Lebensdaten
1873 bis 1950
Geburtsort
Frankfurt
Sterbeort
Zürich
Beruf/Funktion
Bankier
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 116309210 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Andreae, Fritz
  • Andreae, Franz Friedrich
  • Andreae, Friedrich
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Zitierweise

Andreae, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116309210.html [16.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Karl Louis Andreae (1839–78), Bankier in Frankfurt und Berlin;
    M Bertha Holland (Gerson), aus London;
    Gvv Gustav Adolf Andreae (1812–92);
    Gmv Katharina Graubner (1815–96); Vorfahre Christoph Andreae (s. 2);
    Berlin 10.2.1902 Edith (* 1883), T des Generaldirektors der AEG Emil Rathenau;
    4 T u. a. Ursula (*1904, Hans Karl von Mangoldt, 1896–1971, Bankier, Präsident der Europäischen Zahlungsunion, Dr. iur.), Schriftsteller.

  • Leben

    Vor 1901 bildete sich A. in Johannesburg, England und Amerika kaufmännisch aus. Auch später hielt er sich häufig in England und den Vereinigten Staaten geschäftlich auf. Im ersten Weltkrieg Mitarbeiter des Staatssekretärs G. von Möllendorf im Reichswirtschaftsministerium, war er anschließend Teilhaber und Seniorchef von Hardy & Co. in|Berlin, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Dresdener Bank, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der AEG in Berlin und Mitglied des Zentralausschusses der Reichsbank, sowie der Industrie- und Handelskammer Berlin. Weiterhin war er Aufsichtsratsvorsitzender u. a. der Nationalen Automobil-Gesellschaft AG in Berlin, der Schlesischen Electricitäts- und Gas-AG in Breslau, der Grube Leopold AG in Bitterfeld, der Vereinigten Lausitzer Glaswerke AG und der Gebrüder Stumm GmbH in Neunkirchen (Saar), sowie Mitglied der Aufsichtsräte verschiedener Großbanken u. a. Firmen. 1935 schied A. aus rassischen Gründen aus allen seinen Posten aus und übersiedelte 1939 nach Zürich, wo er als Privatmann lebte. - Einen nennenswerten Teil seiner Einkünfte verwandte A. zur Förderung der schönen Künste. Besonders lag ihm das „Deutsche Theater“ am Herzen. Er war einer der wesentlichen Förderer Max Reinhardts, dessen Pläne er mit finanzierte und dem er es dadurch erst ermöglichte, seine Begabung zur vollen Entfaltung zu bringen. Freundschaft verband ihn auch mit Gerhart Hauptmann, Hugo von Hofmannsthal, Karl Gustav Vollmoeller, Max Liebermann und vielen anderen Künstlern. In den Kreisen der Literatur war er als ausgezeichneter Goethekenner und Besitzer einer umfangreichen Goethebibliothek weithin bekannt.

  • Literatur

    S. Trebitsch, F. A., in: Neue Zeitung. Basel 2.2.1950.

  • Autor/in

    Otto Hintner
  • Empfohlene Zitierweise

    Hintner, Otto, "Andreae, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 279-280 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116309210.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA