Lebensdaten
1880 bis 1965
Geburtsort
Hohenaltheim Kreis Nördlingen
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe ; Publizist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116707593 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Langenfaß, Friedrich

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Aus dem Register von NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Langenfaß, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116707593.html [11.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus fränk. Pfarrerfam.;
    V Theodor (1854–1931), Pfarrer in H. u. Pappenheim, S d. Pfarrers Christian u. d. Auguste Grumbach;
    M Johanna (1853–1928), T d. Friedrich Krauß (1810–85), Pfarrer u. Dekan, u. d. Luise Dresch;
    München 1910 Gertrud (1890–1971), T d. bayer. Gen.-Lt. Eduard Hagen (1851–1932) u. d. Auguste Klemm; Gvv d. Ehefrau Wilhelm Hagen (1814–88), Dir d. Heil- u. Pflegeanstalt Erlangen (s. BLÄ); Schwägerin Margarethe ( German Bestelmeyer, 1942, Architekt, s. NDB II), Elisabeth ( Friedrich Trillhaas, Pfarrer u. theol. Schriftsteller);
    2 S (1 ⚔), 1 T.

  • Leben

    Nach dem Studium der Theologie in Erlangen, Leipzig und Greifswald war L. 1904-06 Vikar in Starnberg, dann Stadtvikar bei St. Markus in München. Seit 1910 Pfarrer in Rothenburg o. T., wirkte er während des 1. Weltkriegs als Feldgeistlicher in Frankreich. 1920-30 war er Religionslehrer und Pfarrer an der Matthäuskirche in München, 1930 wurde er 1. Pfarrer an der Markuskirche, Dekan des Kirchenbezirks München und Mitglied der Landessynode der Ev.-Luth. Landeskirche in Bayern. Innerhalb der ev. Arbeiterbewegung trat er besonders für die Handwerker- und Arbeiterjugend ein. 1913-21 war er Vorsitzender des „Verbandes der Ev. Arbeitervereine in Bayern“ und Schriftleiter des Verbandsblattes „Der ev. Arbeiter“. Seit 1923 war er Mitarbeiter im von L. Cordier 1921 gegründeten „Christdeutschen Bund“ bis zu dessen Auflösung 1934. Sowohl in Rothenburg wie in München brachte er die ev. Gemeindeblätter zu hohem Ansehen. 1925 begründete er zusammen mit Tim Klein und Otto Gründler die ev. Kulturzeitschrift „Zeitwende“, in der er den grundlegenden Wandel auf allen Lebensgebieten darzustellen suchte, wobei er nach 1933 die Auseinandersetzung mit dem damals herrschenden Weltbild nicht mied. Die Zeitschrift mußte deshalb 1941 ihr Erscheinen einstellen, konnte aber schon 1946/47 auf Grund von L.s energischen Bemühungen fortgesetzt werden. Nach dem Krieg wurde L. Mitbegründer der „Gesellschaft für christlich-jüd. Zusammenarbeit“. Überregionale Aufgaben in der kirchlichen Publizistik übernahm L. nach seiner Pensionierung 1950 mit der Wahl zum Vorsitzenden des „Ev. Presseverbands für Deutschland“. Seit 1951 war er Vorsitzender des „Gemeinschaftswerks der Ev. Presse“, dessen Arbeitsrichtlinien weitgehend von ihm geprägt sind. Die 1960 zum Zweck der Förderung der Geschichtsschreibung der ev. Presse vom Gemeinschaftswerk eingerichtete und von dessen Vorstand verwaltete „Friedrich-Langenfaß-Stiftung“ steht in engem Zusammenhang mit dem 1955 auf L.s Initiative gegründeten „Zentralarchiv der ev. Publizistik“. Es wurde 1964 unter der Bezeichnung „Ev. Zeitschriften-Archiv“ der Universitätsbibliothek Münster eingegliedert.|

  • Auszeichnungen

    D. theol. (Erlangen 1933), Kirchenrat (1934); Bayerischer Verdienstorden (1959).

  • Werke

    Von d. Ref. z. Mission, o. J. (ca. 1929);
    Die reformator. Botschaft in d. Jugendbewegung, 1929;
    Gemeinschaftsaufbau in d. Ev. Kirche, 1930 (mit Th. Breit);
    Zahlr. Aufsätze in theol. u. kirchl. Zss., Mitarb. an versch. Sammelwerken sowie Predigt- u. Andachtsbüchern, ges. im Ev. Zeitschriften-Archiv, Münster.

  • Literatur

    L. Cordier, Ev. Jugendkde., 1926, I, S. 586 f., II, S. 269 ff.;
    A. Just, Die ev. Arbeiterbewegung, 1926;
    K. Hutten, Theologe u. Publizist, in: Zeitwende 22, 1950/51, S. 1-6 (P);
    ders., Der „Vater“ d. Gemeinschaftswerks d. ev. Presse, in: Ev. Welt, 19, 1965, S. 111 f.;
    R. A. Schröder, Gruß an F. L., in: Zeitwende 31, 1960, S. 496 f.;
    E. Fikenscher, in: Nachrr. d. Ev.-Luth. Kirche Bayerns 15, Nr. 13, 1.7.1960;
    Man sprach v. ihm, in: Kirche u. Mann, Nr. 7, Juli 1960;
    Erfülltes Leben, in: Ev. Welt, 15, 1960, S. 397;
    Th. Heckel, in: Zeitwende 36, 1965, S. 217 f.;
    K. Wien, in: Mitt.-bl. f. d. Mitgll. d. Gemeinschaftswerks d. Ev. Presse, 18, Nr. 6/7 v. 25.6.1970.

  • Autor/in

    Hans Hohlwein
  • Empfohlene Zitierweise

    Hohlwein, Hans, "Langenfaß, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 586 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116707593.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA