Lebensdaten
1878 bis 1944
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Bassenheim
Beruf/Funktion
Schriftstellerin
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118588796 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Nostitz, Helene von
  • Hindenburg, Helene von (geborene)
  • Beneckendorf und Hindenburg, Helene von (geborene)
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Zitierweise

Nostitz-Wallwitz, Helene von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118588796.html [15.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Konrad Otto Heinrich v. Beneckendorf u. Hindenburg (1839–1913), preuß. Gen.major, S d. Hans Friedrich Otto (1802–61), preuß. Landrat u. Bes. d. Rittergutes Katlewo, u. d. Justina Anna Henriette Quednau (1812–85);
    M Sophie Thusnelde Wilhelmine (1851–1933), T d. Fürsten Georg Münster v. Derneburg (1820–1902), hann. Gesandter in St. Petersburg, dt. Botschafter in London u. Paris (s. NDB 18), u. d. Alexandrine Fürstin Galitzin;
    1904 Alfred v. Nostitz-Wallwitz (1870–1953), sächs. Diplomat u. Verw.beamter, S d. Oswald (1830–85), sächs. Bundesratsbeauftragter u. Rittergutsbes. v. Waldheim, u. d. Anna v. Wilkens-Hohenau (1842–1923);
    S u. a. Oswalt (1908–97), Übersetzer, 1937-45 Legationssekr. im Auswärtigen Dienst, später Mitarbeiter d. EG-Kommission in Brüssel, Vors. d. Bundesverbands dt. Autoren (s. W, L).

  • Leben

    Das Leben N.s, die aus einer begüterten Familie stammte, wurde durch Geselligkeit, ästhetisch-literarische Freundschaften und Reisen bestimmt. Noch im Elternhaus lernte sie u. a. Harry Gf. Kessler und Henry van de Velde kennen. Während der Zeit der Pariser Weltausstellung 1900 begann eine Freundschaft mit Auguste Rodin. Nach der Heirat übersiedelte N. nach Dresden. Die Karriere des Gatten in der sächs. und weimar. Verwaltung und Diplomatie bedingte mehrere Ortswechsel. Bis zum Zusammenbruch des Kaiserreiches lebte die Familie in Weimar, Auerbach, Leipzig, Wien und nach 1918 vorwiegend in Berlin. In Weimar konnte N. durch die Vermittlung von Kessler und van de Velde ein freundschaftliches Verhältnis zu Hugo v. Hofmannsthal und Rainer Maria Rilke anknüpfen. Nachdem die mondäne Welt, der sie angehörte, im 1. Weltkrieg untergegangen war, begann N. zu publizieren, um einen verlorenen Glanz der vorangegangenen Epoche für die Zeitgenossen zu erschließen. N. bemühte sich, auch nach 1918 ihre gesellschaftlich-ästhetische Lebensweise durch Teegesellschaften in ihrem Hause und durch Auslandsreisen aufrecht zu erhalten. Zwei Reisen in die USA finanzierte sie durch Vorträge über Rodin und Paul v. Hindenburg. Die an sie und ihre Mutter gerichteten Briefe Rodins hat sie selbst ediert (Auguste Rodin, Briefe an zwei dt. Frauen, 1936). Ihren Briefwechsel mit Hugo v. Hofmannsthal publizierte ihr Sohn.

  • Werke

    Aus d. alten Europa, Menschen u. Städte, 1924, 51979 (mit e. Vorwort v. K. Krolow);
    Rodin in Gesprächen u. Briefen, 1927, 21930, 31955;
    Hindenburg at home, an intimate biography, 1931;
    Berlin, Erinnerung u. Gegenwart, 1938;
    Festl. Dresden, Die Stadt Augusts d. Starken, 1941;
    H. v. Hofmannsthal – H. v. N., Briefwechsel, hg. v. Oswalt v. N., 1965;
    R. M. Rilke – H. N., Briefwechsel, hg. v. dems., 1977.

  • Literatur

    Oswalt v. Nostitz, Muse u. Weltkind, Das Leben meiner Mutter H. v. N., 1991 (P);
    GHdA 13, 1975, S. 363-65;
    Rhdb.;
    Kosch, Lit.-Lex.3;
    Killy.

  • Portraits

    Marmorbüste v. Rodin, Abb. b. O. v. N. (s. L).

  • Autor/in

    Josef Matzerath
  • Empfohlene Zitierweise

    Matzerath, Josef, "Nostitz-Wallwitz, Helene von" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 356 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118588796.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA