Lebensdaten
1859 bis 1905
Geburtsort
Frankfurt
Sterbeort
Hildesheim
Beruf/Funktion
Geologe ; Paläontologe
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 116308990 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Andreae, Philipp Victor Achilles
  • Andreae, Achilles
  • Andreae, Philipp Victor Achilles

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Andreae, Achilles, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116308990.html [17.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Achilles Andreae (1820–88), Bankier;
    M Alharda Anna (1836–1917), T des Rittmeisters Philipp Freiherr von der Borch;
    Gvv Johann Karl Andreae (1789–1843), Bankier;
    Gmv Maria Sophia Bansa (1798–1854);
    Ov Hermann Victor Andreae (s. 5);
    Margarethe, T des Generalmajors von Wasmer; 2 S.

  • Leben

    A. erhielt als hochbegabter Schüler die ersten Anregungen zu naturwissenschaftlichen Studien in der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft seiner Vaterstadt. Ab Sommer 1879 studierte er unter E. W. Beneckes Einfluß in Straßburg Geologie, hierauf in Bonn und Berlin, promovierte im Februar 1883 in Straßburg mit einer Arbeit über die älteren Tertiärschichten im Elsaß und habilitierte sich noch im selben Jahr an der Universität Heidelberg mit einer Arbeit über “das Oligocän im Elsaß“. 1887 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt und folgte 1894 einem|Ruf als Leiter an das Roemermuseum in Hildesheim. - A. hatte eine dreifache wissenschaftliche Tätigkeit: als Forscher, als Museumsleiter und als Lehrer. Am wichtigsten ist wohl seine Eigenschaft als Verfasser z. T. umfangreicher geologischer und paläontologischer Arbeiten, die in erster Linie dem Tertiär des Elsasses und Oberschlesiens gewidmet sind. Er hat damit als einer der wenigen neueren deutschen Geohistoriker diesen jüngsten Zeitabschnitt der Erdgeschichte zu seinem Hauptstudium gemacht. Von seinen Arbeiten auf rein geologischem Gebiet seien namentlich seine Studien und Experimente über Geysire erwähnt. Ganz anderer Art waren seine Aufgaben als Direktor des naturwissenschaftlichen Roemermusums in Hildesheim, denen er sich bis zu seinem Tode hauptsächlich widmete; dort oblag ihm die Abfassung von wissenschaftlichen Führern durch die Sammlungen. A. hat außer der durch seine Laufbahn bedingten wissenschaftlichen Vielseitigkeit sich auch Kunststudien gewidmet.

  • Literatur

    Leopoldina, Bd. 41, 1905, S. 36;
    Geographenkal. 4, 1906/07, S. 194;
    K. Lambrecht, W. u. A. Quenstedt, Palaeontologi, Catalogus bio-bibliographicus, = Fossilium Catalogus I: Animalia, T. 72, Den Haag 1938, S. 9 (W);
    Pogg. VI.

  • Werke

    zum Gesamtartikel: W. Andreae, Btrr. z. Geneal. u. Gesch. d. Familien A., 1902;
    A. Dietz, Gesch. d. Familie A., Frankfurter Zweig, 1923;
    K. Kiefer, Stammtafel z. Gesch. d. Familie A., 1923;
    K. Wülfrath, Westdt. Ahnentafeln I, 1939.

  • Autor/in

    Werner Quenstedt
  • Empfohlene Zitierweise

    Quenstedt, Werner, "Andreae, Achilles" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 281 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116308990.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA