Dates of Life
1900 bis 1945
Place of birth
Berlin
Place of death
Berlin (als Geisel erschossen)
Occupation
Physiker ; Mathematiker ; Hochfrequenztechniker
Religious Denomination
evangelisch
Authority Data
GND: 143146440 | OGND | VIAF
Alternate Names
  • Cauer, Wilhelm
  • Cauer, W.
  • Cauer, Wilhelm E. L.
  • more

Relations

Outbound Links from this Person

Genealogical Section (NDB)
Life description (NDB)
Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Inbound Links to this Person

The links to other persons were taken from the printed Index of NDB and ADB and additionally extracted by computational analysis and identification. The articles are linked in full-text version where possible. Otherwise the digital image is linked instead.

Places

Map Icons
Marker Geburtsort Place of birth
Marker Wirkungsort Place of activity
Marker Sterbeort Place of death
Marker Begräbnisort Place of interment

Localized places could be overlay each other depending on the zoo m level. In this case the shadow of the symbol is darker and the individual place symbols will fold up by clicking upon. A click on an individual place symbol opens a popup providing a link to search for other references to this place in the database.

Citation

Cauer, Wilhelm, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd143146440.html [17.09.2019].

CC0

  • Genealogy

    V Wilh. s. (3);
    Berlin 1925 Karoline (* 1900), T des Bildhauers Emil Cauerd. J. (s. Einl.) u. der Adelh. Kaess (1872–1934);
    2 S, 4 T.

  • Life

    C. studierte an der TH Berlin und an der Berliner Universität, später in Bonn, Physik und Mathematik, bestand die Diplom-Hauptprüfungen für Mathematik an der TH Berlin, promovierte bei G. Hamel und K. W. Wagner und habilitierte sich anschließend als Assistent am Mathematischen Institut in Göttingen bei Professor Courant. 1930/31 war C. Rockefeller-Fellow am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA), 1935/36 Professor für angewandte Mathematik in Göttingen und Statiker bei den Fieseler Flugzeugwerken in Kassel, von 1936 ab bis zu seinem Ende Leiter des Laboratoriums der Mix & Genest AG. Als Professor für angewandte Mathematik an der TH Berlin hielt er Vorlesungen über lineare Wechselstromschaltungen. - Schon früh zeigte C. eine große mathematisch-physikalische Begabung durch verschiedene Arbeiten auf dem Gebiet der theoretischen Physik und Mathematik; nach seiner Promotion zeigt sein Werk eine feste wissenschaftliche Richtung, in der er bis zu seinem Ende große Leistungen vollbrachte. Er war der erste Wissenschaftler auf dem Gebiet der linearen Wechseltromschaltunge, der diese in einer Weise behandelte, die man heute Synthese nennt, nämlich von vorgeschriebenen Eigenschaften ausging und die Schaltungen zu diesen Eigenschaften hinterher suchte. Seine Bedeutung wurde ursprünglich unterschätzt, da die Mathematiker seine Problemstellung uninteressant fanden, die Ingenieure den komplizierten mathematischen Beweisen nicht zu folgen vermochten. Heute ist er auf der ganzen Welt anerkannt als einer der Begründer einer neuen Spezialwissenschaft, der Netzwerksynthese. Zahlreiche Forscher in Deutschland und sonst in der Welt haben sich diesem Gebiet zugewandt und arbeiten auch heute noch auf ihm. Besonders bekanntgeworden ist er durch die Arbeit „Ein Reaktanztheorem“ (in: SB der Preußischen Akademie der Wissenschaften, 1931, S. 673-81) und sein Buch „Theorie der linearen Wechselstromschaltungen“ (Band 1, 1941, 21954 [W-Verzeichnis(se), Patente, Biographie], Band 2 in Vorbereitung).

  • Literature

    V. Fetzer, in: Archiv d. elektr. Übertragung. Bd. 1, 1947, S. 84 (mit Verz. d. unveröff. W);
    Pogg. VI (W).

  • Portraits

    in: Elektrotechnik 2, 1948, S. 148.

  • Author

    Hans Piloty
  • Citation

    Piloty, Hans, "Cauer, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 179 f. [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd143146440.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA