Lebensdaten
1526 bis 1592
Geburtsort
Freiburg (Breisgau)
Beruf/Funktion
badischer Kanzler
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 135708915 | OGND | VIAF: 15994476
Namensvarianten
  • Amelius von Niefernburg, Martin
  • Niefernburg
  • Niefernburg, Martin von
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Zitierweise

Amelius, Martin, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135708915.html [05.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Georg Amelius (Achtsynit) aus Mähren ( Oktober 1541), Professor des kanonischen Rechts zu Freiburg (Breisgau);
    M Magdalena Nitl(in) aus Treppbach;
    1) 1549 Elisabeth von Jestetten ( 4.11.1579), 2) … Gößlin; Schwieger-S. Johann Wolf, badischer Rat und Amtmann zu Mundelsheim, Verfasser des historischen Werkes „Lectiones memorabiles“ (1600).

  • Leben

    A. studierte 1549-53 die Rechte zu Freiburg, wurde von Markgraf Ernst von Baden-Durlach frühzeitig zum Staatsdienst herangezogen und erlangte bei Gelegenheit einer diplomatischen Mission 1553 in Wien die Promotion zum Dr. jur. und die Erhebung in den Adelsstand durch König Ferdinand. Unter Markgraf Karl II. (1553–77) wurde er 1554 zum Nachfolger des Kanzlers Oswald Gut ernannt und wirkte in dieser Stellung (bis 1584) sowie als erster Direktor des badischen Kirchenrats eifrig für die Durchführung der Reformation, die Hebung des Schulwesens (Begründung des Gymnasium illustre in Durlach 1586) und die Belebung der Bautätigkeit. Er selbst erbaute in Niefern an der Enz 1555/56 das Schloß Niefernburg, nach welchem er fortan den Namen A. von Niefernburg führte (bestätigt als rittermäßiger Reichsadel 17.12.1555).

  • Literatur

    ADB I;
    J. B. Kolb, Hist.-Statist.-topograph. Lex. v. d. Großherzgt. Baden 2, 1814, S. 331;
    H. Rott, Kunst u. Künstler am Baden-Durlacher Hof, 1917 (P);
    Die Kunstdenkmäler Badens, 9. Bd., 6. Abt., 1939, S. 142 ff. (P), 7. Abt., 1938, S. 182.

  • Portraits

    Grabmal in d. Pforzheimer Stiftskirche.

  • Autor/in

    Manfred Krebs
  • Empfohlene Zitierweise

    Krebs, Manfred, "Amelius, Martin" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 245 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135708915.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Amelius: Martin A., Sohn des Georg A., geb. in Freiburg am 30 Oct. 1526, 1592. Mit seinem Bruder Georg ward er am 11. Febr. 1541 in die Freiburger Matrikel eingetragen; entfloh am 5. Decbr. 1542 aus dem Freiburger Carcer; lebte in Pforzheim bei dem badischen Kanzler Oswald Gut, und kehrte 1549 nach Freiburg zurück, wo er bis 1553 das Studium der Rechtswissenschaft betrieb, so weit es die Geschäfte zuließen, welche er für den Markgrafen von Baden-Durlach zu besorgen hatte. Auf einer Gesandtschaftsreise nach Wien erwarb er den Doctorgrad an der dortigen Universität und ward von König Ferdinand in den Adelstand erhoben. Seit 1554 Kanzler des Markgrafen Karl II von Baden-Durlach war er in dieser Stellung für die Durchführung der Reformation bemüht; er baute sich 1556 „heroica liberalitate principis Dom. Caroli Marchionis Badensis, tunc temporis hanc Marchionatus partem, restituta vera religione, gubernantis“ (wie die von ihm gesetzte Inschrift besagt) die Niefernburg bei Pforzheim.

    • Literatur

      Adamus, Vitae jureconsult. p. 110 nach H. Pantaleon, Prosopographia lib. 3. Vierordt, Gesch. der Reformation im Großherzogthum Baden. |S. 420. 429. Schreiber, Gesch. d. Universität Freiburg. 2. S. 357 ff.

  • Autor/in

    v. St.
  • Empfohlene Zitierweise

    St., von, "Amelius, Martin" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 394 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135708915.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA