Hamburg, Uni I, 1). 10.10. (Entnazifizierungsakte)

  • Werke

    Werkausgabe:

    Werner Burau/Shiing-shen Chern/Kurt Leichtweiß/Hans Robert Müller/Luis A. Santalo/Udo Simon/Karl Strubecker (Hg.), Wilhelm Blaschke. Gesammelte Werke, 6 Bde., 1982–1986.

    Monografien:

    Kreis und Kugel, 1916, Nachdr. 1949, 2. durchges. u. verbess. Aufl. 1956, Nachdr. 2021.

    Vorlesungen über Differentialgeometrie und geometrische Grundlagen von Einsteins Relativitätstheorie, 3 Bde., 1921–1929.

    Klein, Felix. Vorlesungen über höhere Geometrie, 31926, Nachdr. 1949 u. 1968. (Hg.)

    Leonardo und die Naturwissenschaften. Rede, gehalten am 10. November 1927, zum Antritt des Rektoramts an der Universität Hamburg, 1928.

    Wissenschaftspflege im Ausland. Rede, gehalten bei der Reichsgründungsfeier der Hamburgischen Universität am 18. Januar 1933, 1933.

    Vorlesungen über Integralgeometrie I., 1935, 2. erw. Aufl. 1936.

    Vorlesungen über Integralgeometrie II., 1937, Nachdr. mit 1. Teil 1949, 3. überarb. u. erw. Aufl., 1955.

    Mathematik und Leben, 1940, 21941, 31951, bulgar. 1941.

    Projektive Geometrie, 1947, 21948, 31954.

    Analytische Geometrie, 1948, 21954.

    Einführung in die Differentialgeometrie, 1950, 2. Aufl. mit Hans Reichardt, 1960, russ. 1957.

    Einführung in die Geometrie der Waben, 1955, russ. 1959, türk. 1962.

    Reden und Reisen eines Geometers, 1957, 2. erw. Aufl. 1961.

    Kinematik und Quaternionen, 1960.

    Aufsätze:

    Untersuchungen zur Geometrie der Speere in der Euklidischen Ebene, in: Monatshefte für Mathematik und Physik 21 (1910), S. 3–60. (umgearb. Diss. phil., 1. Teil Habilitationsschrift)

    Zur Geometrie der Speere im Euklidischen Raume, in: Monatshefte für Mathematik und Physik 21 (1910), S. 201–308. (2. Teil Habilitationsschrift)

    Euklidische Kinematik und nichteuklidische Geometrie, in: Zeitschrift für Mathematik und Physik 60 (1911), S. 61–91 u. 203 f.

  • Literatur

    Monografien:

    Uta Hartmann, Heinrich Behnke (1898–1979). Zwischen Mathematik und deren Didaktik, 2009. S. 9–12, 31 f., 56–58, 100–103 u. 191.

    Sanford Segal, Mathematicians under the Nazis, 2003.

    Aufsätze:

    Walter Benz, Das Mathematische Seminar der Universität Hamburg in seinen ersten Jahrzehnten, in: Jahrbuch Überblicke Mathematik (Mathematical Surveys) 16 (1983), S. 191–202.

    Karin Reich, Materialien zu Mathematikern, die in Hamburg gewirkt haben. (I). Stationen im wissenschaftlichen Werdegang Wilhelm Blaschkes, in: Mitteilungen der Mathematischen Gesellschaft 16 (1997), S. 137–154.

    Peter Ullrich, Wilhelm Blaschke in seinen Schreiben an Friedrich Engel. 1911–1924, in: Mitteilungen der Mathematischen Gesellschaft in Hamburg 19 (2000), S. 69–130.

    Karin Reich, Das Goldene Zeitalter des Mathematischen Seminars in Hamburg (1919–1945), in: Mitteilungen der Mathematischen Gesellschaft in Hamburg 26 (2007), S. 125–146.

    Elena Roussanova, Wilhelm Blaschke über Pascual Jordan. Ein Dokument aus dem Briefarchiv von Wilhelm Blaschke, in: Mitteilungen der Mathematischen Gesellschaft in Hamburg 30 (2011), S. 181–189.

    Karin Reich, Wilhelm Blaschkes Beziehungen zu Italien, in: Mitteilungen der Mathematischen Gesellschaft in Hamburg 34 (2014), S. 109–161.

    Benedikt Löw/Deniz Sarikaya, Die ersten hundert Jahre Mathematik an der Hamburger Universität, in: Rainer Nicolaysen/Eckart Krause/Gunnar B. Zimmermann (Hg.), 100 Jahre Universität Hamburg, Bd. 4: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Medizin, 2023. (in Vorbereitung)

    Wolfgang A. F. Ruppert/Peter W. Michor, Kurzbiographie Wilhelm Blaschke, in: David E. Rowe/Klaus Volkert (Hg.), Mathematik in Österreich und die NS-Zeit, 2023. (in Vorbereitung)

    Lexikonartikel:

    J. C. Poggendorffs biographisch-literarisches Handwörterbuch der exakten Naturwissenschaften, Bd. 5, 1925, S. 124, Bd. 6, 1936, S. 239, Bd. 7a, 1956, S. 195 f. u. Bd. 8, 1997, S. 424.

    Christoph J. Scriba, Art. „Blaschke, Wilhelm Johann Eugen“, in: Dictionary of Scientific Biography, Bd. 2, 1970, S. 191 f.

    Günther Eisenreich, Art. „Blaschke, Wilhelm“, in: Siegfried Gottwald/Hans-Joachim Ilgauds/Karl-Heinz Schlote (Hg.), Lexikon bedeutender Mathematiker, 1990, S. 60.

    John J. O’Connor/Edmund F. Robertson, Art. „Wilhelm Johann Eugen Blaschke“, in: MacTutor History of Mathematics Archive, 2004. (Onlineressource)

  • Onlineressourcen

  • Porträts

    Medaille der Wilhelm Blaschke-Gedächtnis-Stiftung.

    Fotografien, 1927–1959, Oberwolfach Photo Collection. (Onlineressource)

  • Autor/in

    Karin Reich (Berlin)

  • Zitierweise

    Reich, Karin, „Blaschke, Wilhelm“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.04.2023, URL: https://www.deutsche-biographie.de/118663801.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA