Lebensdaten
1858 bis 1901
Geburtsort
Eisleben
Sterbeort
Potsdam
Beruf/Funktion
Erdmagnetiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117512567 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Eschenhagen, Johann Friedrich August Max
  • Eschenhagen, Max
  • Eschenhagen, Johann Friedrich August Max
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Zitierweise

Eschenhagen, Max, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117512567.html [16.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Gustav (1817–1905), Zimmermeister u. Stadtrat in Eisleben, S des Sup. Joh. David in Großörner b. Hettstedt;
    M Luise (1825–98), T des Markscheiders Joh. Frdr. Böhnert;
    Ebersdorf b. Pirna 1891 Rosalie (1869–1914), T des Rittergutsbesitzers Karl-Heinr. Hähnel;
    3 S.

  • Leben

    E. studierte von 1877 an in Halle Mathematik, Physik und beschreibende Naturwissenschaften, promovierte 1880 und ging nach Ablegung des Staatsexamens zunächst in den Schuldienst. 1883 wurde er dem Reichskommissar für das Polarjahr 1882/83 zugeteilt und berechnete unter G. von Neumeyer und C. Börgen die erdmagnetischen Beobachtungen der deutschen Polarjahrstationen. Anschließend begann er als Assistent am Marineobservatorium Wilhelmshaven mit einer erdmagnetischen Landesaufnahme in engem Rahmen, indem er die Elemente für 40 Stationen in Nordwestdeutschland berechnete. 1889 wurde E. als Vorsteher an das neu geschaffene, dem Preußischen Meteorologischen Institut angeschlossene Magnetische Observatorium Potsdam berufen. – E. steht am Anfang der modernen erdmagnetischen Wissenschaft. Durch die vorbildliche Einrichtung und die Bearbeitung der Beobachtungen, E.s ureigenes Werk, wurde das Postdamer Observatorium beispielhaft für alle ähnlichen Observatorien der Erde, und die Zahl der Besucher wuchs von Jahr zu Jahr. – Die im Polarjahr 1882/83 durchgeführten – auf den magnetischen Verein von Gauss und Weber aus den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts zurückführenden – internationalen Simultanbeobachtungen hatte E. auf privater Basis schon 1885 aufgenommen. Sie wurden 1895 offiziell mit Beobachtungen von 5 zu 5 Sekunden wieder eingeführt. 1896 fiel ein solcher Termin (am 26. Februar) auf einen erdmagnetischen Sturm. Adolf Schmidt konnte aus der Berechnung der Daten einer einzigen Stunde völlig neue Erkenntnisse gewinnen. Daraus ergab sich die Notwendigkeit zur Konstruktion neuer, schnellregistrierender, erdmagnetischer Instrumente, die von E. durchgeführt wurde und zum Nachweis der magnetischen Elementarwellen führte.

  • Werke

    u. a. Ergebnisse d. magnet. Beobachtungen in Potsdam, 1890 ff.; Ergebnisse d. dt. Stationen d. Internat. Polarjahres 1882/83, 1896; Bestimmung d. erdmagnet. Elemente an 40 Stationen in NW-Dtld., 1900.

  • Literatur

    W. v. Bezold, in: Verhh. d. Dt. Physikal. Ges. 4, 1902, S. 79-87;
    W. G. Cady, in: Terrestrical|Magnetism and Atmospheric Electricity, Baltimore 1902, S. 77-80 (W);
    Th. Arendt, in: Mitteldt. Lb. III, 1928, S. 575-95 (L, P);
    Pogg. IV.

  • Portraits

    in Bibl. d. Dt. Wetterdienstes, Offenbach a. M.

  • Autor/in

    Karl Keil
  • Empfohlene Zitierweise

    Keil, Karl, "Eschenhagen, Max" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 643-644 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117512567.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA