Lebensdaten
1866 bis 1931
Geburtsort
Grünberg (Schlesien)
Sterbeort
Dresden
Beruf/Funktion
Chemiker
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 116642769 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Foerster, Fritz

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Zitierweise

Foerster, Fritz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116642769.html [18.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V August ( 1915, s. Einl.), S d. Frdr. (s. Einl. u. Gen. 3);
    M Anna Eichmann;
    Ov Wilh. (s. 3);
    B Max s. (2);
    1896 Martha ( 1922), T d. Rechtsanw. Leo Zanke in Dt.-Krone;
    2 S, 1 T.

  • Leben

    F. studierte an der Berliner Universität Chemie. 1888 promovierte er bei A. W. von Hofmann und wurde nach kurzer Assistentenzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter von F. Mylius an der physikalisch-technischen Reichsanstalt, wo er grundlegende Arbeiten über die chemische Angreifbarkeit des Glases und die Entwicklung von Bestimmungsmethoden zur Bewertung und Klassifizierung technischer Gläser ausführte. Nach der Habilitation an der TH Berlin ging F. 1895 an die TH Dresden, wo er 1898 außerordentlicher, 1900 ordentlicher Professor für Physikalische Chemie und Elektrochemie wurde. Sein Laboratorium wurde Mittelpunkt der elektrochemischen Forschung. F. wandte sich vornehmlich Problemen zu, die auch praktische Bedeutung hatten, unter anderem der Aufklärung der elektrolytischen Raffination des Kupfers und Vorgängen bei der Alkalichloridelektrolyse. Grundlegend waren seine Untersuchungen über den Edison-Akkumulator wie über die Schwefelsauerstoffverbindungen und über die Umsetzungen in der Wackenroderschen Flüssigkeit, die neben den Studien der Verwertung der Kohle als chemischen Rohstoff das Ziel hatten, die in technische Gase aus der Kohle gelangten, dort schädlichen Schwefelverbindungen zu entfernen und nutzbar zu machen. Zu allen Zeiten blieb F. aber auch der Elektrochemie treu, wie die vielen Arbeiten über die kathodischen Abscheidungsformen von Metallen und die damit verbundenen Passivitätserscheinungen beweisen. – F. war ein akademischer Lehrer von mitreißendem Vortrag. Seine Vorlesung war durch eine Fülle sonst nicht gezeigter Experimente ausgezeichnet. Seinen internationalen Ruf begründete das 2bändige Lehr- und Handbuch „Elektrochemie wässriger Lösungen“ (1905, 4. erweiterte Auflage 1923), das der Lehrmeister von Generationen von Studierenden, Praktikern und Theoretikern wurde. – Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften (1912), der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (1921), Dr.-Ingenieur Ehren halber (Stuttgart 1913), Geheimer Hofrat.

  • Literatur

    H. Menzel, in: Chemiker-Ztg. 55, 1931, S. 769;
    ders., in: Zs. f. physikal. u. Elektrochemie 38, 1932, S. 6 (W, P);
    E. Müller, in: Zs. f. anorgan. allg. Chemie 204, 1932, S. 1 (P);
    G. Grube, in: Zs. f. angew. Chemie 45, 1932, S. 57;
    Pogg. IV-VI.

  • Autor/in

    Arthur Simon
  • Empfohlene Zitierweise

    Simon, Arthur, "Foerster, Fritz" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 274 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116642769.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA