Lebensdaten
1838 bis 1917
Geburtsort
Berlin
Beruf/Funktion
Geologe ; Paläontologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116118539 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Benecke, Wilhelm
  • Benecke, Ernst Wilhelm
  • Benecke, Wilhelm
  • mehr

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Benecke, Ernst Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116118539.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Viktor (1809–53), Gutsbesitzer in Schlesien, Privatgelehrter, S des Wilhelm (1776–1837), Fabrikant in Deptford und Hamburg, mystischer Schriftsteller, und der Dorothea Henr. Magd. Paxmann, beide aus Hannover;
    M Emeline, T des Leipziger Kaufmanns Philipp Schunck aus Hanau (dadurch verwandt mit dem Soziologen Max Weber, 1920);
    Ov Karl Viktor (1831–1901, T des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy, 1847), Fabrikant in London;
    Heidelberg 1866 Emilie, Schwägerin des badischen Staatsministers Julius Jolly ( 1891) und des Historikers Hermann Baumgarten ( 1893), Tante von Max Weber, T des Finanzrats und politischen Schriftstellers Friedrich Fallenstein (1790–1853) und der Emilie Souchay; 3 K, u. a. Wilhelm (1868–1946), Pflanzenphysiologe, bedeutend für die kritische Sichtung der physiologischen Chemie der Pflanzen, Marie (⚭ Artur Benno|Schmidt, Professor für Handels-, Deutsches und Kirchenrecht in Gießen).

  • Leben

    B. studierte ursprünglich das Bergfach, dann Geologie und Naturwissenschaften, wurde in Heidelberg promoviert und arbeitete danach bei A. Oppel in München, wobei die erste seiner wichtigen geologisch-paläontologischen Arbeiten in den Südalpen entstand. 1865 Privatdozent an der Universität Heidelberg, 1869 außerordentlicher Professor, wurde er 1872 ordentlicher Professor in Straßburg, sowie Direktor der geologischen Landesuntersuchung von Elsaß-Lothringen. B. entfaltete eine umfassende Tätigkeit. Grundlegende Verdienste erwarb er sich um die geologische Erforschung und Kartierung von Elsaß-Lothringen, denen der größte Teil seiner Lebensarbeit galt. 1892 wurde er mit der Gründung der dortigen Landesanstalt betraut, deren Direktor (gemeinsam mit H. Bücking) er war. Außerdem arbeitete B. in den südlichen Kalkalpen (so im Esino- und Grignagebiet), über deren Bau und Formationen, Trias und Jura, er mehrfach berichtete. Die obere Trias gliederte er dort in die Hallstätter, Raibler und Kössener Gruppe. Auch die Trias des linksrheinischen Süddeutschland erfuhr durch ihn eine gründliche Bearbeitung: er untersuchte die Juraformationen, insbesondere Lothringens. - B. gab die Schriftenreihe „Geognostisch-paläontologische Beiträge“ heraus (1865-76), eine Zeitlang auch das „Neue Jahrbuch für Mineralogie, Geologie, Paläontologie“ und hatte zahlreiche Schüler, ohne eine eigentliche Schule geschaffen zu haben.

  • Werke

    Üb. Trias u. Jura in d. Südalpen, 1866;
    Trias in Elsaß-Lothringen u. Luxemburg, 1875–77;
    Abriß d. Geol. v. Elsaß-Lothringen, Straßburg 1878;
    Geognost. Beschreibung d. Umgebung v. Heidelberg, 1879–81;
    Die Gliederung d. Eisenerzformation in Deutsch-Lothringen u. Luxemburg, 1892;
    Übersicht d. geol. Verhältnisse v. Elsaß-Lothringen, 1897;
    Geol. Führer d. Elsaß, 1900;
    Neue geol. Landesaufnahme v. Elsaß-Lothringen.

  • Literatur

    Geol. Rdsch. 8, 1917, S. 271-77 (W);
    Jber. Mitt. d. Oberrhein. Geol. Ver. 8, 1919, S. 6-12 (W, P);
    DBJ II (Totenliste 1917, L);
    Pogg. III. - Zu Gvv Wilh. B.: ADB XLVI.

  • Portraits

    Holzschnitt in: LIZ 108, 1897, S. 577.

  • Autor/in

    Erich Krenkel
  • Empfohlene Zitierweise

    Krenkel, Erich, "Benecke, Ernst Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 41-42 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116118539.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA