Lebensdaten
1846 bis 1920
Sterbeort
Heidelberg
Beruf/Funktion
Anatom ; Ornithologe
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 11684583X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Fürbringer, Max Carl Anton
  • Fürbringer, Max
  • Fürbringer, Max Carl Anton
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Zitierweise

Fürbringer, Max, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11684583X.html [13.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Karl (1814–70), Kreisger.dir., zuletzt in Gleiwitz, S d. Kaufm. Gottlieb in Gera u. d. Gertrude Gallus;
    M Hermine (1821–99), T d. Karl Benoit Gumprecht, Apotheker u. Drogenhändler in Nordhausen u. Erfurt;
    B Paul s. (2);
    Mannheim 1878 Fanny (1856–91), T d. Großkaufm. Jul. Bassermann (1818–91) in Mannheim (B d. Politikers Frdr., 1855, s. NDB I) u. d. Caroline Röchling;
    1 S, 1 T, u. a. Elisabeth ( Hermann Braus, 1868–1924, Prof. d. Anatomie).

  • Leben

    In Jena und Berlin studierte F. Naturwissenschaften und promovierte 1869 in Berlin mit einer zoologischen Arbeit, wurde alleiniger Assistent bei C. Gegenbaur in Jena und studierte auf dessen Anregung noch Medizin. 1873 folgte er Gegenbaur nach Heidelberg. 1877 wurde er dort für Anatomie habilitiert. 1879 zum Extraordinarius ernannt, erhielt er im gleichen Jahr die Berufung als Ordinarius nach Amsterdam, 1888 als Nachfolger von O. Hertwig den Lehrstuhl für Anatomie in Jena. 1901 wurde er Nachfolger Gegenbaurs in Heidelberg. 1912 trat er in den Ruhestand. –

    Unter dem Einfluß Gegenbaurs beschäftigte sich F. mit entwicklungsgeschichtlichen Arbeiten (Bildung der Nierenorgane), besonders aber mit vergleichend-anatomischen Untersuchungen an Wirbeltieren. Sein monumentales Hauptwerk „Untersuchungen zur Morphologie und Systematik der Vögel“ (2 Bände, 1888) fußt auf gründlichen vergleichenden Studien der Brust, Schulter und Flügelregion der ganzen Vogelklasse und führte unter Berücksichtigung von paläontologischen und tiergeographischen Tatsachen zu neuen Erkenntnissen über die Stammesgeschichte der Vögel und zur Aufstellung eines in den Grundzügen heute noch gültigen Systems. Unter anderem gelang F. der Nachweis, daß die „Flachbrustvögel“ (zum Beispiel Strauße) sekundär flugunfähig geworden sind. Von F.s zahlreichen sonstigen Arbeiten sei hier nur noch seine Monographie über die spino-occipitalen Nerven hervorgehoben. F. gilt als Hauptvertreter der Schule Gegenbaurs, dem er eine ausführliche Biographie widmete (1903).

  • Werke

    Die Knochen u. Muskeln d. Extremitäten b. d. schlangenähnlichen Sauriern, 1870;
    Zur Entwicklung d. Amphibienniere, 1877;
    Über d. occipitalen Nerven d. Selachier u. Holocephalen u. ihre vgl. Morphol., in: Festschr. f. C. Gegenbaur III, 1897, S. 351-788;
    Btr. z. Systematik u. Geneal. d. Reptilien, 1900;
    Zur Frage d. Abstammung d. Säugetiere, 1904.

  • Literatur

    Autobiographisches in: H. Schmidt, Was wir Ernst Haeckel verdanken II, 1914, S. 335-50;
    H. Braus, in: Dt. Med. Wschr. 46, 1920, S. 470;
    H. Bluntschli, in: Anatom. Anz. 55, 1922, S. 244-55 (W-Verz., P);
    E. Giese u. B. v. Hagen, Gesch. d. med. Fak. d. Frdr.-Schiller-Univ. Jena, 1958, S. 468-71;
    Fischer;
    DBJ II (Tl. 1920, L).

  • Autor/in

    Manfred Stürzbecher
  • Empfohlene Zitierweise

    Stürzbecher, Manfred, "Fürbringer, Max" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 690 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11684583X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA