Lebensdaten
1886 – 1968
Geburtsort
Basel
Sterbeort
Basel
Beruf/Funktion
Evangelisch-reformierter Theologe ; Hochschullehrer ; Theologe
Konfession
evangelisch-reformiert
Normdaten
GND: 118506803 | OGND | VIAF: 64001331
Namensvarianten
  • Barth, Karl
  • Ba te
  • Bart, Karl
  • mehr

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Zitierweise

Barth, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118506803.html [09.02.2023].

CC0

  • Karl Barth stand in den 1920er Jahren als Haupt der „Dialektischen Theologie“ an der Spitze der wirkungsmächtigsten Aufbruchsbewegung der evangelischen Theologie. Er gilt als international bedeutendster protestantischer Theologe des 20. Jahrhunderts und hat wie kein anderer die theologische Diskussion über Grundlagen und Aufgaben von Theologie und Kirche angeregt und beeinflusst.

    Karl Barth, Karl Barth-Archiv (InC)
    Karl Barth, Karl Barth-Archiv (InC)
  • Lebensdaten

    Geboren am 10. Mai 1886 in Basel
    Gestorben am 10. Dezember 1968 in Basel
    Grabstätte Friedhof am Hörnli in Basel
    Konfession evangelisch-reformiert
  • Lebenslauf

    10.·Mai 1886 - Basel

    1894 - September 1904 - Bern

    Schulbesuch (Abschluss: Matura)

    Freies Gymnasium

    1904 - 1908 - Bern; Berlin; Tübingen; Marburg an der Lahn

    Studium der Evangelischen Theologie

    Universität

    1908 - 1909 - Marburg an der Lahn

    Redaktionsgehilfe

    Zeitschrift „Christliche Welt“

    1909 - 1911 - Genf

    Hilfsprediger

    deutschsprachige Reformierte Gemeinde

    1911 - 1921 - Safenwil (Kanton Aargau)

    Gemeindepfarrer

    1915 - Safenwil

    Mitglied

    Sozialdemokratische Partei der Schweiz

    1916 - Safenwil

    Beginn umfassender theologischer Selbstklärung mit der Auslegung des Römerbriefs

    1921 - 1925 - Göttingen

    Honorarprofessor für Reformierte Theologie

    Universität

    1925 - 1930 - Münster

    ordentlicher Professor für Dogmatik und neutestamentliche Exegese

    Universität

    1925 - Oberrieden (Kanton Zürich)

    Begegnung mit Charlotte von Kirschbaum (1899–1975)

    1930 - 1935 - Bonn

    ordentlicher Professor für Systematische Theologie

    Universität

    1931 - Bonn

    Mitglied

    SPD

    1933 - 1934 - Bonn

    theologische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in der Kirche

    1934 - Bonn; Frankfurt am Main; Wuppertal-Barmen

    Entwurf der Barmer Theologischen Erklärung

    1934 - Bonn

    Suspendierung vom Dienst; Dienststrafverfahren

    Universität

    Juni 1935 - Bonn

    Versetzung in den Ruhestand

    Universität

    Juli 1935

    Ausreise aus Deutschland

    1935 - 1961 - Basel

    ordentlicher Professor für Systematische Theologie

    Universität

    1938 - 1945

    Verbot sämtlicher Druckerzeugnisse Barths in Deutschland

    1940 - 1947 - Basel

    Freiwilliger

    bewaffneter Hilfsdienst der Schweiz

    1946 - 1947 - Bonn

    Gastprofessor

    Universität

    1947

    Mitverfasser des „Darmstädter Worts zum politischen Weg unseres Volkes“

    1948 - Amsterdam

    Hauptvortrag

    erste Weltkirchenkonferenz

    1954 - 1964 - Basel

    regelmäßiger Predigtdienst

    Gefängnis

    1961 - 1962 - Basel

    Emeritierung; Lehrveranstaltungen als Stellvertreter seiner Professur

    Universität

    1962 - Chicago (Illinois, USA); Princeton Theological Seminary, Princeton (New Jersey, USA)

    Vorlesungs-Reise durch die USA

    Universität

    1968 - Basel

    letzte Lehrveranstaltung: Kolloquium über Schleiermachers „Reden über die Religion“

    Universität

    10.·Dezember 1968 - Basel
  • Genealogie

    Vater Johann Friedrich (Fritz) Barth 1856–1912 reformierter Theologe, Professor in Basel und Bern
    Großvater väterlicherseits Franz Albert Barth 1816–1879 reformierter Pfarrer in Basel
    Großmutter väterlicherseits Sara Barth-Lotz 1817–1888
    Mutter Anna-Katharina Barth-Sartorius 1863–1938
    Großvater mütterlicherseits Karl Achilles Sartorius 1824–1893 reformierter Pfarrer in Basel
    Großmutter mütterlicherseits Johanna Sartorius-Burckhardt 1832–1915
    Onkel mütterlicherseits Karl Sartorius 1856–1906 reformierter Pfarrer in Pratteln (Kanton Basel-Landschaft)
    Bruder Peter Barth 1888–1940 reformierter Pfarrer in Madiswil (Kanton Bern)
    Bruder Heinrich Barth 1890–1965 Professor für Philosophie in Basel
    Schwester Katharina Barth 1893–1899
    Schwester Gertrud Lindt-Barth 1896–1980
    Heirat 1913 in Genf
    Ehefrau Nelly Barth-Hoffmann 1893–1976 Violinistin, Hauslehrerin
    Schwiegervater Robert Hoffmann 1840–1894 Jurist, Staatsschreiber in St. Gallen, Sohn des Joseph Marzell Hoffmann (1809–1888), Nationalrat, Landamtmann in St. Gallen
    Schwiegermutter Anna Elisabeth Hoffmann, geb. Hugentobler, verw. Locher 1854–1934
    Tochter Franziska Nelly Zellweger-Barth 1914–1994
    Sohn Karl Markus Barth 1915–1994 reformierter Theologe, Professor für Neues Testament in Dubuque (Iowa, USA), Chicago (Illinois, USA), Pittsburgh (Pennsylvania, USA) und Basel
    Sohn Christoph Friedrich Barth 1917–1986 reformierter Theologe, Professor für Altes Testament in Jakarta (Indonesien) und Mainz
    Sohn Robert Matthias Barth 1921–1941
    Sohn Johann (Hans) Jakob Barth 1925–1984 Gartengestalter, Maler
  • Biografie

    Barth wuchs seit 1889 in Bern auf. Nach der Matura 1904 studierte er bis 1908 Evangelische Theologie in Bern, Berlin, Tübingen und Marburg. In Berlin beeindruckte ihn besonders Adolf von Harnack (1851–1930), in Marburg Wilhelm Herrmann (1846–1922), den er als seinen eigentlichen Lehrer betrachtete. Während des Studiums war Barth überzeugter Anhänger der tonangebenden liberalen Theologie. Seine Tätigkeit als Gehilfe in der Redaktion der „Christlichen Welt“, dem von Martin Rade (1857–1940) in Marburg herausgegebenen führenden Blatt des kirchen- und kulturoffenen liberalen Protestantismus, fügte sich 1908/09 nahtlos in Barths theologische Lehrjahre.

    Nach zweijähriger Tätigkeit als Hilfsprediger in Genf wurde Barth 1911 Pfarrer in der Bauern- und Arbeitergemeinde Safenwil (Kt. Aargau), wo er sich als Prediger und Seelsorger auch in sozialer Hinsicht stark engagierte. Die Tätigkeit im Pfarramt wie auch der Erste Weltkriegs und die mit ihm verbundenen geistigen und kulturellen Umbrüche führten bei Barth zur Suche nach einer grundlegenden theologischen Neuorientierung. Die theologischen Konzepte des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, wie sie vornehmlich Friedrich Schleiermacher (1768–1834) und die Schule Albrecht Ritschls (1822–1889) entwickelt hatten, erwiesen sich ihm zunehmend als untauglich für den Verkündigungsauftrag der Kirche. Begegnungen mit den dem religiösen Sozialismus nahestehenden Hermann Kutter (1863–1931) und Christoph Blumhardt (1842–1919) sowie der enge Austausch mit seinem Freund Eduard Thurneysen (1888–1974) verstärkten sein Unbehagen an der dominant anthropologisch ausgerichteten, subjektorientierten Theologie des Neuprotestantismus.

    Im Sommer 1916 entschloss sich Barth zu einer Auslegung des Römerbriefs des Paulus, die vornehmlich der eigenen Selbstklärung dienen sollte und aus der ein theologischer Kommentar erwuchs, der den Aufbruch der Theologie nach dem Ersten Weltkrieg maßgeblich inspirierte und vorantrieb. Mit den unterschiedlichen Fassungen von „Der Römerbrief“ (1919, 21922) – die eigentliche Wirkung ging von der zweiten Auflage aus – tastete sich Barth an eine Neubegründung der Theologie in der biblisch bezeugten Anrede Gottes heran und versuchte, die seit Schleiermacher übliche Gründung der Theologie auf einen allgemeinen Religionsbegriff zu überwinden. Barth suchte der Souveränität des lebendigen, dem Menschen in Gericht und Gnade überlegen begegnenden Gottes Ausdruck zu verschaffen und entwickelte den seine Theologie prägenden Grundgedanken, dass die menschliche Gotteserkenntnis durch Gott gewirkt wird und ausschließlich auf der dem Menschen immer überlegenen göttlichen Initiative und Zuwendung in der Offenbarung Gottes fußt.

    Die zweite Auflage des „Römerbriefs“ und die um sie gruppierten Arbeiten von 1921/22 zeigten Barth auf dem Höhepunkt dieser „dialektischen Theologie“, die in der Theologiekritik Franz Overbecks (1837–1905), dem Neukantianismus in der Interpretation seines Bruders Heinrich Barth (1890–1965) und, zumindest begrifflich, in der Paradoxdialektik Søren Kierkegaards (1813–1855) Inspirationsquellen fand. Fruchtbar für den weiteren Weg wurden neben der lebenslangen Freundschaft mit Thurneysen Begegnungen mit Friedrich Gogarten (1887–1967) und Emil Brunner (1889–1966) sowie der Austausch mit Rudolf Bultmann (1884–1976). Ihr gemeinsames Diskussionsforum fand diese Gruppe von 1922 bis zu ihrem Zerfall 1933 in der Zeitschrift „Zwischen den Zeiten“, die als Organ des Aufbruchs galt.

    1922 wurde Barth auf eine mit US-amerikanischen Stiftungsgeldern errichtete Honorarprofessur für Evangelische Theologie an der Universität Göttingen berufen. 1925 wechselte er auf eine Professur für Dogmatik und neutestamentliche Theologie nach Münster, 1930 auf eine Professur für Systematische Theologie nach Bonn. Seit 1925 führte er eine Jahrzehnte währende Lebens- und Arbeitsgemeinschaft mit Charlotte von Kirschbaum (1899–1975), die seit 1929 bei ihm und seiner Familie lebte. Auf dem Höhepunkt seiner Tätigkeit in Deutschland gewann er 1933/34 prägenden theologischen Einfluss auf die innerkirchliche Opposition gegen den Nationalsozialismus. So stammt der Entwurf der Barmer Theologischen Erklärung 1934 maßgeblich aus seiner Feder. Ende 1934 wurde Barth wegen der Verweigerung des Diensteids auf Hitler suspendiert, im März 1935 mit Redeverbot belegt und im Juni 1935 in den Ruhestand versetzt, was einem Berufsverbot gleichkam.

    In dieser Situation folgte Barth einem Ruf an die Universität Basel, an der er bis zu seiner Emeritierung 1962 lehrte – unterbrochen durch zwei Gastsemester in Bonn 1946 und 1947. Von Basel aus erhob er immer wieder seine kritische Stimme zur verbrecherischen Politik des Nationalsozialismus, aber auch im Hinblick auf die auf ihren Neutralitätskurs bedachte Schweiz (Eine Schweizer Stimme, 1945). Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zum entschiedenen Mahner für Ausgleich und Verständigung zwischen den sich rasch entwickelnden Fronten des Kalten Kriegs und engagierte sich in der sich neu formierenden Ökumenischen Bewegung. In den 1950er Jahren erreichte seine Theologie den Höhepunkt ihrer weltweiten Ausstrahlung. Seine markanten und häufig polarisierenden Kommentare zur theologischen und kirchlichen Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg, die er als restaurativ und kontraproduktiv einschätzte, beeinflussten in Wirkung und Gegenwirkung die jüngere Geschichte des deutschen Protestantismus.

    Im Zentrum der Basler Lehr- und Forschungstätigkeit stand Barths Arbeit an seinem Hauptwerk, der „Kirchlichen Dogmatik“, deren erster Teilband 1932 erschien und die bis zum Erscheinen des letzten Teilbandes IV/4 1967 auf 13 voluminöse Bände anwuchs. Barth griff nun die Problemstellungen der in ihrer Bedeutung oft unterschätzten Dogmengeschichte und klassischen Dogmatik auf und suchte nach neuen, weiterführenden Lösungen der überkommenen Lehrbildungen. In diesem langjährigen Lernprozess (Unterricht in der christlichen Religion, 3 Bde., 1924–26; Die christliche Dogmatik im Entwurf, 1927) formten sich Grundentscheidungen der Barthschen Dogmatik, so die trinitätstheologische Vertiefung des offenbarungstheologischen Denkansatzes, die Unterscheidung der drei Gestalten des Wortes Gottes als Offenbarung, Schrift und Verkündigung und die Einsichten zum konstitutiven Rang der Christologie. Der Leitgedanke der Souveränität und Gottheit Gottes wurde nun mehr „theanthropologisch“ vertieft: Gott bringe seine Göttlichkeit gerade dadurch zur Geltung, dass er in Jesus Christus seine Menschlichkeit erweist und, indem er sich selbst erniedrigt, den Menschen zu seinem freien Partner erhebt. In der Konzentration auf die sich in Christus vollziehende Begegnung zwischen Gott und Mensch ist ein Heilsuniversalismus beschlossen, der auch einen behutsamen neuen Zugang zur außerchristlichen Wahrheitserkenntnis ermöglicht.

    Barth hat die theologische Diskussion des 20. Jahrhunderts tiefgreifend angeregt und beeinflusst – sowohl dort, wo man ihm gefolgt ist, als auch dort, wo er auf Widerspruch und Gegnerschaft stieß. Sein Denken löste ein bemerkenswertes Echo in der katholischen Theologie und in der Ökumene aus. Nach 1970 ging der Einfluss seiner Theologie zurück. Im Mainstream evangelischer Theologie traten die von Barth in ihrer Einseitigkeit kritisierten anthropologischen, subjektbetonten, aber auch religionsphilosophisch ambitionierten Denkansätze wieder in den Vordergrund. Sein Denken erschien nun vielen als autoritär und antimodern. Namhafte Theologen wie Eberhard Jüngel (1934–2021), Wolf Krötke (geb. 1938), Gerhard Sauter (geb. 1935) und Michael Trowitzsch (geb. 1945) haben demgegenüber die Innovationskraft der Theologie Barths verdeutlicht. Gegenwärtig erfährt das Interesse an ihr einen neuen Aufschwung.

    Seit 1971 widmet sich die Karl-Barth-Stiftung in Basel der Herausgabe von Barths gedrucktem Werk und unveröffentlichtem Nachlass. Auf die Barth-Forschung ausgerichtet sind das 1997 eingerichtete Center for Barth Studies am Princeton Theological Seminary und die im selben Jahr in Bünde (Westfalen) gegründete Karl-Barth-Gesellschaft.

  • Auszeichnungen

    1922 Dr. h. c., Universität Münster
    1930 Dr. h. c., Universität Glasgow (Großbritannien)
    1931 Ehrenprofessor, Universität Sarospatak (Ungarn)
    1936 Dr. h. c., Universität Utrecht (Niederlande)
    1937 Dr. iur. h. c., Universität St Andrews (Großbritannien)
    1937 Ehrenprofessor, Universität Klausenburg (Rumänien)
    1938 Dr. h. c., Universität Oxford (Großbritannien)
    1954 Dr. h. c., Universität Budapest
    1956 Dr. jur. h. c., Universität Edinburgh (Großbritannien)
    1959 Dr. h. c., Universität Genf
    1959 Dr. h. c., Universität Straßburg (Frankreich)
    1962 Dr. h. c., Universität Chicago (Illinois, USA)
    1963 Dr. és Lettr. h. c., Universität Paris
    1940 Honorary Foreign Member der British and Foreign Bibel Society
    1950 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences, Boston (Massachusetts, USA)
    1951 King‘s Medal for Service in the Cause of Freedom, London
    1963 Sonning-Preis für europäische Kultur, Universität Kopenhagen
    1966 Ehrensenator, Universität Bonn
    1968 assoziiertes Mitglied der Académie des Sciences Morales et Politiques de lʼInstitute de France, 1968
    1968 Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa, Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt
    • Quellen

      Nachlass:

      Karl Barth-Archiv Basel.

    • Werke

      Der Römerbrief, 1919, unveränderter Nachdr. 1963, engl. 1933; Der Römerbrief (Erste Fassung). 1919, hg. v. Hermann Schmidt, 1985.

      Der Römerbrief (Zweite Fassung). 1922, hg. v. Cornelis van der Kooi/Katja Tolstaja, 2010.

      Das Wort Gottes und die Theologie. Gesammelte Vorträge, Bd. 1, 1924, 4. Aufl. o. J., franz. 1933, 21966.

      Die Auferstehung der Toten. Eine akademische Vorlesung über 1. Kor. 15, 1924, 41953.

      Unterricht in der christlichen Religion, Bd. 1: Prolegomena, 1924, hg. v. Hannelotte Reiffen, 1985.

      Unterricht in der christlichen Religion, Bd. 2: Die Lehre von Gott / Die Lehre vom Menschen, 1924/25, hg. v. Hinrich Stoevesandt, 1990.

      Unterricht in der christlichen Religion, Bd. 3: Die Lehre von der Versöhnung / Die Lehre von der Erlösung (1925/1926), hg. v. Hinrich Stoevesandt, 2003.

      Die christliche Dogmatik im Entwurf, Bd. 1: Die Lehre vom Worte Gottes. Prolegomena zur christlichen Dogmatik, 1927, hg. v. Gerhard Sauter, 1982.

      Die Theologie und die Kirche. Gesammelte Vorträge, Bd. 2, 1928, engl. 1962.

      Fides quaerens intellectum. Anselms Beweis der Existenz Gottes im Zusammenhang seines theologischen Progamms, 1931, hg. v. Eberhard Jüngel/Ingolf U. Dalferth, 1981, 32002.

      Kirchliche Dogmatik, 4 Teilbde. in 13 Bdn., 1932–67, engl. Übers. in 13 Bdn., 1936–77, revidierte Ausg. 2009, franz. in 13 Bdn., 1953–80.

      Theologische Existenz heute!, 1933, neu hg. u. eingel. v. Hinrich Stoevesandt, 1984.

      Credo. Die Hauptprobleme der Dogmatik, dargestellt im Anschluß an das Apostolische Glaubensbekenntnis. 16 Vorlesungen, gehalten an der Universität Utrecht im Februar und März 1935, 1935.

      Gotteserkenntnis und Gottesdienst nach reformatorischer Lehre. 20 Vorlesungen (Gifford Lectures) über das Schottische Bekenntnis von 1560 gehalten an der Universität Aberdeen im Frühjahr 1937 und 1938, 1938.

      Eine Schweizer Stimme 1938-1945, 1945, 31985.

      Dogmatik im Grundriß. Vorlesungen, gehalten im Sommersemester 1946 an der Universität Bonn, 1947, 61983.

      Die protestantische Theologie im 19. Jahrhundert. Ihre Vorgeschichte und ihre Geschichte, 1947, 61994.

      Das Geschenk der Freiheit. Grundlegung evangelischer Ethik. Vortrag, gehalten in der Gesellschaft für evangelische Theologie am 21. September 1953 in Bielefeld, 1953.

      Die Menschlichkeit Gottes, 1956.

      Wolfgang Amadeus Mozart 1756/1956, 1956, 152006.

      Kurze Erklärung des Römerbriefes, 1956, 21959.

      Theologische Fragen und Antworten. Gesammelte Vorträge, Bd. 3, 1957.

      Einführung in die evangelische Theologie, 1962, 62006.

      Ad limina apostolorum, 1967.

      Texte zur Barmer Theologischen Erklärung, mit einer Einleitung von Eberhard Jüngel und einem Editionsbericht, hg. v. Martin Rohkrämer, 1984, 22004.

      Werkausgabe:

      Karl Barth-Gesamtausgabe, im Auftrag der Karl Barth-Stiftung hg. v. Hinrich Stoevesandt (1971–1997)/Hans-Anton Drewes (1998–2012)/Peter Zocher (seit 2012), bisher 52 Bde. in 6 Abteilungen: I. Predigten, II. Akademische Werke, III. Vorträge und kleinere Arbeiten, IV. Gespräche, V. Briefe, VI. Aus Karl Barths Leben (Bilder und Dokumente), 1971 ff.; japan. 1968 ff.

      Bild-/Tondokumente:

      Wortmeldungen. Vorträge, Reden und ein Interview. Radio-Originalaufnahmen, 2 CDs, 2002.

      rund 40 Audiokassetten, 15 Tonbänder, 5 CDs, 7 Schallplatten mit Tonaufzeichnungen von Vorträgen, Predigten und Gesprächen Karl Barths (Karl Barth-Archiv Basel, Stand 2018).

      Gottes fröhlicher Partisan, Dokumentarfilm v. Peter Reichenbach, Eikon Südwest GmbH 2017. (DVD-R)

      Bibliografie:

      Bibliographie Karl Barth, 2 Bde., im Auftrag der Karl Barth-Stiftung und in Zusammenarbeit mit der aargauischen Kantonsbibliothek und dem Karl Barth-Archiv erarbeitet v. Hans Markus Wildi; Bd. 1: Veröffentlichungen von Karl Barth, in Verbindung mit der Universitätsbibliothek Tübingen und dem Institut für Hermeneutik an der Universität Tübingen hg. v. Hans-Anton Drewes, 1984; Bd. 2: Veröffentlichungen über Karl Barth, in Verbindung mit der Universitätsbibliothek Tübingen und dem Institut für Hermeneutik an der Universität Tübingen, hg. v. Jakob M. Osthof, 1992.

    • Literatur

      Wilhelm Kolfhaus, Die Botschaft des Karl Barth. Für die Gemeinde dargestellt, 1927.

      Adolf Keller, Der Weg der dialektischen Theologie durch die kirchliche Welt. Eine kleine Kirchenkunde der Gegenwart, 1931.

      Pierre Maury, Le grand œuvre de Dieu, 1937.

      Hans Urs von Balthasar, Karl Barth. Darstellung und Deutung seiner Theologie, 1951, 41976.

      Henri Bouillard, Karl Barth. I. Genèse et évolution de la théologie dialectique, II. Parole de Dieu et existence humaine, 1957.

      Hans Küng, Rechtfertigung. Die Lehre Karl Barths und eine katholische Besinnung. Mit einem Geleitwort v. Karl Barth, 1957.

      Gerrit Cornelis Berkouwer, Der Triumph der Gnade in der Theologie Karl Barths, aus d. Holländ. übers. v. Theo Preis, 1957.

      T[omas] F.Torrance, Karl Barth. An Introduction to His Early Theology, 1919–1931, 1962.

      Eberhard Jüngel, Gottes Sein ist im Werden. Verantwortliche Rede vom Sein Gottes bei Karl Barth. Eine Paraphrase, 1965, 41986

      Friedrich-Wilhelm Marquardt, Die Entdeckung des Judentums für die christliche Theologie. Israel im Denken Karl Barths, 1967.

      Wolf Krötke, Sünde und Nichtiges bei Karl Barth, 1970, 21983.

      Eberhard Mechels, Analogie bei Erich Przywara und Karl Barth. Das Verhältnis von Offenbarungstheologie und Metaphysik, 1974.

      Eberhard Busch, Karl Barths Lebenslauf. Nach seinen Briefen und autobiographischen Texten, 1975, 51993, Neuaufl. 2005.

      Hans Prolingheuer, Der Fall Karl Barth 1934–1935. Chronographie einer Vertreibung, 1977.

      Eberhard Jüngel, Barth-Studien, 1982.

      Ingrid Spieckermann, Gotteserkenntnis. Ein Beitrag zur Grundfrage der neuen Theologie Karl Barths, 1985.

      Michael Beintker, Die Dialektik in der „dialektischen Theologie“ Karl Barths. Studien zur Entwicklung der Barthschen Theologie und zur Vorgeschichte der „Kirchlichen Dogmatik“, 1987.

      George Hunsinger, How to read Karl Barth. The Shape of his Theology, 1991; dt. Karl Barth lesen. Eine Einführung in sein theologisches Denken. Aus dem Amerikan. übers. v. Marianne Mühlenberg, 2009.

      Anne-Kathrin Finke, Karl Barth in Großbritannien. Rezeption und Wirkungsgeschichte, 1995.

      Bruce L. McCormack, Karl Barth’s Critically Realistic Dialectical Theology. Its Genesis and Development 1909–1936, 1995; dt. Theologische Dialektik und kritischer Realismus. Entstehung und Entwicklung von Karl Barths Theologie 1909–1936. Aus dem Engl. v. Matthias Gockel, 2006.

      Eberhard Busch, Unter dem Bogen des einen Bundes. Karl Barth und die Juden 1933–1945, 1996.

      Georg Pfleiderer, Karl Barths praktische Theologie. Zu Genese und Kontext eines paradigmatischen Entwurfs systematischer Theologie im 20. Jahrhundert, 2000.

      John Webster, The Cambridge Companion to Karl Barth, 2000.

      Benoît Bourgine, L’Herméneutique Théologique de Karl Barth. Exégèse et Dogmatique dans le quatrième Volume de la Kirchliche Dogmatik, 2003.

      Richard E. Burnett, Karl Barth’s Theological Exegesis. The Hermeneutical Principles of the Römerbrief Period, 2001, Taschenbuchausg. 2019.

      Michael Trowitzsch, Karl Barth heute, 2007, 22012.

      Stefan Holtmann, Karl Barth als Theologe der Neuzeit. Studien zur kritischen Deutung seiner Theologie, 2007.

      Richard E. Burnett (Hg.), The Westminster Handbook to Karl Barth, 2013.

      Susanne Hennecke, Karl Barth in den Niederlanden. T. 1: Theologische, kulturelle und politische Rezeptionen (1919–1960), 2014.

      Michael Beintker, Barth Handbuch, 2016.

      Christiane Tietz, Karl Barth. Ein Leben im Widerspruch, 2018.

      Michael Weinrich, Karl Barth. Leben – Werk – Wirkung, 2019.

      Festschriften:

      Ernst Wolf (Hg.), Theologische Aufsätze. Karl Barth zum 50. Geburtstag, 1936.

      Antwort. Karl Barth zum siebzigsten Geburtstag am 10. Mai 1956, 1956.

      Parrhesia. Karl Barth zum achtzigsten Geburtstag am 10. Mai 1966, 1966.

      Lexikonartikel:

      Eberhard Jüngel, Art. „Barth, Karl“, in: Horst Robert Balz/Stuart G. Hall/Richard Hentschke/Günter Lanczkowski/Joachim Mehlhausen/Wolfgang Müller-Lauter/Carl Heinz Ratschow/Knut Schäferdiek/Henning Schröer/Gottfried Seebaß/Clemens Thoma/Gustaf Wingren (Hg.), Theologische Realenzyklopädie, Bd. 5, 1980, S. 251–268.

      Traugott Bautz, Art. „Barth, Karl“, in: ders. (Hg.), Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. 1, 1990, Sp. 384–396. (W, L)

      Edgar Thaidigsmann, Art. „Barth, Karl“, in: Bernd Lutz (Hg.), Metzler Philosophen Lexikon, 21995, S. 76–79. (P)

      Michael Beintker, Art. „Barth, Karl“, in: Hans Dieter Betz/Don S. Browning/Bernd Janowski/Eberhard Jüngel (Hg.), Religion in Geschichte und Gegenwart, Bd. 1, 41998, Sp. 1138–1141.

      Georg H. Schlatter Binswanger, Art. „Barth, Karl”, in: Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert, Bd. 1, hg. v. Carl Ludwig Lang, 2000, Sp. 620–639. (W, L)

      Klauspeter Blaser, Art. „Barth, Karl“, in: Historisches Lexikon der Schweiz, 2002. (P) (Onlineressource)

    • Onlineressourcen

    • Porträts

      80-Pfennig-Briefmarke der Deutschen Bundespost, 1986.

  • Autor/in

    Michael Beintker (Münster)

  • Zitierweise

    Beintker, Michael, „Barth, Karl“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.10.2022, URL: https://www.deutsche-biographie.de/118506803.html#dbocontent.

    CC-BY-NC-SA