Knaus, Friedrich
- Lebensdaten
- 1724 – 1789
- Geburtsort
- Aldingen bei Ludwigsburg
- Sterbeort
- Wien
- Beruf/Funktion
- Uhrmacher ; Automatenbauer
- Konfession
- mehrkonfessionell
- Normdaten
- GND: 122509692 | OGND | VIAF: 897172
- Namensvarianten
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- Knauß, Friedrich
- Knauß, Friedrich von
- Knaus, Friedrich von
- Knaus, Friedrich
- Knauß, Friedrich
- Knauß, Friedrich von
- Knaus, Friedrich von
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Knaus, Friedrich
Uhrmacher und Automatenbauer, * 7.4.1724 Aldingen bei Ludwigsburg, † 14.8.1789 Wien. (lutherisch, dann katholisch)
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Genealogie
V Joh. Peter (1689–1742), Schulmeister, dann Gerichtsschreiber d. Frhrn. v. Kaltenthal, Schulmeister u. Organist in A., S d. Schulmeisters Joh. Peter, zuletzt in Erligheim, u. d. Anna Barbara Hüß;
M Anna Margarethe (1689–1756), T d. Handwerksmeisters Hans Balthasar Nollenberger in Ottmarsheim u. d. Ursula Scheunig;
B |→Ludwig (s. 2);
- ⚭ Catharina Reutter (v. Reiterswinkel?, † 1804);
1 T. -
Biographie
K. arbeitete als „Mechanicus“ zunächst für den Darmstädter Hof und war in dieser Aufgabe zeitweise in der Werkstatt seines Bruders tätig. Schon früh avancierte er zum Kammerdiener und Hofmechanicus. In späteren Jahren finden wir K. als Hofmathematicus am lothringischen Hofe, später folgte er →Karl von Lothringen aus Brüssel nach Wien, wo er im physikalischen und mathematischen Hofkabinett eine Stellung als Inspektor erhielt. K. entwickelte vier automatische Schreibapparate (1753–60), welche allerdings nicht als Vorläufer unserer heutigen Schreibmaschinen gelten können. Eine frühe Ausführung dieser Apparatur wurde von ihm König Ludwig XV. von Frankreich persönlich vorgeführt. Die vollendetste dieser Maschinen ist die 1760 entwickelte „allesschreibende Wundermaschine“, welche die Schreibführung der menschlichen Hand über Feder, Abtastorgane, Hebel und Führungsscheiben imitiert (Wien, Technisches Museum). Als K. für seine Erfindung die Ernennung zum Hofrat erbat, fiel er in Ungnade und konnte erst nach dem Tode Franz' I. (1765) an den Hof zurückkehren. Unter seinen weiteren Erfindungen sind ein Schreibtisch für den Kaiser mit einer Kopiermaschine für die Durchschrift wichtiger Verfügungen, sowie seine „beweglichen Bildertafeln“ hervorzuheben. Er blieb bis zu seinem Tode unermüdlich mit dem Entwurf neuer technischer Maschinen befaßt.
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Werke
Selbstschreibende Wundermaschine, 1780 (P).
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Literatur
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Autor/in
Peter Wirth -
Zitierweise
Wirth, Peter, "Knaus, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1980), S. 162-163 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd122509692.html#ndbcontent