Lebensdaten
1822 bis 1901
Geburtsort
Hamburg
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Verleger
Konfession
jüdisch,lutherisch
Normdaten
GND: 116754885 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hertz, Wilhelm Ludwig
  • Herz, Wilhelm
  • Herz, Wilhelm Ludwig
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Zitierweise

Hertz, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116754885.html [17.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    B Martin (s. 3);
    - Hamburg 1847 Fanny (1826–1913, Cousine), T d. Adolph Hertz (s. 1);
    4 S, 3 T, u. a. Hans Adolf (1848–95), Verlagsbuchhändler in B., Emma ( 1879 Fritz Springer, 1850–1944, Verlagsbuchhändler in B.). - Nach Forschungen v. H. W. Hertz (s. L) ist der natürl. Vater H.s Adelbert v. Chamisso ( 1838), Dichter u. Naturforscher (s. NDB III).

  • Leben

    H., einer der bedeutendsten Berliner Verlagsbuchhändler, besuchte neben anderen Schulen das Friedrich-Werdersche Gymnasium in Berlin. Seinen Plan, Maler zu werden, mußte er aufgeben. Die mit 18 Jahren in der Sortimentsbuchhandlung von Stange in Berlin begonnene Buchhändlerlehre setzte er in der Buchhandlung Frommann in Jena fort. Hier gewann er bleibende Eindrücke, da seine Lehrstätte viele Erinnerungen an Goethe pflegte, der hier häufiger Gast gewesen war. 1844 trat H. bei Perthes, Besser & Mauke, Hamburg, als Gehilfe ein. 1847 erwarb er die von G. Eichler 1829 gegründete und 1837 an Wilhelm Besser übergegangene Berliner Sortimentsbuchhandlung und firmierte Bessersche Buchhandlung (W. Hertz). Bald betätigte er sich auch als Verleger. Unter den Autoren von mehr als 1000 Verlagswerken befanden sich der mit ihm befreundete Paul Heyse, ferner Fontane, Geibel, Gottfried Keller, Julian Schmidt, Hermann Grimm und viele andere Auch viele bedeutende Gelehrte der Zeit waren in seinem Verlag vertreten. 1854-80 (seit 1879 als 1. Vorsteher) gehörte H. dem Vorstand des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig an. Er war auch Mitbegründer der Korporation der Berliner Buchhändler und Vorsitzender des Unterstützungsvereins Deutscher Buchhändler und Buchhandlungsgehilfen in Berlin. 1875 nahm er seinen Sohn Hans Adolf als Teilhaber auf, der vor ihm starb. Nach dem Tode H.s verkauften die Erben den Verlag an die J. G. Cottasche Buchhandlung, Stuttgart.

  • Literatur

    Verlagskat. v. W. H. in Berlin, 1891;
    Jubiläumskat, d. J. G. Cottaschen Buchhandlung Nachf. 1659-1909, 1909;
    Offizielles Adreßbuch d. Dt. Buchhandels 64, 1902, S. III-VIII (Biogr. vf. v. H.s Wwe, P);
    Rud. Schmidt, Dt. Buchhändler, Dt. Buchdrucker III, 1905, S. 431 ff.;
    R. Koch (R. v. Beizig), Buchhändlers Lehrj. …, zugl. e. Charakterschilderung v. W. H. u. F. Springer, in: Börsenbl. f. d. Dt. Buchhandel, 1911, Nr. 162-66;
    (G. Menz), Die Ersten Vorsteher d. Börsenver. d. Dt. Buchhändler, 1925, S. 89 ff. (P);
    H. W. Hertz, W. H., e. Sohn d. Dichters Adelbert v. Chamisso, in: Archiv f. Geschichte d. Buchwesens 10, 1969/70 (unter Bezug auf Abstammungsbescheid d. Reichssippenamtes v. 6.8.1942);
    W. de Gruyter, in: BJ VI, S. 298 f. (u. Tl. 1901, L). - Zu S Hans Adolf: Chronik d. Zwanglosen, Nachtrag 1896. Ein Stammbuch f. W. H. z. 70. Geb.tag, 1892 (P).

  • Autor/in

    Bernhard Wendt
  • Empfohlene Zitierweise

    Wendt, Bernhard, "Hertz, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 712 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116754885.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA