Lebensdaten
1876 bis 1947
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Oakland (Kalifornien)
Beruf/Funktion
Schriftsteller ; Feuilletonist
Konfession
jüdisch?
Normdaten
GND: 118505033 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Auernheimer, Raoul Othmar
  • Heimern, Raoul (Pseudonym)
  • Othmar, Raoul (Pseudonym)
  • mehr

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Zitierweise

Auernheimer, Raoul, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118505033.html [21.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Johannes Wilhelm Auernheimer, Kaufmann;
    M Charlotte Büchler;
    1906 Irene Leopoldine Guttmann, Budapest.

  • Leben

    Trotz seiner unwienerischen Herkunft (Sohn eines reichsdeutschen Vaters und einer ungarischen Mutter) war A. durchaus ein „Wiener Kind“: Hier absolvierte er seine Studien, veröffentlichte in kleinen Zeitschriften seine ersten Skizzen, wurde 1906 durch seinen Onkel Theodor Herzl in die Redaktion der „Neuen Freien Presse“ eingeführt, wo ihm später das Burgtheaterreferat zufiel, das er bis 1933 innehatte. Im März 1938 wurde er als Vizepräsident des Österreichischen Pen-Clubs verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau gebracht. 1939 gelang ihm die Emigration nach USA, wo er bis zu seinem Tode lebte. A.s Begabung stand ganz im Banne des Traditionalismus; in seinen Werken betont er stets die wienerische Note, und „liebenswürdig“ ist die treffendste Bezeichnung für sein Schaffen. Seine Stärke liegt auf dem Gebiet der Novelle und der Komödie. Ein Buch über Metternich, eines über Grillparzer und eine Autobiographie unter dem Titel „Das Wirtshaus zur verlorenen Zeit“ (Wien 1948) entstanden in Amerika.

  • Werke

    Weitere W Novellen: Laurenz Hallers Praterfahrt, 1913;
    Der Geheimniskrämer, 1919;

    Evarist u. Leander, 1931;

    Gottlieb Weniger dient d. Gerechtigkeit, Wien 1934;
    Lustspiele: Das Paar nach d Mode, 1913;

    Die verbündeten Mächte, 1915;

    Casanova in Wien, 1924 (ausgezeichnet mit d. Volkstheaterpreis); s. a. Wer ist wer, Lex. österr. Zeitgenossen, Wien 1937.

  • Literatur

    Nagl-Zeidler-Castle IV, 1937, S. 1737 f. (P); Kosch, Lit.-Lex. I (W).

  • Portraits

    in: Das Wirtshaus z. verlorenen Zeit, Wien 1948.

  • Autor/in

    Alfred Zohner
  • Empfohlene Zitierweise

    Zohner, Alfred, "Auernheimer, Raoul" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 435 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118505033.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA