Lebensdaten
1540 bis 1609
Geburtsort
Agen
Sterbeort
Leiden
Beruf/Funktion
Philologe
Konfession
katholisch?
Normdaten
GND: 118804944 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Scaliger, Joseph Justus
  • Aremoricus, Yvo V.
  • Batavus, I. R.
  • mehr

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Zitierweise

Scaliger, Joseph Justus, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118804944.html [17.06.2019].

CC0

  • Leben

    Scaliger: Joseph Justus S., einer der berühmtesten Philologen des 16. Jahrhunderts, wurde in der Nacht vom 4. auf den 5. August 1540 als Sohn des Arztes Julius Caesar S. in Agen in Guyenne geboren; seine Mutter war Andiette de Roques-Lobieca. Der Vater hatte die lateinische Form des Familiennamens selbst gebildet, er hieß ursprünglich Giulio Bordone della Scala und hielt an der von ihm behaupteten, wenn auch nicht überzeugend nachgewiesenen Verwandtschaft mit dem Veroneser Fürstengeschlechte dieses Namens fest. Er war in Riva am Gardasee am 23. April 1484 geboren, hatte lange Jahre als Soldat gedient, sich aber daneben mit Arzneiwissenschaft, naturwissenschaftlichen und philologischen Studien beschäftigt, und nach einem Aufenthalte an verschiedenen Orten, namentlich in Venedig, sich endlich als Arzt unter dem Namen de l' Escale in Agen niedergelassen, wo er sich auch 1529 verheirathete. Aus der Ehe gingen 10 Töchter und 5 Söhne hervor; Joseph Justus war das zehnte Kind, der dritte Sohn. Den ersten Unterricht genoß dieser in der Heimath; schon 1551 wurde er mit seinen beiden jüngeren Brüdern Leonard und Jean Constant nach Bordeaux auf die lateinische Schule geschickt; hier waren damals zwei dem Vater nahe stehende Männer, Marc Antoine Muret und Georg Buchanan, als Lehrer am aquitanischen Gymnasium thätig. Wegen einer in Bordeaux ausgebrochenen Pest kehrten die drei Knaben 1554 nach Agen zurück, wo nun der Vater allein für ihre Bildung sorgte. Joseph insbesondere wurde angehalten, täglich einen lateinischen Aufsatz zu schreiben, eine Uebung, auf die er wesentlich die ungewöhnliche Leichtigkeit seines lateinischen Stiles zurückzuführen pflegte. Daneben benutzte ihn der Vater vielfach als Secretär, ließ namentlich durch ihn die vielen lateinischen Verse aufschreiben, welche er abzufassen liebte, und regte hierdurch auch die poetische Ader und den metrischen Sinn des Sohnes an; siebzehnjährig schrieb dieser eine lateinische Tragödie „Oedipus“, welche sich aber nicht erhalten hat. Außerdem wurden allerlei naturwissenschaftliche Dinge getrieben; namentlich in Anatomie und Botanik erwarb Joseph S. umfassende Kenntnisse, welche er später für Hippokrates, Theophrastus und Plinius verwendet hat. Höher als diese wissenschaftliche Bildung stellte S. die Erziehung zur Wahrheitsliebe, welche er dem Vater zu danken hatte: „Numquam memini nos pueros coram eo sisti, quin primum illud praeceptum inculcaret: Non mentiri“ (Epp. p. 45). Der Vater starb am 21. October 1558; ein biographisches Denkmal hat ihm die Pietät des Sohnes in der Schrift „De vetustate et splendore gentis Scaligerae et Julii Caesaris Scaligeri vita“ 1591 gesetzt.

    Noch im J. 1558 wandte sich Joseph S. nach Paris, um hier am Collége royal bei Adrianus Turnebus die griechische Sprache zu lernen, die ihm bis dahin fast ganz fremd geblieben war. Bald mußte er jedoch einsehen, daß er dem gelehrten Vortrage dieses Lehrers noch nicht zu folgen vermochte, da er noch nicht einmal die griechische Formenlehre bewältigt hatte; er zog sich daher auf sein Zimmer zurück und arbeitete mit Hilfe einer lateinischen Uebersetzung in drei Wochen den ganzen Homer durch, indem er sich aus Beobachtung der Analogieen selbst eine Grammatik construirte, nach seiner Angabe die einzige jemals von ihm benutzte. Auf Homer folgten dann die übrigen griechischen Dichter, die ihm zugänglich waren, erst zuletzt die Prosaiker, da S. sich nicht durch die Verschiedenheit der Dialekte verwirren lassen wollte. Zwei Jahre hat er auf diese Art von Selbststudien verwendet; nach Ablauf dieser Zeit beherrschte er die beiden alten Sprachen in Wort und Schrift in gleich vollkommener Weise, auch griechische Verse schrieb er mit derselben Leichtigkeit wie lateinische. — Kaum war das Griechische bewältigt, so wandte er sich den orientalischen Sprachen, zunächst dem Hebräischen und den verwandten Dialekten zu; trotz einiger Unterstützung, die er für diese Studien bei dem berühmten Orientalisten Guillaume|Postel fand, war aber das Ergebniß derselben nicht ein solches, daß S. zu einer Vertrautheit auch nur mit dem Hebräischen jemals gelangt wäre (s. Bernays S. 36).

    Der Aufenthalt in Paris wurde auch nach einer anderen, als der wissenschaftlichen Seite für S. von entscheidender Wichtigkeit. Nachdem er schon längere Zeit hindurch die Gottesdienste der Reformirten besucht hatte, trat er im J. 1562 förmlich zu ihrer Gemeinde über, um von nun an die Schicksale seiner neuen Glaubensgenossen tapfer zu theilen. Und wie die Calvinisten bald in ihm den großen Gelehrten ihrer Partei feierten, so haben dann auch seine Gegner ihn vornehmlich als den ketzerischen Philologen angegriffen; in seinen eigenen Schriften aber greifen das theologische und das philologische Gebiet immer in einander, er „umfaßte in seinem Gemüthe die Religion und die Musen mit vereinter Liebe“.

    Einige Jahre später war es S. vergönnt, Italien zu besuchen. Schon 1563 war er in freundschaftliche Beziehungen zu dem vornehmen Hause des Louis Chastaigner de la Rochepozay (Rupipozaeus) gekommen, die dann auch angedauert haben, bis S. 1593 Frankreich dauernd verließ. Als de la Rochepozay um 1565 als französischer Gesandter nach Rom ging, forderte er S. auf, ihn zu begleiten; dieser nahm die Einladung an und hatte so die Gelegenheit, nicht nur Rom in zweimaligem längeren Aufenthalte 1565 und 1566 kennen zu lernen, sondern auch Unter- und Oberitalien zu besuchen. In Rom traf er den Freund seines Vaters M. A. Muret wieder, der ihn auch bei anderen wissenschaftlichen Männern einführte, auch sonst sich als freundlicher Führer erwies; im ganzen aber sagte S. der dortige Aufenthalt nicht zu; böse Verse hat er über die ewige Stadt beim Abschiede geschrieben. Längere Zeit verweilte er in Neapel, besuchte auch noch andere Orte Unteritaliens, dann ging er nach Verona an „die Gräber seiner Ahnen“ und nach Venedig, wo er „die Räuber seines Erblandes kennen, aber nicht lieben lernte“. Ueberhaupt war ihm die Bevölkerung Italiens unsympathisch. — Als wissenschaftliche Ausbeute brachte er eine große Sammlung von Inschriften mit nach Paris, um Handschriften hatte er sich anscheinend wenig bemüht.

    An die italinische Reise schloß sich 1566 ein Aufenthalt in England und Schottland, der S. wenig befriedigte. Das Leben an den Universitäten gewann ihm keine Achtung ab, die wissenschaftlichen Sammlungen fand er dürftig. Auch die Sitten des Volkes stießen ihn ab. In Schottland fühlte er sich besonders unbehaglich; über Maria Stuart, die er sah ("une belle creature") urtheilt er sehr ungünstig.

    Die nun folgenden Jahre ließen S. zu wissenschaftlicher Thätigkeit kaum kommen; sowohl im zweiten, wie im dritten Hugenottenkriege (1567—68 und 1569—70) hat er die Waffen ergriffen und in den Reihen seiner Glaubensgenossen für deren Rechte und Freiheiten mitgekämpft. Aber sein ganzes väterliches Vermögen ging ihm in dieser Zeit verloren, gar viele seiner Freunde waren gefallen, über die Vaterstadt und deren Verhalten gegen ihn glaubte er sich bitter beklagen zu müssen; so fühlte er sich unglücklich und verlassen. Des Lebens und aller Arbeit überdrüssig, begab er sich 1570 nach Valence in der Dauphins und fand hier bei dem trefflichen Jaques Cujas — Jacob Cujacius — Trost und Aufrichtung. Cujacius führte S. in das Studium des römischen Rechtes ein; nach kurzer Zeit konnte er ihm schon den Vorschlag machen, selbst als Lehrer desselben aufzutreten. Andererseits war S. für den gelehrten Juristen der unterrichtetste philologische Berather, dessen Ueberlegenheit auf dem sprachlichen Gebiete jener neidlos anerkannte: „doctissimus Josephus S., a quo pudet dissentire“ sagte er von ihm. — Außer mit Cujacius knüpfte S. damals den engen Freundschaftsbund mit dem späteren Parlamentspräsidenten und Geschichtsschreiber de Thou (Thuanus) an, welcher bis zu seinem Tode fortgedauert hat.

    Im Sommer 1572 wurde S. auf Cujacius' Empfehlung dazu ausersehen, den Bischof von Valence, Jean Monluc, auf einer Gesandtschaftsreise zu begleiten, die dieser im Auftrage Katharina's von Medici unternehmen sollte, um die polnische Königswahl auf den Herzog von Anjou, den nachmaligen König Heinrich III., zu lenken. S. befand sich gerade in Lyon, um dort wegen des Druckes seiner „Catalecta“ das Erforderliche vorzubereiten, als er am 21. August 1572 den Befehl erhielt, unverzüglich nach Straßburg zu reisen und Monluc dort zu erwarten. Aber dieser kam lange Zeit nicht, dagegen erhielt S. in Straßburg die Nachricht von der Niedermetzelung seiner Glaubensgenossen in der Bartholomäusnacht. Einer Regierung, welche diese Schuld auf sich geladen, wollte er nicht dienen; in bitteren Versen — so heftig waren diese, daß sogar ein Mann wie Theodor Beza ihre Veröffentlichung hinderte — gab er seinem Grimm über die Ermordung und Schändung Coligny's Ausdruck und verließ Straßburg, ohne weiter auf Monluc zu warten. Niemals hat er die Entrüstung über die Frevel der Bluthochzeit überwinden können; als ihn 1606 Coligny's Tochter Louise, die Gemahlin Wilhelm's von Oranien, beauftragte, eine Inschrift für ihres Vaters Grab zu verfassen, kam er diesem Auftrage in einer solchen Weise nach, daß seine Freunde in Paris mehrere Aenderungen anbringen mußten, „pour l'accommoder à la prudence de ce siècle“.

    Von Straßburg wandte sich S. in die Schweiz und zwar nach Genf, wo er die herzlichste Aufnahme fand. Um ihn auf die Dauer festzuhalten, bot man ihm eine Professur der Philosophie an, welche er erst nach langem Zögern und Sträuben annahm. Er verwahrte sich bei der Annahme ausdrücklich dagegen, daß man Erwartungen von ihm hege, die er nicht erfüllen könne; zum akademischen Vortrage scheint ihm in der That die Befähigung gefehlt zu haben, sicher aber die Neigung. Nur etwa ein Jahr lang hat er in Genf Vorlesungen über Aristoteles' Organon und Cicero's de finibus gehalten; wenn auch die Studirenden urtheilten, „Monsieur S. rede nicht hin und her, sondern interpretire seinen Autor gut“, so fühlte er selbst von dieser Thätigkeit sich nur wenig befriedigt. Um so eifriger war er schriftstellerisch thätig. Hatte er früher vornehmlich auf Varro, Lykophron und die sog. kleinen Vergilischen Gedichte sein Interesse und seine Arbeit gerichtet ("Coniectanea in Ter. Varronem" 1565; „M. Terentii Varronis opera" 1573; „Lycophronis Alexandrae versiones duae“ 1566; „P. Vergilii Maronis Appendix cum supplemento multorum ... poematum veterum poetarum“ — die „Catalecta“ — 1573 u. A.), so trat jetzt die Kritik des Ausonius in den Vordergrund: 1574 erschienen die zwei Bücher der „Lectiones Ausonianae“. Auch die Vorbereitungen zu der Ausgabe des „Festus“ fallen in die Zeit des schweizer Aufenthaltes, welcher wohl nicht über die Mitte des Jahres 1574 hinaus sich erstreckte. Der Abschluß des Festus erfolgte auf einem der Schlösser des Herrn de la Rochepozay in Südfrankreich: die erste Ausgabe dieses Meisterwerkes der Kritik erschien 1576: „M. Verrii Flacci, quae extant, et Sexti Pompei Festi de verborum significatione libri XX, Jos. Scaligeri Jul. Caes. F. in eosdem libros castigationes recognitae et auctae“. Dieselbe, „jene staunenerregende Leistung seines Genies“ (Bernays) widmete S. dem inzwischen von seiner diplomatischen Sendung aus Polen heimgekehrten Bischof Monluc. Während der nächsten zwanzig Jahre lebte S. in behaglicher Freiheit abwechselnd auf den Schlössern des de la Rochepozay oder bei anderen Freunden, namentlich im südlichen Frankreich. An eine Verheirathung hat er wohl nie gedacht, ein Amt anzunehmen lag ihm fern; für seinen Unterhalt stand ihm noch das von der Mutter ererbte Vermögen zur Verfügung, und wenn dies nicht|reichte, so traten seine Freunde ein; er brauchte „weder zu graben, noch zu pflügen“. Eine ihm vom König Heinrich III. als Gegengabe für die Widmung des Manilius (1579) bewilligte Jahrespension von 2000 Livres hatte er bis 1594 noch nicht ausgezahlt erhalten, auch wohl später nicht empfangen. Scaliger's Studien wandten sich in dieser Zeit zunächst den drei römischen Elegikern Catullus, Tibullus und Propertius zu, deren erste Ausgabe er im J. 1577 erscheinen ließ. Die Ausgabe hat, trotz mancher Uebereilungen, welche die zweite Auflage von 1600 beseitigte, eine völlig neue Periode in der Kritik dieser Dichter eingeleitet; für einen großen Abschnitt des Tibullus konnte er nach einer dem Cujacius gehörenden Handschrift zum ersten Male die echte Ueberlieferung feststellen. Grade hierdurch aber hat er vielfache Angriffe auf sich gezogen, namentlich seitens der italienischen Philologen, deren Correcturen er nicht ohne scharfe Verurtheilung schonungslos beseitigte. Zum Theil wenigstens ist es wohl dem Berdrusse über diese Anfeindungen zuzuschreiben, daß S. mit dieser Ausgabe die Reihe seiner diorthotisch-kritischen Arbeiten abschloß; auch die bereits angekündigte kritische Ausgabe des Plautus hat er nicht erscheinen lassen. Vielmehr wendete er sich von jetzt an historisch-kritischen Arbeiten zu und zwar zunächst astronomisch-chronologischen. Den Uebergang bildete die Ausgabe der 5 Bücher der Astronomien des Manilius (1579); diesem folgte das erste selbständige Werk der neuen Richtung Scaliger's „De emendatione temporum“, welches 1583 erschien, also zu einer Zeit, in welcher durch die im Jahre zuvor erfolgte Einführung des gregorianischen Kalenders Interesse und Verständniß für chronologische Fragen erweckt war. Die von den ältesten Zeiten ausgehende historische Darstellung der Zeitrechnung sollte nach Scaliger's eigenen Worten (Einleitung zum 5. Buche) „den Leser auf eine Warte stellen, von der aus er das Alterthum nach Osten und Westen überschauen könnte"; hieran schließen sich sodann einige Capitel über das neue Jahr des Aloysius Lilius. Es ist nicht zu leugnen, daß die in diesen Capiteln geäußerten Bedenken gegen die neue Zeitrechnung nicht ohne Berechtigung sind; die lebhafte Zustimmung aber, welche Scaliger's Angriff fand, gründete sich doch vornehmlich darauf, daß er, wie weite Kreise in allen Ländern Europas, das neue System nicht durch die Bullen des römischen Papstes als „annus Gregorianus“ eingeführt sehen wollte. Das Werk ist von S. selbst nochmals in sehr vermehrter und fast ganz umgearbeiteter Gestalt 1598 herausgegeben worden; den Kampf gegen den gregorianischen Kalender hat er auch in anderen Schriften fortgeführt, wie namentlich in der 1595 erschienenen Ausgabe des „Canon paschalis des Hippolytus“.

    Nicht nur die wissenschaftliche Bedeutung des Werkes „de emendatione temporum“ war es, welche die Augen der betheiligten Kreise auf S. lenkte, als es sich an der Universität Leyden um einen Ersatz für Justus Lipsius handelte. Dieser hatte 1590, angeblich um zur Herstellung seiner Gesundheit die Bäder von Spaa benutzen zu können. Urlaub genommen, war aber nach Mainz gegangen, hatte dort mit den Jesuiten Verbindungen angeknüpft und war in den Schooß der katholischen Kirche zurückgetreten. Ein solcher Schritt machte seine Rückkehr ohne weiteres unmöglich; die Staats- und Universitätsbehörden aber sahen mit Recht in Lipsius' Ausscheiden eine Gefahr für die Leydener Hochschule; es mußte Alles versucht werden, einen vollwichtigen Ersatz zu schaffen. Durch den damals meist in Frankreich lebenden Dominicus Baudius, einen Schüler der Leydener Universität, erfuhr man, daß möglicherweise Scaliger zu gewinnen sei. Nach vorläufigen vertraulichen Verhandlungen konnten in der That im October 1591 die amtlichen Unterhandlungen beginnen. Nicht nur die Kuratoren der Universität und die Bürgermeister von Leyden, sondern die Generalstaaten der Niederlande selbst richteten Schreiben an S., dessen fürstliche Abkunft sie gebührendermaßen hervorzuheben nicht verabsäumten. Außerdem wandten sich die Generalstaaten in einem Gesuche an den damals noch nicht wieder katholisch gewordenen König Heinrich IV. und baten um dessen Vermittelung bei S. „zur Ehre Gottes und Förderung der gemeinsamen Sache“ (service de la cause commune); auch Prinz Moriz von Oranien schrieb in der Angelegenheit an Heinrich: „das Wohl und der Ruhm der Leydener Universität liege ihm als dem Sohne ihres Gründers, des Prinzen Wilhelm, ob"; es sei also auch eine Familiensache für ihn, daß S. gewonnen werde.

    Zum Ueberbringer dieser Briefe wurde der Professor der Rechte, Gerard Tuning, auserwählt. Er begab sich zunächst in das königliche Lager vor Rouen und erhielt hier von Heinrich IV. eine Zuschrift an Scaliger, in welcher der König diesem nicht nur die Erlaubniß, sondern geradezu die Aufforderung zugehen ließ, den Wünschen der Niederländer zu entsprechen. Na S. sich damals in der Touraine in Preuilly auf einer Besitzung des de la Rochepozay aufhielt, so kam Tuning auf der Reise dorthin durch Gegenden, welche von den Truppen der Liga besetzt waren; er wurde angehalten und ausgeplündert, namentlich aber seiner sämmtlichen Briefschaften beraubt. Er konnte daher, als er endlich S. erreichte, diesem seinen Auftrag nur mündlich ausrichten und erhielt darum auch nur unbestimmten Bescheid; S. lehnte für jetzt ab, da er Frankreich in der schweren Zeit nicht verlassen wolle, stellte aber eine spätere Annahme in Aussicht, wenn er sich auch zu einer Lehrthätigkeit wenig berufen glaube. Während nun infolge dieser Antwort die Verhandlungen vorläufig ruhten, bemühten sich die französischen Hugenotten, S. in Frankreich festzuhalten. Das damalige Haupt der Partei Du Plessis-Mornay vermittelte es, daß S. der Antrag gemacht wurde, die Erziehung des jungen Prinzen von Condé, den man damals für den Thronerben halten mußte, zu übernehmen. Ehe jedoch diese, von Scaliger's Seite nur ungern geführten Verhandlungen zu Ende gebracht wurden, erschien Ende 1592 Tuning zum zweiten Male und überbrachte Briefe aus Leyden mit neuen, lockenderen Anerbietungen. Man wollte von S. eine Lehrthätigkeit nicht verlangen, nur seine Anwesenheit in Leyden, wo er mit aller Ruhe ganz seinen Studien leben könne, was die französischen Wirren ihm doch nicht gestatteten: „in holländischer Ungestörtheit werde er zum Frommen und zum Ruhme auch seines französischen Vaterlandes viel sicherer wirken können, als wenn er sich den dort drohenden Stürmen aussetze; aber falls er dennoch den Entschluß zu dauerndem Aufenthalte in der Fremde nicht sogleich fassen könne, so sei man einstweilen auch mit einem provisorischen Erscheinen zufrieden, damit er sich nur die Leydner Verhältnisse einmal mit eigenen Augen ansehe.“

    Auf diesen letzteren Vorschlag ging S. jetzt ein; um seiner Reise nach Leyden den Charakter des Provisorischen besonders deutlich beizulegen, ließ er sich von seinem Freunde de la Rochepozay dessen jungen Sohn als Begleiter mitgeben und theilte auch den Niederländern mit, daß er dem Vater versprochen habe, seinen Zögling nach kurzer Zeit wieder nach Frankreich zurückzugeleiten. Heinrich IV. jedoch faßte von vornherein die Sache anders auf; in einem Schreiben an S. drückte er seine Freude über den gefaßten Entschluß aus, sprach aber weder von etwaiger Rückberufung, noch von dem Plane Du Plessis-Mornay's und der Erziehung des jungen Condé. Auch Scaliger's Freunde in Frankreich sahen sein Scheiden als endgültig an; nur de la Rochepozay wollte sich nicht in den Gedanken finden, daß sie nach mehr als dreißigjähriger Freundschaft nicht auch ihr Greisenalter zusammen verleben sollten; es beruhigte ihn, daß S. seine Bücher, Handschriften und sonstige Papiere auf Schloß Preuilly zurückließ, als er im Sommer 1593 nach Dieppe reifte, um von dort zur See nach Holland zu fahren. — Noch längere Jahre — wenigstens bis nach 1597 —|blieb der litterarische Besitz Scaliger's in Preuilly; der Sohn des Schloßherrn, der in Leyden wenig Gelegenheit zur Ausbildung in den ritterlichen Künsten fand, kehrte 1594 nach Frankreich zurück. S. selbst aber hat Frankreich niemals wieder gesehen.

    Die Aufnahme, die S. in Holland fand, war die denkbar ehrenvollste; allmählich lernte er auch in die Sitten des Landes sich finden und die Behaglichkeit niederländischen Lebens schätzen. Seitens der Universität wurde er allseitig als das wissenschaftliche Haupt geehrt; von der Verpflichtung, Vorlesungen zu halten, wurde er endgültig befreit; sein Honorar auf die Höhe von 800 Goldgulden gesetzt. Die ersten Männer des Staates, wie Oldenbarneveld und van der Mylen, suchten seinen Verkehr; im Hause der Dousa und bei der verwittweten Prinzessin Wilhelm von Oranien, der Tochter Coligny's, war er ein gern gesehener Gast. Der Prinz Moriz von Oranien erwies ihm besondere Ehren; es that S. gut, daß ihm an der Tafel des Prinzen „der Vorsitz vor den fürstlichen Vettern“ gegeben wurde. Besonders freundliche Beziehungen hatte er zu den Gesandten König Heinrich's, namentlich zu de Buzanval, der 1597—1607 Frankreich vertrat und zu dessen Nachfolger Pierre Jeannin.

    Besondere Befriedigung gewährte es S., daß sich schon bald nach seinem Eintritte ein, wenn auch nur kleiner Kreis junger holländischer Studenten um ihn schaarte, die in täglichem Verkehre Anregung und Förderung in ihren Studien suchten. Einer der Ersten, die so ihm nahe traten, war der jüngere Jan Dousa, bald kam Hugo Grotius hinzu, von dem S. das Größte erwartete, Jan Rutgers, Jan de Meurs und Andere; keiner aber ist ihm näher getreten als Daniel Heinsius, der ihm „eine idololatrisch-heftige Anbetung“ Zeitlebens gewidmet hat. — Auch über Holland hinaus ging die fördernde Unterstützung, welche S. jüngeren Philologen widmete; mit England hatte er Beziehungen, vornehmlich aber mit zahlreichen Deutschen, besonders mit den reformirten Pfälzern. Mit den Heidelbergern Johann Michael Lingelsheim, Friedrich Sylburg, Janus Gruterus hatte er regen wissenschaftlichen Verkehr, aber auch mit den Wittenbergern Taubmann und Laurentius Rhodomannus, dem Augsburger David Hoeschel, den Hamburger Gebrüdern Lindenbrog und vielen Anderen. Er sah es geradezu als eine seiner Aufgaben an, von Holland aus die eigentlich höheren philologischen Studien in Deutschland zu verbreiten. Um so schmerzlicher mußte es daher in den letzten Jahren seines Lebens für ihn sein, daß er in dem Kampfe mit dem Jesuitenorden, in welchen er verwickelt wurde, von Deutschland aus nicht nur nicht unterstützt wurde, daß vielmehr gerade von dort aus die heftigsten Angriffe auf ihn sich richteten.

    S. hatte aus seinem Hasse gegen die societas Jesu niemals ein Hehl gemacht und war dafür als der specifisch calvinische Gelehrte von den Vätern der Gesellschaft mit dem gleichen Gefühle angesehen worden. Es war diesen gelungen, Männer wie Muretus und Justus Lipsius in ihren Bann zu bringen, aber bis zum Ende des 16. Jahrhunderts hatten sie selbst doch keinen Gelehrten in ihrem Orden, der den Kampf mit S. ausgenommen hätte. Erst im J. 1601 ging man zum Angriffe vor, indem Martinus Delrio in seinen „Disquisitiones magicae“ sich gegen Scaliger's zweite Ausgabe der Schrift „De emendatione temporum“ wendete und namentlich gegen den dort geführten Nachweis der Unechtheit der dem Dionysius Areopagita — dem „würdigen Paulusschüler“ — zugeschriebenen Schriften. Da S. nicht antwortete, wurden im J. 1604 durch den Jesuiten Nicolaus Serarius in der Schrift „Trihaeresion“ (von den drei jüdischen Secten) Scaliger's hebräische Studien kritisirt, insbesondere seiner Behauptung, daß das Mönchthum zur Zeit der Apostel noch nicht bestanden habe, widersprochen. S. ließ sich wirklich zu einer Antwort verleiten: „Elenchus Trihaeresii NicolaiSerarii"; ehe diese aber noch erschienen war, veröffentlichte 1605 der Rector des Jesuitencollegiums in Antwerpen. Carolus Scribanius, ein im Tone gemeinster Schimpfreden und mit bewußter Lüge verfaßtes Pamphlet: „Amphitheatrum Honoris, in quo Calvinistarum adversus Societatem Jesu criminationes jugulatae“, in welchem unter Anderem auch Scaliger's Abstammung von den de Scala bestritten und als sein wahrer Name „Burdo“ (Maulesel) angegeben wurde. Auf Scaliger's Erwiderung erfolgte 1606 in der zweiten Ausgabe des „Amphitheatrum“ die Drohung weiterer Enthüllungen, und diese erschienen 1607 in einem 900 Quartseiten umfassenden Buche des deutschen Jesuiten Gasper Scioppius (Schoppe): „Scaliger hypobolimaeus“ (der untergeschobene Scaliger). Das in correctem Latein geschriebene umfangreiche Werk, welches bezeichnender Weise dem Erzherzog Ferdinand, dem späteren Kaiser Ferdinand II., gewidmet ist, spricht es offen aus, daß es zwar zunächst veranlaßt sei durch die Schrift Scaliger's gegen Serarius, aber es sei nur der Ausbruch des Unwetters, welches seit lange über dem Haupte des Calvinisten sich gesammelt habe, dessen „ungeheuere wissenschaftliche Autorität“ eine Gefahr für die Kirche sei. Indem Scioppius den Angriff gegen S. als eine Nothwendigkeit der Politik des ganzen Ordens bezeichnet, erörtert er zunächst die Frage, „ob die Tödtung der Ketzer geboten sei“ und ergeht sich dann in den maßlosesten Schmähungen über Scaliger-Burdo. Eine Fülle urkundlichen Materials, welches man aus allen Collegienhäusern des Ordens in Italien beschafft hatte, sollte beweisen, daß die Scaliger sich unberechtigt in den Stand der Edelleute und Fürstensöhne eingedrängt hätten.

    Es war leider nicht zu verkennen, daß der Feldzug der Jesuiten ein überaus geschickt vorbereiteter und gut geführter war. Man hatte S. nicht als wissenschaftlichen Mann angreifen können, aber es war gelungen, ihn als Menschen klein und eitel darzustellen, und der Welt statt des „ehrfurchtgebietenden Antlitzes des wissenschaftlichen Forschers und Entdeckers die komische Maske des adelsüchtigen Spießbürgers“ zu zeigen. S. konnte sich über diese Wirkung nicht täuschen, als er sah, daß seine Gegenschrift: „Confutatio fabulae Burdonum“ 1608 fast unbeachtet blieb oder höchstens allgemein gehaltene Ausdrücke bedauernder Theilnahme bei seinen Freunden veranlaßte. Er fühlte sich damals in Holland so vereinsamt, daß er fast der Versuchung nachgegeben hätte, wieder nach Frankreich zurückzukehren, wohin ihn Heinrich IV. unter Angebot eines Jahresgehaltes von 3000 Franken durch Jeannin einladen ließ. Aber er sagte sich doch, daß er nirgends in dem Maße, wie in Leyden, ungestört an dem Hauptwerke seines Lebens, dem „Thesaurus Temporum“, arbeiten könne und daß nur eine weitere großartige wissenschaftliche Leistung ihm den schließlichen Sieg über die Bosheit seiner Gegner zu verschaffen vermöge.

    Denn diese schwiegen nicht und hatten auch den schwachen Punkt in den wissenschaftlichen Leistungen Scaliger's endlich gefunden. Das übereilte und ohne ausreichende Sachkenntniß verfaßte Buch: „Cyclometrica elementa duo“, welches S. sogleich nach seiner Uebersiedlung nach Leyden 1594 hatte erscheinen lassen, wurde jetzt von dem Jesuiten Christ. Clavius wiederum hervorgesucht und in einer eigenen Schrift beleuchtet. Die Sache war aber auch dadurch nicht besser geworden, daß Scaliger's Freunde den Mißgriff, den er seiner Zeit begangen hatte, zu vertuschen suchten, statt offen anzuerkennen, daß S. die Quadratur des Zirkels zwar zu finden gesucht, aber nicht gefunden hatte. „Wie die meisten an ihren Fund glaubenden Quadratoren, war auch S. in den Elementen der Geometrie wenig bewandert und die Unrichtigkeit seiner angeblichen Lösung wurde ihm von den bedeutendsten Mathematikern seiner Zeit, Vieta, Adrianus Romanus und Clavius nachgewiesen“ (Schubert, Quadratur des|Zirkels, 1889, S. 27). Die erneute Aufweckung der Sache verstimmte S. und seine Freunde sehr; es ist bezeichnend, daß Daniel Heinsius noch in der Ausgabe von Scaliger's Briefen — 1626 — überall da, wo von den Cyclometrica die Rede war, nur Lücken durch Sternchen andeutet.

    Das große Unternehmen der Herstellung eines „Thesaurus Temporum“ d. h. einer Chronologie zunächst der alten Geschichte hatte S. seit der Abfassung seines Werkes „De emendatione temporum“ stetig im Auge behalten und endlich seine dahin gerichteten Studien auf die Wiederherstellung der Chronik des Eusebius concentrirt, welche sich ihm als ein geeigneter Anhalt für die chronologische Festlegung der Daten darbot. Bei diesen Studien war er 1601 auch der Chronik des Mönches Georgius Syncellus auf die Spur gekommen, welche ihm fast den ganzen Eusebius zu enthalten schien; endlich aber fand, als der Eusebius schon im Drucke ziemlich weit vorgeschritten war, Casaubonus auf der Pariser Bibliothek ein Olympiaden-Verzeichniß, in welchem S. sogleich die verlorene Schrift des Julius Africanus erkannte, das erste zuverlässige Hülfsmittel zur Bestimmung von Daten, die nur durch Angabe des Namens der Sieger von Olympia bis dahin bezeichnet worden waren. Seine Freude war überschwänglich: „Salve veneranda Olympias, custos temporum, vindex veritatis historicae“ ruft er aus. Mit der Manethonischen Dynastientafel, den peloponnesischen, athenischen und makedonischen Königslisten stellte er den neuen Fund zu einer neuen Schrift zusammen, welche er als „Συναγωγὴ ἱστοριῶν“ erscheinen ließ; der Haupttheil des Buches führt den Einzeltitel Όλυμπιάδων ᾽Αναγραϕή. Die erste Ausgabe des „Thesaurus Temporum. Eusebii Chronicorum“ war 1606 erschienen; die Synagoge wurde der zweiten Ausgabe 1608 beigefügt.

    Die Besorgung dieser zweiten, verbesserten Ausgabe war Scaliger's letzte größere wissenschaftliche Arbeit; schon Ende 1607 hatte er sein Testament gemacht und in diesem die Herausgabe seiner bei seinem Tode vollendeten Arbeiten zuverlässigen Freunden, vornehmlich Heinsius und dem ihm in seinen letzten Lebensjahren am nächsten stehenden Casaubonus übertragen, auch über sein mütterliches Vermögen zu Gunsten einer Schwester verfügt. Der handschriftliche Nachlaß wurde der Leydener Universitätsbibliothek vermacht. Im October 1608 stellte sich ein allgemeines Unbehagen ein, gegen Ende des Jahres traten die Anzeichen von Wassersucht hervor; am 21. Januar 1609 starb S. in den Armen von Daniel Heinsius.

    In S. war entschieden der größte Philologe der Zeit gestorben, der der Wissenschaft durch seinen unvergleichlichen Scharfsinn ganz neue Bahnen geöffnet hatte. Und wie er auf seine Zeitgenossen durch seine großartigen Wissenschaftlichen Leistungen, aber auch durch die Unabhängigkeit seines edlen. Charakters einen wahrhaft beherrschenden Einfluß hatte, so haben auch die späteren Geschlechter immer mit Bewunderung zu der Höhe, die der „aquila in nubibus“ erstiegen, aufgeblickt, und die Anregungen, welche er über weite Länder hin gegeben, wirken noch heute fort.

    • Literatur

      Die Litteratur über S. ist eine sehr umfangreiche; von Bedeutung sind vornehmlich folgende Veröffentlichungen: Dan. Heinsius, Oratio in obitum Sc. 1609. —
      Dom. Baudius, Oratio funebris. 1609.
      Epistolae Jos. Scaligeri omnes, quae reperiri poterant. 1627.
      Is. Casauboni epistolae. 1759.
      Jos. Scaligeri poëmata omnia, ed. nova. 1864. —
      Josua Arnd, Genealogia Scaligerorum. 1650. —
      Leubscher, Hist. Scaligerorum. 1695. —
      Foppens, Bibl. belgica I, 774.
      Scaligerana, Thuana ... ou remarques historiques, critiques, morales et littéraires de Jos. Scaliger. 1740. —
      Nisard, Les gladiateurs de la republique des lettres. 1860. —
      Meursius, Athenae Batavae s. de Academia Leidensi. 1625. Ganz besonders: Jacob|Bernays, Jos. Justus Scaliger, 1855, welchem die obige Darstellung im wesentlichen folgt. Bei Bernays befindet sich auch ein mit musterhafter Genauigkeit verfaßtes kritisches Schriftenverzeichniß auf S. 267—316. Gegen die Auffassung der Persönlichkeit Scaliger's bei Bernays besonders Lucian Müller „Einiges über Scaliger“ in Beilage II zur Geschichte der Philologie in den Niederlanden S. 222—227 (vgl. auch daselbst S. 35 f.) —
      Ueber Scaliger's Bedeutung für das höhere Schulwesen ist zu vergleichen H. Kämmel's Aufsatz in der Schmid'schen Encyklopädie des Erziehungs- und Unterrichtswesens VII (1886). S. 889—902; auch Bursian's Geschichte der Philologie S. 236 f. — Die wichtige Schmähschrift des Jesuiten Scioppius ist oben S. 472 erwähnt.

  • Autor/in

    R. Hoche.
  • Empfohlene Zitierweise

    Hoche, Richard, "Scaliger, Joseph Justus" in: Allgemeine Deutsche Biographie 30 (1890), S. 466-474 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118804944.html#adbcontent

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