Ehrhardt, Alfred
- Lebensdaten
- 1901 – 1984
- Geburtsort
- Triptis bei Gera
- Sterbeort
- Hamburg
- Beruf/Funktion
- Fotograf ; Filmemacher ; Kunstpädagoge ; Künstler ; Maler ; Regisseur ; Drehbuchautor ; Kameramann ; Organist ; Dokumentarfilmer ; Schriftsteller
- Konfession
- evangelisch-lutherisch
- Normdaten
- GND: 119143992 | GND-Explorer | OGND | VIAF
- Namensvarianten
-
- Ehrhardt, Alfred Franz Adolf
- Ehrhardt, Alfred
- Ehrhardt, Alfred Franz Adolf
- Erhardt, Alfred
- Erhardt, Aldred Franz Adolf
- Ehrhardt, Alfred Franz Adolph
- Erhardt, Aldred Franz Adolph
Vernetzte Angebote
- Katalog des Bibliotheksverbundes Bayern (BVB)
- * Katalog der Bayerischen Staatsbibliothek München (BSB)
- Deutsche Digitale Bibliothek
- Archivportal - D
- Normdateneintrag des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB)
- Österreichischer Bibliothekenverbund (OBV)
- Gemeinsamer Verbundkatalog (GBV)
- * Bibliothek des Instituts für Zeitgeschichte München - Berlin
- * Niedersächsische Personen
- Index Theologicus (IxTheo)
Verknüpfungen
Personen in der NDB Genealogie
Orte
Symbole auf der Karte
Geburtsort
Wirkungsort
Sterbeort
Begräbnisort
Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.
-
Ehrhardt, Alfred Franz Adolf
1901 – 1984
Fotograf, Filmemacher, Kunstpädagoge
Geprägt durch einen Aufenthalt am Dessauer Bauhaus 1928/29, avancierte Alfred Ehrhardt zu einem herausragenden Vertreter der Fotografie der „Neuen Sachlichkeit“. Dem „Dritten Reich“ stand er innerlich distanziert gegenüber, arrangierte sich jedoch unkritisch mit den politischen Gegebenheiten. Nach dem Zweiten Weltkrieg erwarb sich Ehrhardt mit seinen an die Avantgarde der Weimarer Republik angelehnten, vielfach preisgekrönten Kultur- und Dokumentarfilmen großes Ansehen und erhielt in den 1950er Jahren viermal den Bundesfilmpreis (heute Deutscher Filmpreis).
Lebensdaten
Alfred Ehrhardt, Alfred Ehrhardt Stiftung (InC) -
Autor/in
→Christiane Stahl (Berlin)
-
Zitierweise
Stahl, Christiane, „Ehrhardt, Alfred“, in: NDB-online, veröffentlicht am 01.10.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd119143992.html#dbocontent
Ehrhardt besuchte das Reformrealgymnasium in Gera, das er 1915 nach der Untertertia verließ. Zu seinem weiteren schulischen Werdegang liegen keine gesicherten Informationen vor. Von 1918 bis 1921 absolvierte er eine Ausbildung zum Organisten und Kantor in Weißenfels, unterrichtete danach Gesang an einer Mädchenschule in Bergedorf (heute Hamburg) und arbeitete von 1924 bis 1930 als Lehrer für Musik, Kunst und Gymnastik an dem von Max Bondy (1892–1951) und Gertrud Bondy (1889–1977) geführten Reformpädagogischen Landschulheim in Gandersheim (heute Bad Gandersheim), das 1929 nach Marienau (heute Dahlem bei Lüneburg) übersiedelte.
Ehrhardts künstlerische und kunstpädagogische Ansichten wurden von seiner Fortbildung am Staatlichen Bauhaus Dessau 1928/29 geprägt. Er besuchte hier den sog. Vorkurs von Josef Albers (1888–1976), in dem ein gestalterisches Grundverständnis vermittelt wurde, und war Hospitant in Oskar Schlemmers (1888–1943) Theaterwerkstatt sowie in Wassily Kandinskys (1866–1944) Malklasse, wo er Vorträge über die synthetische Einheit von Malerei, Musik und Tanz hielt. Ehrhardt übertrug das Konzept des Bauhaus-Vorkurses auf seinen eigenen Kunstunterricht, wurde 1930 von Max Sauerlandt (1880–1934) an die Landeskunstschule Hamburg berufen und richtete hier – neben Fritz Schleifer (1903–1977) – den ersten Vorkurs für Materialkunde außerhalb Dessaus ein. 1932 veröffentlichte er das Buch „Gestaltungslehre. Die Praxis eines zeitgemässen Kunst- und Werkunterrichts“, in dem er mit seinen „Materialübungen“ Albers’ innovativsten Beitrag zur Bauhaus-Pädagogik übernahm.
Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde Ehrhardt im April 1933 vom Hochschuldienst suspendiert, arbeitete in der Folgezeit als Organist und Kantor an der Kirche St. Gertrud in Cuxhaven und wandte sich der Fotografie zu. Er war seit August 1934 Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste, trat jedoch nicht der NSDAP bei. Nationalkonservativ orientiert, stand Ehrhardt dem Habitus und der Ideologie der Nationalsozialisten distanziert gegenüber, arrangierte sich jedoch, um weiter arbeiten zu können, in allen Phasen unkritisch mit dem NS-Regime.
Vor allem an Naturaufnahmen, etwa Bodenformationen im Watt und den Dünen in der Kurischen Nehrung, interessiert, beschäftigte sich Ehrhardt als Fotograf auch intensiv mit Kristallen, Conchylien und Korallen. Durch die Reihung abstrakter Landschaftsausschnitte, die den Eindruck unendlicher Formenvielfalt vermitteln, wollte er nach eigenem Bekunden „überzeitliche elementare Urkräfte“ der Natur darstellen. In den 1930er Jahren wurden seine Fotografien u. a. in den Kulturzeitschriften „Westermanns Monatshefte“ sowie „Volk und Welt“ veröffentlicht und in den Wanderausstellungen „Das Watt“ (1936) und „Wind und Sand“ (1937) erfolgreich ausgestellt, die vor dem Zweiten Weltkrieg auch in London, Paris, Stockholm und Kopenhagen zu sehen waren. Ehrhardt widmete sich zudem der Architektur- und Skulpturenfotografie, wobei die kompositorische Präzision seiner Fotografien und seine Auseinandersetzung u. a. mit Materialbeschaffenheit, Oberflächenstruktur und Ornamentik die Ausbildung am Bauhaus erkennen lassen.
Seit 1937 fertigte Ehrhardt im Watt vor Cuxhaven seinen ersten Film „Urkräfte am Werk“ an, der von dem US-amerikanischen Filmstudio Paramount erworben und am 3. März 1939 im Passage-Theater in Hamburg uraufgeführt wurde. Während des Zweiten Weltkriegs legte er neben unpolitischen Filmen, u. a. über Island und die Produktion von Leinen, auch den kulturpropagandistischen Film „Flanderns germanisches Gesicht“ (1941) vor. Nach Kriegsende erhielt Ehrhardt 1948 von der britischen Besatzungsmacht die Lizenz zur Gründung einer nach ihm benannten Filmproduktionsfirma. Seine Filme erhielten in der Folgezeit zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, u. a. den 1. Preis der XI. Biennale in Venedig (1950) sowie vier Bundesfilmpreise (1950–1954). Unter seinen Werken fanden zwei Ernst Barlach (1870–1938) gewidmete Filme (1949) sowie „Spiel der Spiralen“ (1951) und „Portugal, unbekanntes Land am Meer“ (1952) besondere Beachtung.
Als Filmemacher folgte Ehrhardt konsequent dem Konzept des „Ein-Mann-Films“; er allein bestimmte über Drehbuch, Produktion, Kameraarbeit, Musik, Text, Ton und Schnitt. Die künstlerische Leistung seiner Filme beruht auf der ästhetischen Kraft der Einzelaufnahmen. Häufig wird in ihnen auf einen Kommentar verzichtet, weil der Film durch seine Bildfolgen und die präzise darauf abgestimmte Musik lebt. Ehrhardts selbsterklärtes Ziel war der „absolut künstlerisch gestaltete Film“ ohne chronistisch-dokumentarische Inhalte.
Ehrhardts Nachlass wird von der im November 2002 gegründeten Alfred Ehrhardt Stiftung aufbewahrt, deren Ausstellungen auf eine Gegenüberstellung der Fotografien und Filme Ehrhardts mit zeitgenössischen Positionen zielen, die sich in Anlehnung an Ehrhardt mit dem Begriff der „Natur“ und den „Konstruktionen des Natürlichen“ auseinandersetzen. Seit Mai 2026 befindet sich in Upahl-Plüschow bei Wismar das von dem Architekten Diébédo Francis Kéré (geb. 1965) entworfene Museum Ehrhardt in Bau.
| 1949 | Certificate of Selection, 3. International Festival of Documentary Film, Edinburgh (für den Film „Ad Dei Honorem. Hans Brüggemanns Bordesholmer Passionsaltar von 1521 im Dom zu Schleswig“) |
| 1950 | Deutscher Bundesfilmpreis (für den Film „Ernst Barlach I. Der Kämpfer“) |
| 1950 | Primo premio per i film della categoria film d'arte, sezione opere di scultura, 11. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica, Venedig (für den Film „Ernst Barlach II. Der Überwinder“) |
| 1950 | Menzione di Merito, 11. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica, Venedig (für den Film „Inselfahrt. Im Gebiet der Ebbe und Flut zwischen Elbe- und Wesermündung“) |
| 1950 | Diplom der 2. internationalen Kultur- und Dokumentarfilmtagung, Bern (für den Film „Inselfahrt. Im Gebiet der Ebbe und Flut zwischen Elbe- und Wesermündung“) |
| 1951 | Deutscher Bundesfilmpreis, Silberne Schale, „Kulturfilmhauptpreis“ (für den Film „Spiel der Spiralen. Von der Architektur der Meeresschnecken“) |
| 1952 | Deutscher Bundesfilmpreis, Regiepreis in Silber (für den Film „Portugal, unbekanntes Land am Meer“) |
| 1952 | Mitglied der Kulturfilm-Akademie |
| 1952 | Certificate of Merit, Yorkton International Documentary Film Festival (für den Film „Ad Dei Honorem. Hans Brüggemanns Bordesholmer Passionsaltar von 1521 im Dom zu Schleswig“) |
| 1954 | Deutscher Bundesfilmpreis, Lobende Anerkennung (für den Film „Schicksal und Vermächtnis. Soldatengräber vom Nordkap bis Nordafrika“) |
| 1955 | Bundesfilmprämie (für den Film „Begnadete Hände. Tilman Riemenschneider. Seine Zeit. Sein Leben. Sein Werk“) |
| 1956 | Ehrenvolle Anerkennung, Internationale Industriefilm-Festspiele, Mailand (für den Film „Die Welt des Tabaks. Ein Dokumentarfilm von den Tabak-Kulturen des Orients und Virginias und von der Kunst der Cigarettenherstellung“) |
| 1956 | Diploma of Merit, 10. Edinburgh International Film Festival (für den Film „Tanz der Muscheln“) |
| 1957 | Certificate of excellence Award, 3. International Art Film Festival, New York City (für den Film „Das Bronzetor von San Zeno in Verona“) |
| 1958 | 1. Preis, Beste Kameraarbeit, Kelowna International Film Festival, Vancouver (für den Film „Spiel der Spiralen. Von der Architektur der Meeresschnecken“) |
| 1959 | Targa d'oro (Goldmedaille), Diploma d'onore (Ehrendiplom) und Preis der Universität Rom, 4. Rassegna Internazionale del Film Scientifico, Rom (für den Film „Tanz der Muscheln“, Kurzfassung) |
| 1960 | Bronzene Ähre, 1. Internationaler Agrarfilm-Wettbewerb, Berlin (für den Film „Korkland Portugal“) |
| 1961 | 1. Preis, Bester Kunstfilm, Kelowna International Film Festival, Vancouver (für den Film „Ernst Barlach I. Der Kämpfer“) |
| 1962 | Bronzene Ähre, 2. Internationaler Agrarfilm-Wettbewerb, Berlin (für den Film „Vinho do Porto“) |
| 1962 | FIPRESCI-Preis der internationalen Filmkritik, 11. Festival Internazionale Film della Montagna et dell' Esplorazione, Trient (für den Film „Gletscher und ihre Ströme. Impressionen aus der Urlandschaft Islands“) |
| 1963 | Kulturfilmprämie des Bundesministeriums des Innern (für den Film „Eis – Grönländische Skizzen“) |
| 1964 | Kulturfilmprämie des Bundesministeriums des Innern (für den Film „Kochende Erde. Dampf-Quellen, Schwefel-Vulkane und Geysire auf Island“) |
| 1964 | Premio Speciale della giuria, 13. Festival Internazionale Film della Montagna et dell' Esplorazione, Trient (für den Film „Kochende Erde. Dampf-Quellen, Schwefel-Vulkane und Geysire auf Island“) |
| 1965 | Jugendfilmpreis, Lobende Erwähnung des Senats von Berlin-West (Bester jugendgerechter Kurzfilm), Internationale Filmfestspiele Berlin (für den Film „Das Boot von Torreira“) |
| 1965 | Kulturfilmprämie des Bundesministeriums des Innern (für den Film „Tausend Jahre nach Christi Geburt. Die Bronzetür des Bernward von Hildesheim“) |
| 1965 | Kulturfilmprämie des Bundesministeriums des Innern (für den Film „Das Boot von Torreira“) |
| 1966 | „Mention de qualité“, Centre National de la Cinématographie (für den Film „Das Boot von Torreira“) |
| 1967 | Premio „Prua d'oro“, 8. Rassegna internazionale del Documentario Cinematografico marinaro alla Fiera Campionaria di Milano (für den Film „Das Boot von Torreira“) |
| 1968 | Ehrenvolle Auszeichnung, 5. Internationales Farbfilmfestival, Barcelona (für den Film „Gletscher und ihre Ströme. Impressionen aus der Urlandschaft Islands“) |
| 1979 | Ehrenmitglied des Bundesverbands deutscher Film- und AV-Produzenten |
Nachlass:
Alfred Ehrhardt Stiftung, Berlin. (Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Fotografien, Negative, Dokumente, Kopien aus nationalen und internationalen Archiven)
Bundesarchiv, Berlin-Lichterfelde, Filmarchiv. (Filme)
Monografie:
Gestaltungslehre. Die Praxis eines zeitgemässen Kunst- und Werkunterrichts, 1932.
Selbstständige Bildbände:
Das Watt, 1937, Nachdr. 2013.
Die Kurische Nehrung, 1938.
Niederdeutsche Altarschreine, 1938.
Fohlen auf der Weide, 1939.
Island, 1939.
Kristalle. 64 Aufnahmen, 1939.
Mittelalterliche Taufen aus Erz und Stein, 1939.
Lämmer, Kücken und Kälbchen, 1940.
Niederdeutsche Madonnen. Ein Bildwerk mit 120 Tafeln, 1940, 21941.
Muscheln und Schnecken, 1941.
Alte Kunst, lebendig. Bildwerke einer Privatsammlung, 1–21942.
Gotische Gesichter. Bildwerke einer Frankfurter Privatsammlung, 1942, 21943.
Ewiges Flandern. Ein Bildwerk in 180 Tafeln, 1943.
Zwischen Schlei und Eidermündung. Eine alte Welthandelsstraße des Nordens, 1947.
Das Tier der Wildnis, 1949.
Der Bordesholmer Altar des Hans Brüggemann, 1959, 21971.
Wattenmeer. Formen und Strukturen, 1967.
Die Bronzesäule des Bernward von Hildesheim, 1967.
Geprägte Form. Über die Architektur der Schneckengehäuse aus allen Meeren der Welt, 1968.
Bildbände unter Mitarbeit von Alfred Ehrhardt:
Werner Ruge, Die Melodie des Lebens. Ein Bildbuch aus der Zeit der Wende abendländischen Denkens. Mit 40 mikroskopischen Aufnahmen v. Alfred Ehrhardt, 1939.
Georg Hartmann (Hg.), Alt-Frankfurt. Ein Vermächtnis, [1950], 21971.
Hamburg als Industrieplatz, hg. v. d. Handelskammer Hamburg und d. Behörde für Wirtschaft und Verkehr, 1952.
Ferdinand Dannmeyer/Erich von Lebe/Heinrich Rüther (Hg.), Ein Turm und seine Insel. Monographie der Nordseeinsel Neuwerk, 1952.
Artikel zu Malerei und Musik:
Ueber den Musikunterricht, in: Schulgemeinde Gandersheim, H. 2 v. Februar 1926, S. 10–12.
Ueber den Zeichenunterricht, in: ebd., S. 13–16.
Von Gymnastik und Tanz, in: Schulgemeinde Gandersheim, H. 3 v. Februar 1927, S. 10–12.
Musik und Kunstunterricht. Eine zusammenschließende, erklärende Betrachtung gelegentlich meines Wegganges, in: Chronik der Schulgemeinde auf Gut Marienau, Januar 1931, S. 1–4.
Synthetische Betrachtung der Künste, in: Die Musikanten-Gilde. Blätter der Wegbereitung für Jugend und Volk 8 (1929/30), H. 1, S. 4–13.
Materialstudium, in: Die Form. Zeitschrift für Gestaltende Arbeit 7 (1932), H. 12, S. 375–383. (Onlineressource)
Das Fundament der heutigen Musik, in: Mitteilungsblatt der Fachschaft Kindergärtnerinnern, Hortnerinnen, Jugendleiterinnen im Verband der weiblichen Angestellten, Nr. 8 v. März 1934, S. 4 f.
Musik in der Gegenwart, in: Mitteilungsblatt der Fachschaft Kindergärtnerinnern, Hortnerinnen, Jugendleiterinnen im Verband der weiblichen Angestellten, Nr. 9 v. April 1934, S. 1 f.
Vorträge:
Fotografische und filmische Gestaltung in der Gegenwart, 1937/38. (Manuskript im Archiv der Alfred Ehrhardt Stiftung, Berlin, FOT.1.2.)
Der Deutsche Kulturfilm, 1941. (Manuskript im Archiv der Alfred Ehrhardt Stiftung, Berlin, AEF.3.3.)
Kulturfilm schaffen, ca. 1943. (Manuskript im Archiv der Alfred Ehrhardt Stiftung, Berlin, AEF.3.4.)
Von der homogenen Gestalt eines Filmwerkes, ca. 1953. (Manuskript im Archiv der Alfred Ehrhardt Stiftung, Berlin, AEF.3.9.)
Abbild und Sinnbild, ca. 1953. (Manuskript im Archiv der Alfred Ehrhardt Stiftung, Berlin, AEF.3.5.)
Filme:
Urkräfte am Werk, 1939. (22 Min., schwarz-weiß)
Flanderns germanisches Gesicht, 1941. (18 Min., schwarz-weiß)
Nordische Urwelt – ein Expeditionsfilm von Alfred Ehrhardt, 1941. (17 Min., schwarz-weiß)
Ad Dei Honorem. Hans Brüggemanns Bordesholmer Passionsaltar von 1521 im Dom zu Schleswig, 1948. (16 Min., schwarz-weiß)
Ernst Barlach I. Der Kämpfer, 1949. (15 Min., schwarz-weiß)
Ernst Barlach II. Der Überwinder, 1949. (16 Min., schwarz-weiß)
Inselfahrt. Im Gebiet der Ebbe und Flut zwischen Elbe- und Wesermündung, 1950. (16 Min., schwarz-weiß)
Spiel der Spiralen. Von der Architektur der Meeresschnecken, 1951. (16 Min., schwarz-weiß)
Portugal, unbekanntes Land am Meer, 1952. (96 Min., schwarz-weiß)
Das Bronzetor von San Zeno in Verona, 1954. (13 Min., schwarz-weiß)
Schicksal und Vermächtnis. Soldatengräber vom Nordkap bis Nordafrika, 1954. (69 Min., schwarz-weiß)
Begnadete Hände. Tilman Riemenschneider. Seine Zeit. Sein Leben. Sein Werk, 1955. (87 Min., schwarz-weiß)
Die Welt des Tabaks. Ein Dokumentarfilm von den Tabak-Kulturen des Orients und Virginias und von der Kunst der Cigarettenherstellung, 1956. (99 Min., schwarz-weiß)
Tanz der Muscheln, 1959. (10 Min., schwarz-weiß)
Kunst unserer Zeit I – Skulptur 1945–1959 – aufgenommen auf der internationalen Ausstellung „documenta II“ Kassel, 1960. (13 Min., Farbe)
Kunst unserer Zeit II – Malerei – aufgenommen auf der internationalen Ausstellung „documenta II“, 1960. (14 Min., Farbe)
Vulkanisches Antlitz. Impressionen aus der Urlandschaft Islands, 1962. (11 Min., Farbe)
Gletscher und ihre Ströme. Impressionen aus der Urlandschaft Islands, 1962. (11 Min., Farbe)
Eis – Grönländische Skizzen, 1963. (12 Min., Farbe)
Korallen – Skulpturen der Meere, 1964. (9 Min., schwarz-weiß)
Tausend Jahre nach Christi Geburt. Die Bronzetür des Bernward von Hildesheim, 1964. (30 Min., schwarz-weiß)
Das Boot von Torreira, 1965. (13 Min. Farbe)
Die Bernwardsäule von Hildesheim. Ein tausendjähriges Monument des Christusglaubens, 1967. (30 Min., schwarz-weiß)
Masken und Figuren. Schwarzafrikas kostbares Gut, 1973. (72 Min., Farbe)
Monografien und Handbücher:
Van Deren Coke (Hg.), Avantgarde-Fotografie in Deutschland 1919–1939, 1982, S. 26–127.
Maike Bruhns, Kunst in der Krise. Hamburger Kunst im „Dritten Reich“, 2 Bde., 2001, Bd. 1, S. 89 f., 293, 343 u. 521; Bd. 2, S. 46, 115–118 u. 418 f.
Martin Parr/Gerry Badger (Hg.), The Photobook. A History, Bd. 1, 2004, S. 112.
Christiane Stahl, Alfred Ehrhardt. Naturphilosoph mit der Kamera. Fotografien von 1933 bis 1947, 2007.
Imke Lüders, Die Wand- und Deckenmalereien von Alfred Ehrhardt in Lamspringe, 2011.
Manfred Heiting/Roland Jaeger (Hg.), Autopsie 2. Deutschsprachige Fotobücher 1918 bis 1945, 2014, S. 556–573.
Dörte Beier/Christine Jádi, Zwischen Schlei und Eider. Alfred Ehrhardt. Fotografien aus den 1930er und 40er Jahren, 2017.
Stefanie Odenthal/Christiane Stahl (Hg.), Alfred Ehrhardt – Fotografien, 2019.
Stefanie Odenthal/Christiane Stahl (Hg.), Alfred Ehrhardt – Malerei, 2022.
Thomas Tode, Alfred Ehrhardt – Film, hg. v. Stefanie Odenthal/Christiane Stahl, 2026.
Alina Laura Just, Gestaltung und Gleichschritt. Die Geschichte der Hochschule für bildende Künste Hamburg im Nationalsozialismus, 2026, S. 92 f.
Barbara Uppenkamp, Die Hansische Hochschule für bildende Künste. Gleichschaltung einer Hamburger Kulturinstitution, 2026, S. 57–71.
Ausstellungskataloge:
Wulf Herzogenrath/Hermann Pollig, Bauhausfotografie, Katalog der Ausstellung im Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart, 1983, veränd. Nachdr. 1991, 42007.
Jeannine Fiedler (Hg.), Fotografie am Bauhaus, Katalog der Ausstellung im Bauhaus-Archiv, Berlin, 1990.
Axel Zimmermann (Hg.), Alfred Ehrhardt. Retrospektive 1929–1932, Katalog der Ausstellung in der Galerie von Braunbehrens, München, 1992.
Ketterer Kunst KG (Hg.), Alfred Ehrhardt. 1901–1984. Werkschau. Gemälde – Arbeiten auf Papier, Katalog der Ausstellung in der Ketterer Kunst KG, München, 1998.
Inka Graeve (Hg.), Mechanismus und Ausdruck. Die Sammlung Ann und Jürgen Wilde. Fotografien aus dem 20. Jahrhundert, Katalog der Ausstellung im Sprengel Museum, Hannover, 1999. (Gruppenausstellung)
Christine Hopfengart/Christiane Stahl (Hg.), Alfred Ehrhardt: Fotografien, Katalog der Ausstellung in der Kunsthalle Bremen und im Kunstmuseum Bonn, 2001.
Christiane Stahl (Hg.), Lebendiger Kristall. Die Kristallefotografie der Neuen Sachlichkeit zwischen Ästhetik, Weltanschauung und Wissenschaft, Katalog der Ausstellung in der Alfred Ehrhardt Stiftung, Köln, 2004. (Gruppenausstellung)
Christiane Stahl/Inga Lára Baldvinsdóttir (Hg.), Alfred Ehrhardt. Ísland, Katalog der Ausstellung in der Alfred Ehrhardt Stiftung, Köln und im Nationalmuseum Ísland, Reykjavík, 2005.
Ludger Derenthal/Christiane Stahl (Hg.), Mikrofotografie. Schönheit jenseits des Sichtbaren, Katalog der Ausstellung in der Kunstbibliothek Staatliche Museen zu Berlin und in der Alfred Ehrhardt Stiftung, Berlin, 2010. (Gruppenausstellung)
Handelskammer Hamburg (Hg.), Alfred Ehrhardt. Hamburger Industriefotografie 1952, Katalog der Ausstellung in der Handelskammer Hamburg, Hamburg, 2015.
Stefanie Odenthal/Christiane Stahl (Hg.), Nautilus. Schnecken, Muscheln und andere Mollusken in der Fotografie, Katalog der Ausstellung im Landesmuseum Oldenburg, in der Kunsthalle Erfurt und in der Alfred Ehrhardt Stiftung, Berlin, 2017. (Gruppenausstellung)
Stiftung Ann und Jürgen Wilde/Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Hg.), Alfred Ehrhardt. Wind, Sand und Wasser, Katalog der Ausstellung in der Pinakothek der Moderne, München, 2024.
Aufsätze und Artikel:
Hugo Sieker, Hamburger Meister der Lichtbildkunst (IV). Alfred Ehrhardt. Auf der Spur der Urkräfte, in: Hamburger Anzeiger, Nr. 47 v. 24.2.1939.
Fritz Kempe, Beschränkung auf Wesentliches. Über Alfred Ehrhardt, in: ders.,Von Meisterfotos lernen, 1958, S. 65–73.
Fritz Kempe, Alfred Ehrhardt. Filmschöpfer und Fotograf, in: Foto Prisma, Juni 1968, S. 270–275.
Hans-Michael Koetzle, Art. „Alfred (Franz Adolf) Ehrhardt“, in: ders., Das Lexikon der Fotografen. 1900 bis heute, 2002, S. 126.
Anja Hellhammer, Art. „Ehrhardt, Alfred (Franz Adolf)“, in: Reinhold Mißelbeck (Hg.), Prestel-Lexikon der Fotografen. Von den Anfängen 1839 bis zur Gegenwart, 2002, S. 78.
Roel Vande Winkel, De cameraman, de dichter en de kapelaan. Alfred Ehrhardt draait cultuurfilms met de hulp van Wies Moens en Cyriel Verschaeve, in: Wetenschappelijke tijdingen op het Gebied van de Geschiedenis van de Vlaamse Beweging 62 (2003), Nr. 1, S. 32–47.
Hans-Michael Koetzle, Art. „Alfred (Franz Adolf) Ehrhardt“, in: ders., Fotografen A–Z, 2011, S. 107.
Kerstin Stutterheim, Jenseits von „absolutem Film“ und klassischem Kulturfilm. Der Filmemacher Alfred Ehrhardt auf der Suche nach der künstlerischen Symbiose, in: Filmblatt 52 18 (2013), S. 32–42. (Onlineressource)
Christiane Stahl, Zum ideologischen Kontext von Alfred Ehrhardts fotografischen und filmischen Arbeiten zwischen 1933 und 1945, in: Joseph Imorde (Hg.), Intervention VI. Fotografie und Ideologie, 2014, S. 88–113.
Hans Bunge, Die Vorklassen von Alfred Ehrhardt und Fritz Schleifer an der Hamburger Landeskunstschule, in: Hartmut Frank/Ullrich Schwarz (Hg.), Bauhaus in Hamburg. Künstler, Werke, Spuren, 2019, S. 70–99.
Christiane Stahl, Alfred Ehrhardt. Ein Naturphilosoph mit der Kamera zwischen Avantgarde und Anpassung, in: Anke Blümm/Elizabeth Otto/Patrick Rössler (Hg.), Bauhaus und Nationalsozialismus, 2024, S. 114–117.
Christiane Stahl, „Bildendes Kunstschaffen und Musik hängen doch eben innerlich sehr stark zusammen“. Alfred Ehrhardt, Organist und Bauhaus-Künstler, in: Kai Hinrich Müller (Hg.), Musikerinnen und Musiker im Umfeld des Bauhauses, 2025, S. 151–170.
Thomas Tode, Alfred Ehrhardt Filmemacher, in: Stefanie Odenthal/Christiane Stahl (Hg.), Alfred Ehrhardt – Film, 2026, S. 153–215.
Fotografien, Alfred Ehrhardt Stiftung, Berlin.