Lebensdaten
1562 bis 1626
Geburtsort
Neustadt/Rübenberge
Sterbeort
Gebesee bei Erfurt
Beruf/Funktion
evangelischer Kantor ; Pfarrer ; Musiker
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 124916430 | OGND | VIAF: 5878402
Namensvarianten
  • Dedekind, Henning
  • Dedekind, Heningus
  • Dedekind, Henning, I.
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Zitierweise

Dedekind, Henning, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd124916430.html [06.05.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich s. (3);
    B Euricius s. (2);
    1) Salza 1590 Christine, T des Kaufm. Melchior Stiefel in Langensalza u. der Marie Henning, 2) um 1617 Dorothea, Wwe des Goldschmieds u. Juweliers Heinr. Heilschwing in Erfurt;
    13 K aus 1), u. a. Stephan s. Genealogie (1), Frdr. Melchior (* 1604), Univ.buchdrucker in Erfurt, Andreas, Rektor zu St. Andreasberg.

  • Leben

    D. studierte in Erfurt (Winter 1582 immatrikuliert) und kam 1586 als Kantor nach Langensalza. 1592 scheint er dann die Ernennung zum Diakon und später zum Frühprediger erreicht zu haben. Sein Wirken in Langensalza währte bis 1615. Unterdessen büßte er bei einer Feuersbrunst 1603 seine gesamte Habe ein, was er in seiner „Lamentabilis Historia tristissimi incendii“ beschrieben hat. D. übernahm im März 1615 das Pfarramt zu Gebesee. Ähnlich dem äußeren Werdegang, über das Kantoramt zum Geistlichen, entspricht D.s schöpferisches Wirken vor allem praktischen Bedürfnissen, so besonders die geistlichen Nachdichtungen zu den erfolgreichen weltlichen Tricinien des Gregor Langius, weil (entsprechend seiner Vorrede) unter anderem „an unteren männlichen Stimmen“ in kleinen Städten ein Mangel herrsche. Literarischen Wert können diese nicht für sich beanspruchen. Weiter will die katechismusartig gefertigte „Kindermusik“ geeignetes Material für den musikalischen Schulunterricht liefern. Daneben zeigt sein „Praecursor metricus musicae artis“ gelehrige musiktheoretische Erörterungen. Aber es ist für D. bezeichnend, daß mit der Übernahme des ordentlichen Pfarramtes seine musikalische Wirksamkeit mehr in den Hintergrund tritt.

  • Werke

    u. a. (alle in Erfurt ersch.) Vorrede zum Compendium Musicae s. Erfurter Studienfreundes Val. Göttinger, 1586;
    Dodekatonon musicum Triciniorum …, Neue erlesene Tricinia …, 1588 (W mit Initialen H. D.);
    Eine Kindermusik f. d. jetzt allererst anfangenden Knaben in richtigen Fragen u. gründliche Antwort bracht …, 1589;
    Praecursor metricus musicae artis …, 1590;
    Gregorii Langii Havelbergensis … Neugezierte Tricinia lieblich zu singen, 1615.

  • Literatur

    ADB V;
    A. Werner, Städt. u. fürstl. Musikpflege in Weißenfels …, 1911;
    ders., Die alte Musikbibl. u. d. Instrumenten-Slg. an St. Wenzel in Naumburg, in: Archiv f. Musikwiss. 8, 1926;
    A. Adrio, Anfänge d. geistl. Konzerts, 1935;
    ders., in: MGG (W [darunter einige zweifelhafte], L);
    G. Pietzsch, Zur Pflege d. Musik an d. dt. Universitäten bis z. Mitte d. 16. Jh., in: Archiv f. Musik F, 6./7. Jg. 1941/42.

  • Autor/in

    Günther Schmidt
  • Empfohlene Zitierweise

    Schmidt, Günther, "Dedekind, Henning" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 552 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124916430.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA