Lebensdaten
1757 bis 1822
Geburtsort
Ludwigsburg
Sterbeort
Stuttgart
Beruf/Funktion
Komponist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116111097 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Dietter, Christian Ludwig
  • Dieter, Christian Ludwig
  • Dietter, Christian Ludwig
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Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Dieter, Christian Ludwig, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116111097.html [26.01.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Matthäus, württ. Kanonier, im Zivilberuf wohl Stukkateur;
    M Dorothea Fink;
    ⚭ Sophie Kath. Dobelmann ( 1831);
    7 S, 5 T.

  • Leben

    11 Jahre lang (1770-81) war D. Schüler des „Militärischen Waisenhauses“ auf Schloß Solitude (Stuttgart) beziehungsweise der daraus erwachsenen Hohen Karlsschule und erhielt dort eine vorzügliche allgemeine wie künstlerische Ausbildung. Zuerst zum Maler bestimmt, ging er bald zur Musik über und stach durch ausgezeichnete Leistungen hervor. Kompositionslehrer waren die Hofkapellmeister A. Boroni und A. Poli. Eine mißglückte Flucht aus der strengen Anstalt ergab schweres Gefängnis (1780), trozdem wurde er 1781 zum „Hofmusicus“ bestellt und verblieb bis zur Pensionierung (1817) in württembergischem Dienst, als Geiger wie als Komponist hochgeschätzt. - Seine Theaterwerke knüpfen zwar an die italienische Operntradition an, was sich deutlich in Ansätzen zur Milieuschilderung, Koloraturarien und geschickter Orchestertechnik äußert; näher lag ihm aber die volkstümliche Melodik des neuen deutschen Singspiels vom Geiste J. A. Hillers. Daher überwiegt in seinen Werken das leichte Genre mit den üblichen typisierten Personen und Situationen. D.s Singspiele haben immerhin geholfen, der deutschen Oper in Stuttgart den Weg zu ebnen.

  • Werke

    Singspiele: u. a. Der Schulz im Dorf, 1779;
    Laura Rosetti, 1781;
    Belmonte u. Konstanze, 1784 (bemerkenswert als Parallele zu Mozarts „Entführung aus dem Serail“);
    Die Dorfdeputierten;
    Der Eremit auf Formentera, 1791;
    Des Teufels Lustschloß, 1802;
    Kirchenmusik: zahlr. Kantaten, Trauermusiken u. sonstige Gelegenheitswerke;
    Instrumentalmusik: Sinfonien u. Kammermusik;
    (Hs.-Partituren, Fundorte bei Eitner III, S. 198, dazu Hss. im Schwäb. Landesmusikarchiv Tübingen).

  • Literatur

    H. Albert, Die dramat. Musik, in: Hzg. Karl Eugen v. Württ. u. s. Zt., 1905, S. 34-44;
    K. Haering, Fünf schwäb. Liederkomponisten d. 18. Jh.: Abeille, D., Eidenbenz, Schwegler u. Christmann, Diss. Tübingen 1925 (W-Verz., ungedr.);
    ders., Chr. L. D., Hofmusiker u. Singspielkomponist 1757 bis 1822, in: Lb. Schwaben I, 1940, S. 98-104;
    G. Reichert, in: MGG III (W, L).

  • Autor/in

    Georg Reichert
  • Empfohlene Zitierweise

    Reichert, Georg, "Dieter, Christian Ludwig" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 669 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116111097.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA