Lebensdaten
1835 bis 1910
Geburtsort
Arnsberg (Westfalen)
Sterbeort
Ruda (Oberschlesien)
Beruf/Funktion
Bergwerksindustrieller
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 139210482 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Pieler, Franz

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Zitierweise

Pieler, Franz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139210482.html [24.01.2019].

CC0

  • Genealogie

    V N. N., Gymnasiallehrer in A.;
    M N. N.; Verwandter (?) Franz (1869–1950), Gen.dir. d. Gräfl. v. Ballestremschen Güterverw. in R., Mitgl. d. Kaiser-Wilhelm-Ges. z. Förderung d. Wiss.

  • Leben

    1854 erwarb P. in Arnsberg das Reifezeugnis, diente anschließend als Einjährigfreiwilliger in Berlin und wurde danach Preuß. Bergbaubeflissener. 1862 zum Bergreferendar und 1865 zum Bergassessor ernannt, war er zunächst für das Bergrevier Burbach zuständig, seit 1871 verwaltete er das Bergrevier Dillenburg (1872 Bergmeister). Gleichzeitig leitete er die dortige Bergschule. Auf eigenen Wunsch schied P. 1879 aus dem Staatsdienst aus und trat der „Vereinigungsgesellschaft für Steinkohlenbergbau“ im Wurmrevier zu Aachen bei. 1883 wurde er Bergwerksdirektor der „Aktiengesellschaft Union“ in Dortmund, zwei Jahre später trat er als Generaldirektor in die Dienste des Grafen Ballestrem in Ruda (Oberschlesien). Bis zu seinem Tod verwaltete er erfolgreich dessen ausgedehnten Länder- und Grubenbesitz.

    P. erfand um 1880 die nach ihm benannte Alkoholgrubenlampe, mit der es möglich war, genauer als mit der Sicherheitslampe von Davy das Vorhandensein von Methan in der Grubenluft zu bestimmen (Schlagwettergefahr). Die „Pieler-Lampe“ war bis in die 1930er Jahre in Gebrauch. P. brachte seine umfangreichen Erfahrungen aus dem Steinkohlenbergbau im Aachener und im Ruhrrevier in Oberschlesien ein. Durch die Einführung von Spülversatz gelang ihm der sichere|Abbau der dortigen mächtigen Steinkohlenflöze. Er gilt als Bahnbrecher der oberschles. Bergwerksindustrie.|

  • Auszeichnungen

    Bergrat (1900).

  • Literatur

    Gesch. d. Dillenburger Bergschule v. d. Gründung d. Schule 1858 bis z. Gegenwart, 1908, S. 16 (P);
    W. Serlo, Männer d. Bergbaus, 1937, S. 113.

  • Autor/in

    Horst Gerhardt
  • Empfohlene Zitierweise

    Gerhardt, Horst, "Pieler, Franz" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 423 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139210482.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA