Lebensdaten
1796 bis 1873
Geburtsort
Stuttgart
Sterbeort
Stuttgart
Beruf/Funktion
Verlagsbuchhändler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116535393 | OGND | VIAF: 161419102
Namensvarianten
  • Erhard, Heinrich
  • Erhard, Carl Ferdinand Heinrich
  • Erhard, Karl Ferdinand Heinrich

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Zitierweise

Erhard, Heinrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116535393.html [16.04.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Christoph Heinr. (1756–1815), Advokat u. Buchhändler in Stuttgart, S des Joh. Phil. (1726–1800), Buchdrucker u. -händler in Stuttgart (S des Christoph, 1684-1742, aus Thum i. V., Buchhändler in Stuttgart);
    M Friederike Aug. (1759-1839), T des Joh. Benedikt Metzler d. J. (1727-95), Verlagsbuchhändler in Stuttgart; Ururgroßvater mütterlicherseits Augustus Metzler (1654–1713) aus Cranzahl (Sachsen), Buchhändler in Stuttgart, gründete die Fa. 1682, war mit Christoph E. 1722-40 assoziiert;
    Stuttgart 1821 Elise (1802–78), T des Prof. Grammont, Jugendfreund Schillers auf der Mil.Ak.;
    2 T, Emilie ( Leop. Werlitz, 1815–1900, führt die Fa. J. B. Metzler seit 1876 mit s. Söhnen allein fort), Antonie ( 1850 Adolf Bonz, 1824–77, gründet 1876 den Verl. Adolf Bonz & Co.).

  • Leben

    E., ausgebildet als Buchhändler und im Bankfach, übernahm die Metzlersche Verlagsbuchhandlung mit 19 Jahren vom Vater und führte sie bis 1867 zu hoher Blüte. Allem Neuen offen, gliederte er schon 1818/20 eine Druckerei, später eine Schriftgießerei an. K. J. Weber, Görres, J. H. Voß stehen gegen 1820 am Anfang seiner verlegerischen Unternehmungen, denen er 20 Jahre später Charles Sealsfields Gesamtwerk zugesellte. Hauff, Schwab, C. F. Meyer, Scheffel und viele andere gewann er seinem Verlag; in Übersetzungen legte er unter anderem Shakespeare (J. H. Voß, 1824-29), Scott und Chaucer vor. Ebenso bedeutend war er als wissenschaftlicher Verleger. Die Sammlung der griechischen und römischen Klassiker (mit fast 1000 Nummern), die erste Auflage der Paulyschen „Real-Encyclopädie der classischen Altertumswissenschaft“ (1830–52) entsprangen seiner Initiative. Reich ist das von ihm verlegte Schrifttum vor allem auf landes- und staatsrechtlichem Gebiet (K. Georg von Wächter), das auch in Zeitschriften gepflegt wurde („Zeitschrift für die freiwillige Gerichtsbarkeit … in Württemberg“, 1858 folgende; ferner die „Annalen der Landwirtschaft“, die politische Zeitschrift „Asträa“, die literaturwissenschaftliche Zeitschrift „Germania“, 1856 folgende, und andere). Die Leitung des Verlages ging nach und nach auf seine Schwiegersöhne über. In seiner Vaterstadt spielte er eine bedeutende Rolle, obwohl er die Übernahme öffentlicher Ämter im allgemeinen abwehrte. Aus dem gesellig-künstlerischen Leben in seinem häuslichen Kreise, dem unter anderem auch Uhland und Schwab angehörten, ist der „Verein für classische Kirchenmusik“ hervorgegangen, der noch heute besteht. – 1843-46 1. Vorsteher des Börsenvereins der deutschen Buchhändler.

  • Literatur

    E. Metelmann, Die Gesch. d. J. B. Metzlerschen Verlagsbuchhandlung (1682–1957), 1957 (L, P).

  • Autor/in

    Ernst Metelmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Metelmann, Ernst, "Erhard, Heinrich" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 578 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116535393.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA