Lebensdaten
1913 – 2010
Geburtsort
Augsburg
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Journalist ; Publizist ; Verlagsmanager
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 131450484 | OGND | VIAF: 23272031
Namensvarianten
  • Cramer, Ernst Joseph
  • Cramer, Ernst
  • Cramer, Ernst Joseph
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Biografische Lexika/Biogramme

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Zitierweise

Cramer, Ernst, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd131450484.html [20.02.2024].

CC0

  • Ernst Cramer war einer der profiliertesten Publizisten und Verlagsmanager der Bundesrepublik. Als enger Vertrauter Axel Springers (1912–1985) hatte er entscheidenden Anteil am Engagement des Springer-Verlags für das transatlantische Bündnis mit den USA sowie für das Existenzrecht Israels. Cramer widmete nahezu sein gesamtes publizistisches Werk dem Erhalt der Demokratie und Freiheitsrechte.

    Lebensdaten

    Geboren am 28. Januar 1913 in Augsburg
    Gestorben am 19. Januar 2010 in Berlin
    Grabstätte Jüdischer Friedhof in Augsburg-Hochfeld
    Konfession jüdisch
    Ernst Cramer, Imago Images (InC)
    Ernst Cramer, Imago Images (InC)
  • Lebenslauf

    28. Januar 1913 - Augsburg

    ca. 1919 - 1930 - Augsburg

    Schulbesuch (ohne Abschluss)

    Volksschule; Realgymnasium

    1930 - 1934 - Augsburg

    kaufmännische Lehre

    Kaufhaus „Brüder Landauer“

    1933 - Augsburg; Bayern

    Mitgründer

    Bund Deutsch-Jüdischer Jugend

    1934 - 1935 - Augsburg; Nürnberg

    Verkäufer

    Kaufhaus Schocken

    1937 - 1939 - Groß Breesen (Schlesien, heute Brzezno Trzebnica, Polen)

    Praktikant; „Hausvater“

    landwirtschaftliches Lehrgut für jüdische Auswanderer

    10.11.1938 - 10.12.1938 - Buchenwald bei Weimar

    Inhaftierung

    Konzentrationslager Buchenwald

    August 1939 - USA

    Emigration über die Niederlande und England

    1939 - 1941 - Virginia (USA)

    Farmarbeiter

    1941 - 1942 - Starkville (Mississippi, USA)

    Agrarstudium (ohne Abschluss)

    Mississippi State College

    1942 - 1945 - Frankreich; Luxemburg; Eisenach

    Kriegsdienst; 1944/45 Angehöriger einer Propagandaeinheit

    US-Army

    1943 - 1944 - Stanford (Kalifornien, USA)

    Army Specialized Training Program: Linguistic Fields

    Stanford University

    13.3.1943

    US-amerikanischer Staatsbürger

    1945 - 1954 - Würzburg; München; Frankfurt am Main

    Mitarbeiter der Presseabteilung der US-Militärregierung, zuständig u. a. für die Lizenzierung von Zeitungen

    Information Controll Division, zugeordnet zum District Information Services Controll Commands, später Office of Military Government for Bavaria

    1948 - 1954 - München; Frankfurt am Main

    stellvertretender Chefredakteur

    Die Neue Zeitung

    1954 - 1958 - Frankfurt am Main

    Mitarbeiter

    United Press (Nachrichtenagentur)

    1958 - 1963 - Hamburg

    stellvertretender Chefredakteur

    Die Welt

    1964 - 1966 - Hamburg

    Vorsitzender der Geschäftsführenden Redaktion

    Die Welt

    1966 - 1967 - Hamburg

    Bevollmächtigter für elektronische Medien

    Axel Springer Verlag

    1967 - Hamburg; Berlin

    Gesamtprokura

    Axel Springer Verlag

    1968 - Hamburg

    Geschäftsführer des Redaktionellen Beirats

    Axel Springer Verlag

    1969 - 1971 - Hamburg

    Leiter des Verlegerbüros

    Axel Springer Verlag

    1971 - 1985 - Hamburg

    Geschäftsführer

    Axel Springer Gesellschaft für Publizistik KG

    1973 - 1981 - Berlin

    Vorstandsmitglied

    Axel Springer Stiftung

    1981 - 2010 - Berlin

    Vorstandsvorsitzender

    Axel Springer Stiftung

    1981 - 1985 - Hamburg

    Mitherausgeber; Herausgeber

    Welt am Sonntag

    1982 - 1983 - Berlin

    Geschäftsführer

    Verlag Ullstein GmbH

    1983 - 1985 - Berlin

    stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

    Axel Springer Verlag AG

    1985 - Berlin

    einer der Testamentsvollstrecker Axel Springers (1912–1985)

    Axel Springer Stiftung

    1985 - 1999 - Berlin

    Mitglied des Aufsichtsrats, seit 1988 wieder stellvertretender Vorsitzender

    Axel Springer Verlag AG

    19. Januar 2010 - Berlin
  • Genealogie

    Vater Martin Cramer 8.8.1880–1942 aus Speyer; Kaufmann, Inhaber eines Zigarrengeschäfts in Augsburg; Dichter; im April 1942 nach Piaski (Polen) deportiert, Holocaustopfer
    Großvater väterlicherseits Ferdinand Cramer geb. 8.10.1839 aus Speyer
    Großmutter väterlicherseits Elisabeth Cramer, geb. Gümbel geb. 24.3.1853 Tochter des Joseph Gümbel (1812–1875) aus Albisheim bei Mannheim
    Mutter Clara Cramer, geb. Berberich 26.8.1886–1942 aus Augsburg; Hausfrau; im April 1942 nach Piaski (Polen) deportiert, Holocaustopfer
    Großvater mütterlicherseits Justin (Isaak) Berberich 21.3.1846–6.3.1916
    Großmutter mütterlicherseits Betty Berberich, geb. Gerstle 4.1.1857–25.3.1935 aus Steppach bei Augsburg; Hausfrau
    Schwester Helene Feldman, geb. Cramer 26.1.1916–11.5.1967 Hausfrau; 1938 Emigration in die USA; verh. mit David Hirsch Feldman (1902–1990)
    Bruder Erwin Cramer 1.8.1921–1942 Student; im April 1942 nach Piaski (Polen) deportiert, Holocaustopfer
    Heirat 14.10.1948 in München
    Ehefrau Marianne Cramer, geb. Untermayer 10.1.1916–18.7.2008 aus Augsburg; Hausfrau; gest. in Hamburg, beerdigt in Augsburg
    Schwiegervater Eugene Untermayer 7.7.1886–1957 bis 1935 Direktor der Wäschefabrik M. Untermayer in München; 1938 Emigration in die USA; 1945–1955 Leiter des Unternehmens Ferro Processing in Pueblo (Colorado, USA)
    Schwiegermutter Flora Untermayer, geb. Epstein 19.7.1892–26.12.1986 Hausfrau; gest. in Pueblo (Colorado, USA)
    Kinder ein Sohn, eine Tochter
    Diese Grafik wurde automatisch erzeugt und bietet nur einen Ausschnitt der Angaben zur Genealogie.

    Cramer, Ernst (1913 – 2010)

    • Vater

      Martin Cramer

      8.8.1880–1942

      aus Speyer; Kaufmann, Inhaber eines Zigarrengeschäfts in Augsburg; Dichter; im April 1942 nach Piaski (Polen) deportiert, Holocaustopfer

      • Großvater väterlicherseits

        Ferdinand Cramer

        geb. 8.10.1839

        aus Speyer

      • Großmutter väterlicherseits

        Elisabeth Cramer

        geb. 24.3.1853

        Tochter des Joseph Gümbel (1812–1875) aus Albisheim bei Mannheim

    • Mutter

      Clara Cramer

      26.8.1886–1942

      aus Augsburg; Hausfrau; im April 1942 nach Piaski (Polen) deportiert, Holocaustopfer

      • Großvater mütterlicherseits

        Justin Berberich

        21.3.1846–6.3.1916

      • Großmutter mütterlicherseits

        Betty Berberich

        4.1.1857–25.3.1935

        aus Steppach bei Augsburg; Hausfrau

    • Schwester

      Helene Feldman

      26.1.1916–11.5.1967

      Hausfrau; 1938 Emigration in die USA; verh. mit David Hirsch Feldman (1902–1990)

    • Heirat

      in

      München

  • Biografie

    Cramer wurde in die jüdische Familie eines Augsburger Kaufmanns hineingeboren. Als sein kunstinteressierter Vater, der 1922 mit Bertolt Brecht (1898–1956) eine Literarische Gesellschaft gegründet hatte, infolge der Weltwirtschaftskrise in finanzielle Probleme geriet, musste Cramer 1930 das Realgymnasium verlassen und begann eine kaufmännische Lehre. In dieser Zeit engagierte er sich in der jüdischen Jugendbewegung und gehörte Ende 1933 zu den Gründern des Bunds Deutsch-Jüdischer Jugend, der eine Synthese deutscher und jüdischer Identität anstrebte. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme als Verkäufer in Augsburg und Nürnberg tätig, bereitete Cramer bald seine Emigration vor. Von 1937 bis 1939 arbeitete er auf einem landwirtschaftlichen Lehrgut für auswanderungswillige Juden in Groß Breesen (Schlesien, heute Brzezno Trzebnica, Polen), zuletzt als Stellvertreter des Lehrgutleiters Curt W. Bondy (1894–1972). Diese Tätigkeit wurde nach den Novemberpogromen 1938 durch eine vierwöchige Inhaftierung im Konzentrationslager Buchenwald unterbrochen, während der Cramer misshandelt wurde.

    Im August 1939 emigrierte Cramer mit Unterstützung der US-amerikanischen Botschaft in Berlin in die USA, arbeitete auf einer Farm in Virginia und begann 1941 am State College in Starkville (Mississippi) ein Agrarstudium. Kurz nach dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg meldete er sich zur US-Army, diente 1944/45 in einer Propagandaeinheit, mit der er an der Invasion der Alliierten in Frankreich teilnahm, und kehrte gegen Kriegsende nach Deutschland zurück. Erschüttert von einem Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald und der Erkenntnis, dass seine Eltern und sein Bruder ermordet worden waren, entschloss sich Cramer gegen eine Fortsetzung seines Studiums in den USA, um sich stattdessen beim Wiederaufbau eines demokratischen Deutschlands und der „Re-Education“ (Umerziehung) der deutschen Bevölkerung einzubringen.

    Von 1945 bis 1954 arbeitete Cramer für die Presseabteilung der US-Militärregierung für Bayern, wo er u. a. für die Lizenzierung von Verlegern, Journalisten, Filmschaffenden und Theaterleuten zuständig war. Dazu zählten u. a. Edmund Goldschagg (1886–1971), Franz Joseph Schöningh (1902–1960) und August Schwingenstein (1881–1968) für die „Süddeutsche Zeitung“, Joseph Eduard Drexel (1896–1976) für die „Nürnberger Nachrichten“, Curt Frenzel (1900–1970) und Johann Wilhelm Naumann (1897–1956) für die „Schwäbische Landeszeitung“ sowie Felix Buttersack (1900–1986) für den „Münchner Merkur“. Parallel dazu dozierte Cramer im Münchner Amerikahaus sowie an Volkshochschulen und fungierte seit 1948 als stellvertretender Chefredakteur der „Neuen Zeitung“, dem Blatt der US-Militäradministration. Unter Chefredakteur Hans Wallenberg (1907–1977) begann er, regelmäßig Texte zu schreiben, v. a. über das politische System der USA, aber auch Rezensionen zu Büchern über das deutsch-amerikanische Verhältnis und die „Re-Education“.

    1955 machte Cramer Bekanntschaft mit dem Hamburger Verleger Axel Springer (1912–1985), in dessen Unternehmen er 1958 als stellvertretender Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“ unter Hans Zehrer (1899–1966) einstieg. Neben seinen Aufgaben als Kommentator und Blattmacher trat Cramer auch als politischer Publizist hervor, v. a. zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Judenverfolgung, zur Stärkung der Freundschaft mit den USA und zur Demokratisierung Deutschlands. Nach dem Mauerbau 1961 wurde die Teilung Deutschlands ein weiteres Hauptthema Cramers, der seitens der DDR-Propaganda zum „idealtypischen Klassenfeind“ stilisiert wurde.

    Von 1964 bis 1966 Vorsitzender der Geschäftsführenden Redaktion der „Welt“, koordinierte Cramer die Zusammenarbeit mit der Verlagsleitung und prägte die redaktionelle Arbeit vom Produktionsablauf, über inhaltliche Fragen bis hin zu Personalentscheidungen. 1966/67 hatte er als Bevollmächtigter für elektronische Medien des Axel Springer Verlags die Aufgabe, Informationen über die Neuerungen in der Kommunikationsbranche zu sammeln und auszuwerten. Cramer bewegte v. a. der Wettbewerb zwischen Zeitungen und neuen elektronischen Medien, seine Abteilung erarbeitete Analysen und Konzepte für eine mögliche Teilprivatisierung des Hör- und Fernsehfunks.

    Seit 1966 organisierte Cramer mehrere Auslandsreisen Springers in die USA und nach Israel. Er hatte Anteil an der Formierung von Kernelementen des Wertekanons Springers, darunter die Verteidigung des westlichen Wirtschafts- und Demokratiemodells, die Aussöhnung mit dem jüdischen Volk und die Unterstützung des Staates Israel. In seinen Funktionen als Vorstandsmitglied und schließlich Vorstandsvorsitzender der Axel Springer Stiftung wurde Cramer zum wichtigsten Berater Springers sowie seit 1985 von dessen Witwe, der Mehrheitsaktionärin Friede Springer (geb. 1942). Von 1981 bis 1985 war er als Mitherausgeber, dann alleiniger Herausgeber der von Claus Jacobi (1927–2013) und Manfred Geist (1939–1997) redigierten „Welt am Sonntag“ tätig.

    Cramer war ein meinungsstarker und öffentlichkeitswirksamer Intellektueller, der sich im Besonderen für die Versöhnung zwischen Juden und Christen bzw. zwischen Israel und der Bundesrepublik verdient machte. Die Verteidigung von Presse- und Religionsfreiheit, Demokratie, Rechtsstaat und sozialer Marktwirtschaft prägte sein journalistisches und publizistisches Werk. Für sein öffentliches Engagement vielfach ausgezeichnet, hielt Cramer am 27. Januar 2006 im Deutschen Bundestag die Ansprache zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Cramer war bis in das hohe Alter seiner Heimatstadt eng verbunden und förderte 1985 die Wiedereröffnung der Augsburger Synagoge sowie 2002 den Ankauf eines Schutzbriefs für den jüdischen Kaufmann Veit Caula (1764–1811) aus dem Jahr 1798 für die städtischen Kunstsammlungen. Heute erinnern der Ernst-Cramer-Saal im Unternehmen Axel Springer und das Ernst Cramer Conference Center in der US-Botschaft in Berlin an den Publizisten.

  • Auszeichnungen

    1944 Bronze Star Medal der US-Army
    1944 Croix de Guerre
    1979 Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
    1987 Bayerischer Verdienstorden
    1988 Prof. e. h. der Stadt Berlin
    1988 Honorary Fellow, Bar-Ilan Universität, Israel
    1988 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (2001 mit Stern und Schulterband)
    1994 Dr. h. c., Bar-Ilan-Universität, Ramat Gan (Israel)
    1999 Leo-Baeck-Medaille des Leo-Baeck-Instituts, New York City
    2003 Ehrenbürger der Stadt Augsburg
    seit 2003 Ernst-Cramer-Fellowship, Internationale Journalisten-Programme e. V.
    2004 Heinz-Galinski-Preis der Jüdischen Gemeinde Berlin
    2008 Verdienstorden der Stadt Berlin
    seit 2008 Ernst Cramer Award for Outstanding Constributions to American Jewish-German Understanding, American Jewish Commitee
    2009 Ernst Cramer Conference Center in der US-Botschaft, Berlin
    seit 2013 Ernst-Cramer-Medaille für deutsch-israelische Verdienste, Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. (weiterführende Informationen)
    2014 Ernst-Cramer-Weg, Augsburg-Hochfeld
  • Quellen

    Nachlass:

    Unternehmensarchiv der Axel Springer SE, Berlin. (Hauptnachlass)

    Leo-Baeck-Institut, New York City, Ernst J. Cramer Collection. (Teilnachlass)

    Weitere Archivmaterialien:

    Archiv des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen, Berlin, BstU MfS ZA ZAIG 10 040. (Unterlagen zur Ausspähung des Axel Springer Verlags)

    Arolsen Archives (International Center on Nazi Persecution), Bad Arolsen, Unterlagen zu Martin Cramer, Clara Kramer, Ernst Cramer und Erwin Cramer. (Onlineressource)

    Axel Springer Stiftung, Berlin. (Vorstandsakten)

    Bayerisches Hauptstaatsarchiv, München, Bestand Office of Military Government for Bavaria (OMGB).

  • Werke

    Erfahrungen. Einsichten. Zeugnisse, 1992.

    Erinnerungen an Buchenwald, in: Dachauer Hefte 13 (1997), S. 135–141.

    Germany and the Jews at the Turn of the Millennium. The Leo Baeck Memorial Lecture 43, 2000.

    „Ich habe es erlebt“, 2008. [Sammlung autobiografischer Texte aus: „Die Welt“ (1963–2007) u. „Welt am Sonntag“ (1985–2005), dazu Interview v. Mathias Döpfner mit Cramer (2003) und Rede Cramers im Bundestag (2006)]

  • Literatur

    Heinz-Dietrich Fischer, Reeducation- und Pressepolitik. Die Zonenzeitung „Die Welt“ 1946–1950. Konzeption, Artikulation und Rezeption, 1978.

    Norbert Frei, Amerikanische Lizenzpolitik und deutsche Pressetradition. Die Geschichte der Nachkriegszeitung Südost-Kurier, 1986.

    Werner T. Angress, Between Fear and Hope. Jewish Youth in the Third Reich, 1988, S. 48, 66, 70, 86, 114, 118, 126, 133 f u. 137.

    Marita Biller, Exilstationen. Eine empirische Untersuchung zur Emigration und Remigration deutschsprachiger Journalisten und Publizisten, 1994.

    Susan Stern (Hg.), Speaking out. Jewish Voices from United German, 1995, S. 50–59.

    Gudrun Kruip, Das „Welt“-„Bild“ des Axel-Springer-Verlags. Journalismus zwischen westlichen Werten und deutschen Denktraditionen, 1999.

    Jessica C. E. Gienow-Hecht, Transmission Impossible. American Journalism as Cultural Diplomacy in Postwar Germany. 1945–1955, 1999, S. 30, 120, 161 u. 171.

    Jessica C. E. Gienow-Hecht, Art is Democracy and Democracy is Art: Culture, Propaganda, and the Neue Zeitung in Germany, in: Diplomatic History 23 (1999), S. 21–43.

    Simone Barden, Hans Habe. Journalist ohne Heimat – „Lehrmeister der Deutschen“, unveröff. Diplomarbeit, Katholische Universität Eichstätt, 2000.

    Claus-Dieter Krohn/Axel Schildt (Hg.), Zwischen den Stühlen? Remigranten und Remigration in der deutschen Medienöffentlichkeit der Nachkriegszeit, 2002, S. 20, 29 u. 248.

    Claus Jacobi, Der Verleger Axel Springer. Eine Biografie aus der Nähe, 2005.

    Wilfried E. Schoeller (Hg.), Diese merkwürdige Zeit. Leben nach der Stunde Null. Ein Textbuch aus der „Neuen Zeitung“, 2005, S. 684.

    Stefan Rippler, Alter schützt vor Arbeit nicht: Prof. Dr. h. c. Ernst J. Cramer, in: Torsten Knödler (Hg.), Augsburger Lebenswege, 2006, S. 41–44.

    Hans-Peter Schwarz, Axel Springer. Die Biografie, 2008.

    Jochen Staadt/Tobias Voigt/Stefan Wolle, Feind-Bild Springer. Ein Verlag und seine Gegner, 2009.

    Till von Arnim, „Und dann werde ich das größte Zeitungshaus Europas bauen“. Der Unternehmer Axel Springer, 2012.

    Fritz Backhaus/Dmitrij Belkin/Raphael Gross (Hg.), Bild dir dein Volk. Axel Springer und die Juden, 2012, S. 59–64.

    Beverley Driver Eddy, Camp Sharpe's „Psycho Boys“. From Gettysburg to Germany, 2014, S. 6, 126, 147 f., 153 f., 169 f., 173, 180 u. 190 f.

    Mathias Döpfner (Hg.), „Berlin ist das Herz Europas, ich kenne kein anderes“. Axel Springer und seine Stadt, 2015, S. 218–221.

    Lars-Broder Keil/Sven Felix Kellerhoff (Hg.), „Ich gehöre hierhin“. Remigration und Reeducation. Wie der Publizist Ernst Cramer für die Demokratisierung Deutschlands stritt, 2020. (P)

  • Onlineressourcen

  • Porträts

    Gemälde (Öl/Leinwand), 2017, Unternehmensarchiv der Axel Springer SE, Berlin.

    Fotografien, 1942–2010, Unternehmensarchiv der Axel Springer SE, Berlin, teilweise abgedruckt in: Lars-Broder Keil/Sven Felix Kellerhoff (Hg.), „Ich gehöre hierhin“. Remigration und Reeducation. Wie der Publizist Ernst Cramer für die Demokratisierung Deutschlands stritt, 2020.

    Fotografien u. a. mit Bundespräsident Johannes Rau (1931–2006), Bundespräsident Horst Köhler (geb. 1943) u. Bundeskanzlerin Angela Merkel (geb. 1954), 2001–2008, Bundesarchiv, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung.

    Fotografie v. Achim Melde, 27.1.2006, Bilddatenbank des Deutschen Bundestags. (Onlineressource)

  • Autor/in

    Lars-Broder Keil (Berlin)

  • Zitierweise

    Keil, Lars-Broder, „Cramer, Ernst“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.10.2023, URL: https://www.deutsche-biographie.de/131450484.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA