Lebensdaten
1480 bis 1543
Geburtsort
Kronberg im Taunus
Sterbeort
Mergentheim
Beruf/Funktion
Deutschmeister ; Administrator des Hochmeistertums in Preußen
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118677381 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Cronberg, Walther von
  • Cronberg, Walter von
  • Walther, von Cronberg
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Cronberg, Walther von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118677381.html [20.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. (1426–88), Amtmann in Oppenheim, S des Phil. ( 1477) u. der Anna v. Handschuchsheim ( 1464);
    M Catharina ( 1479), T des Walter v. Reifenberg u. der Cath. v. Crüfftel;
    B Phil. s. Genealogie (1);
    N Anna ( 1551, 1511 Hartmuth v. Cronberg, s. 1).

  • Leben

    C. trat früh in den Deutschen Orden ein, war seit 1505 Hauskomtur und ab 1509 Komtur|des Hauses Sachsenhausen, bis ihn am 16.12.1526 die einstimmige Wahl der Großgebietiger an die Spitze des Ordens stellte (Deutschmeister). In den schweren Zeiten nach der Lösung Preußens vom Orden hat er diesem wertvolle Dienste geleistet. Vom Kaiser erreichte er 1527, daß der Deutschmeister „Administrator des Hochmeistertums“ wurde und ihm hinfort alle Ordensmitglieder zu gehorchen hatten. So konnte er die Ordnung im Orden wiederherstellen, die deutschen und preußischen Balleien zusammenfassen und Absplitterungen verhindern, sich aber auch energisch gegen die Rechtsübergriffe von Fürsten und Städten wehren. Doch waren seine Bemühungen um die Rückgewinnung Preußens wegen der politischen Verhältnisse vergeblich. 1537 hob C. in seinen Landen die Leibeigenschaft gegen einen jährlichen Zins von 15 Gulden auf, was besonders beachtenswert war, nachdem 10 Jahre vorher sein Meistersitz, Burg Horneck, und vieles andere von den Bauern zerstört worden war.

  • Literatur

    J. C. Venator, Hist. Ver. üb. d. marianischteutschen Ritterorden, Nürnberg 1680, S. 244 ff.;
    (G. E. J. d. Wal), Histoire de l'ordre Teutonique VIII, Paris 1794, S. 276 ff.;
    J. Voigt, Gesch. d. dt. Ritterordens in s. 12 Balleien in Dtld. II, 1859, S. 29-93;
    O. Schönhuth, W. v. C., in: Wirt. Franken, Zs. d. Histor. Ver. f. d. württ. Franken 5, 2. H., 1860, S. 203-17;
    M. Müller-Hillebrand, Cronberg, 1950, S. 32 f. (Stammtafel);
    Heyd II.

  • Portraits

    Epitaph in d. Dominikanerkirche in Mergentheim; Kupf. v. J. Salver, 1720.

  • Autor/in

    Karl H. Lampe
  • Empfohlene Zitierweise

    Lampe, Karl H., "Cronberg, Walther von" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 422 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118677381.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA