Lebensdaten
1820 bis 1898
Geburtsort
Bremen
Sterbeort
Bremen
Beruf/Funktion
Wollkaufmann
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116647612 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Lahusen, Christian

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Lahusen, Christian, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116647612.html [18.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Christoph (1781–1866), Kaufm. in B., wanderte 1816 nach B. zu, wo er d. Überseehandelsfirma C. F. Lahusen gründete, S d. Kaufm. Joh. Anton in Berne (Oldenburg) u. d. Agneta Schnetter;
    M Adelheid (1790–1869), T d. Martin Christian Ordemann, Bäcker u. Krämer in Berne, u. d. Marie Dorothea Eggers;
    Bremen 1846 Anna (1824–93), T d. Bgm. Dr. Diederich Meier (1787–1857) in B. u. d. Anna Gröning;
    5 S, 3 T, u. a. Friedrich (s. 3), Diedrich (1852–1927), Reichsgerichtsrat, Gustav (1854–1939), 1885-87 Vorstandsmitgl. d. Nordwolle AG, dann in Südamerika ansässig, wo er d. umfangr. Grundbes. d. Fam. verwaltete, Heinrich (1856–1928), Dir. d. Nordwolle, Carl (s. 2), Anna ( Johs. Dreier, 1844–1909, Kaufm. in B.); N (S d. Heinrich) Christian (1886–1975), Chorleiter, Komponist (s. MGG).

  • Leben

    L. verbrachte seine Lehrjahre zunächst in Braunschweig, dann in England. 1847 wurde er Teilhaber der von seinem Vater gegründeten Überseehandlung C. F. Lahusen in Bremen. Das Unternehmen war vor allem im Handel mit Südamerika tätig, von wo Häute und Felle importiert wurden, und betrieb eine kleine Reederei. Nachdem L. 1855 Alleininhaber geworden war, intensivierte er die Geschäftsbeziehungen zu Südamerika, erwarb in Argentinien und Uruguay umfangreichen Landbesitz und führte die Firma mit Geschick durch die Wirtschaftskrise von 1857. In der Folge gewann der Import von südamerikan. Schafwolle immer größere Bedeutung. In der Krise von 1873 kaufte L. um 120 000 Taler die in Schwierigkeiten geratene Schmiegersche Wollkämmerei und Spinnerei in Neudek (Böhmen), das größte Unternehmen seiner Art in Österreich, und brachte sie schnell wieder in die Höhe. 1884 gründete er in Bremen die Norddeutsche Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei AG („Nordwolle“) mit einem Kapital von 5 Mill. Mark. In sie wurde neben dem Neudeker Werk eine weitere in Delmenhorst neu errichtete Fabrik eingebracht. 1888 trat L. aus der Geschäftsleitung aus, blieb aber Vorsitzender des Aufsichtsrates der „Nordwolle“. Das Unternehmen beschäftigte zu diesem Zeitpunkt etwa 2 000 Arbeiter; seine Spinnereien produzierten jährlich 2 Mill. kg Rohgarn.

  • Literatur

    Brem. Biogr. d. 19. Jh., 1912.

  • Autor/in

    Hans Jaeger
  • Empfohlene Zitierweise

    Jaeger, Hans, "Lahusen, Christian" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 416 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116647612.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA