Lebensdaten
1878 bis 1952
Geburtsort
Hamburg
Sterbeort
Black Mountain (North Carolina, USA)
Beruf/Funktion
Mathematiker
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 116054646 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Dehn, Max Wilhelm
  • Dehn, Max
  • Dehn, Max Wilhelm
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Zitierweise

Dehn, Max, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116054646.html [16.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Maximilian Moses (1841–97), Arzt, S des Kaufm. Bernh. Adolf (Abraham, 1808-63) aus Burgsteinfurt, u. der Hanna Melchior (1821–43) aus Kopenhagen;
    M Bertha (1845–1926), T des Harry Raf (1812–1892) u. der Henriette Hitzel Goldschmidt (1821–1906) in Hamburg.

  • Leben

    D. empfing seine Ausbildung im damaligen Brennpunkt mathematischer Forschung Göttingen unter Dav. Hubert, Felix Klein und Hrm. Minkowski. Bald nach seiner Promotion (1900) bei Hubert fand seine Lösung einer von Hilbert gerade in den Vordergrund des wissenschaftlichen Interesses gerückten, von C. Fr. Gauß stammenden Frage nach der Zerlegungsgleichheit inhaltsgleicher Polyeder weite Beachtung. D. habilitierte sich 1901 in Münster mit dieser glänzenden Leistung, wurde 1911 in Kiel Extraordinarius, 1913 an der TH Breslau, 1921 an der Universität Frankfurt Ordinarius. Durch die nationalsozialistische Regierung 1935 seines Lehrstuhls beraubt, mußte er zunächst durch verschiedene Staaten in Europa, dann in USA als Emigrant viele Jahre lang ein unstetes Wanderleben führen, das schließlich am Black Mountain College, North Carolina, endete. Zu einer vollen Auswirkung seiner reichen Persönlichkeit konnte es so nicht kommen. D.s Arbeitsgebiete waren neben den Grundlagen der Geometrie hauptsächlich die Gruppentheorie und die Topologie, der er in dem gemeinsam mit Heegard verfaßten Artikel über Analysis situs in der Enzyklopädie der mathematischen Wissenschaften eine neue, weitgehend rein kombinatorische Grundlage gegeben und dadurch zu einer systematischen Bearbeitung verholfen hat.

  • Werke

    Die Legendreschen Sätze üb. d. Winkelsumme im Dreieck, Diss. Göttingen 1900;
    M. Pasch u. M. D., Vorlesungen üb. neuere Geometrie, 1926;
    Üb. d. geistige Eigenart d. Mathematikers, 1928;
    A. Schoenflies u. M. D., Einführung in d. analyt. Geometrie d. Ebene u. d. Raumes, 1931;
    Viele Abhh. in Fachzss.

  • Literatur

    W. Magnus u. R. Moufang, M. D. z. Gedächtnis, in: Math. Ann. 127, 1954, S. 215-27 (W-Verz.).

  • Autor/in

    Wilhelm Süss
  • Empfohlene Zitierweise

    Süss, Wilhelm, "Dehn, Max" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 565 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116054646.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA