Lebensdaten
1813 bis 1897
Beruf/Funktion
Pharmakologe
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116821981 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Buchner, Ludwig Andreas
  • Buchner, Andreas
  • Buchner, L. A.
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Zitierweise

Buchner, Ludwig Andreas, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116821981.html [16.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Johann Andreas s. (1).

  • Leben

    Nachdem sich B. in Nürnberg auf den Apothekerberuf vorbereitet hatte, begann er 1834 sein Pharmazie- und Chemiestudium in Paris bei P. J. Robiquet und A. Bussy an der berühmten „Ecole de Pharmacie“. Nach seiner Promotion in München zum Dr. phil. (1839) und zum Dr. med. (1842) und der Habilitation (1842) ging er zu J. von Liebig nach Gießen. 1847 wurde er außerordentlicher Professor für physiologische und pathologische Chemie, 1852 ordentlicher Professor für Pharmazie und Toxikologie und übernahm gleichzeitig die Leitung des Pharmazeutischen Instituts in München (bis 1892). B. hat zahlreiche pflanzenchemische Arbeiten durchgeführt, wobei ihm die Entdeckung der Angelikasäure, des Rhamnoxanthins und der Akonitsäure gelang. Weitere Arbeiten betrafen Studien über Gärungserscheinungen an Aminosäuren, Entdeckung von Jod und Brom in Mineralwässern und im Münchner Leitungswasser, Untersuchung und Analyse zahlreicher aetherischer Öle. Als Gerichtschemiker hat er zur Verbesserung der Methodik der Giftanalyse Entscheidendes beigetragen. Er war einer der ersten Vertreter der neuen Wissenschaft der physiologischen Chemie in Deutschland und Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

  • Werke

    ca. 120 wiss. Abhh. in: Neues Repertorium f. d. Pharmazie, Journal f. prakt. Chemie u. Liebigs Ann. d. Chemie;
    Hrsg.: Neues Repertorium f. d. Pharmazie, 1852–76;
    Kommentar z. Pharmakopoea Germanica (mit dt. Text), 1872–84.

  • Literatur

    ADB XLVII;
    R. Kukula, Bibliogr. Jb. d. dt. Hochschulen, Innsbruck 1892 (W);
    G. Buchner, in: Bayer. Industrie- u. Gewerbebl., 1897, S. 371-74 (P);
    Alm. d. Bayer. Ak. d. Wiss., 1897, S. 132;
    Pogg. I, III, IV (W);
    Ferchl (W);
    J. L. P. Pagel, in: BJ II, S. 49.

  • Autor/in

    Günter Kallinich
  • Empfohlene Zitierweise

    Kallinich, Günter, "Buchner, Ludwig Andreas" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 706 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116821981.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Buchner: Ludwig Andreas B., Arzt, geboren zu München am 23. Juli 1813 und daselbst als Obermedicinalrath und Professor der Pharmacie am 23. October 1897 verstorben, wurde in seiner Vaterstadt, besonders unter Leitung seines Vaters, eines angesehenen Pharmakologen, Johann Andreas B. (1783—1852) ausgebildet und zur besonderen Pflege der medicinischen Chemie angeregt. Zu seiner weiteren Ausbildung besuchte B. noch die Universität in Gießen, sowie Paris. 1839 erlangte B. die philosophische, 1842 die medicinische Doctorwürde, habilitirte sich im letztgenannten Jahre als Privatdocent in München und erlangte 1847 eine außerordentliche Professur für physiologische und pathologische Chemie. 1852 wurde B. die ordentliche Professur für Pharmacie und Toxicologie übertragen. In dieser Stellung war er bis zu seiner Emeritirung thätig, die wenige Jahre vor seinem Tode erfolgte. B. war seit 1846 außerordentliches, seit 1849 ordentliches Mitglied der k. bairischen Akademie der Wissenschaften in München, ferner Mitglied des Obermedicinalausschusses und Decernent für das Apothekenwesen. Das von seinem Vater begründete „Repertorium für die Pharmacie“ führte B. durch 25 Jahrgänge von 1852—76 fort, außerdem gab er einen „Commentar zur Pharmacopoea Germanica.“ (München 1872, 2 Bde. mit verdeutschtem Text) heraus und schrieb noch eine Reihe kleinerer Abhandlungen auf dem Gebiet der Chemie und Pharmacie. Nicht unerwähnt dürfen die von B. für das vorliegende Werk, die A. D. B., gelieferten Artikel bleiben.

    • Literatur

      Biogr. Jahrb. u. deutscher Nekrol., hsg. v. A. Bettelheim, Bd. II, 49.

  • Autor/in

    Pagel.
  • Empfohlene Zitierweise

    Pagel, Julius Leopold, "Buchner, Ludwig Andreas" in: Allgemeine Deutsche Biographie 47 (1903), S. 329 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116821981.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA