Lebensdaten
1767 bis 1821
Geburtsort
Vechta bei Münster
Sterbeort
Gotha
Beruf/Funktion
Violinist ; Komponist
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 100763871 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Romberg, Andreas Jakob
  • Romberg, A.
  • Romberg, And.
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Verknüpfungen

Visualisieren

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen im NDB Artikel
Personen in der GND - familiäre Beziehungen
Personen in der GND - Bekannte und Freunde

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Weitere Erwähnungen in der NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Romberg, Andreas, Indexeintrag in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd100763871.html [28.09.2016].

CC0

Romberg, Andreas Jakob

Violinist, Komponist, * 27.4.1767 Vechta bei Münster, 10.11.1821 Gotha.

  • Genealogie

    V Gerhard Heinrich (1745–1819), Klarinettist u. Violinist, seit 1776 Mitgl., seit 1793 Kapellmeister d. fürstbfl. Hofkapelle in M., S d. Balthasar Joachim; M Maria Elisabeth Niemrich (Numrich); Ov Bernhard Anton (1742–1814), Fagottist u. Violoncellist. Mitgl. d. fürstbfl. Hofkapelle in M. (s. Gen. 2); B Balthasar (1775–93), Violoncellist; Schw Therese (* 1775), Sängerin, Pianistin; Vt Bernhard Heinrich (s. 2); – Hamburg 1801 Anna Magdalena ( 1841, luth.), T d. Nicolaus Friedrich Ramcke (Ramke), Geldwechsler (u. Schenkenbes. ?) in Hamburg, u. d. Catherina Margaretha Körtz; 12 K u. a. Heinrich Maria (1802–59), Violinist, Dirigent, seit 1827 Musikdir. d. Dt. Oper in St. Petersburg, Ciprian Friedrich (1807–65), Violoncellist, Schüler v. Bernhard Heinrich Romberg (s. 2),|1835-45 Violoncellist an d. Dt. Oper in St. Petersburg (s. MGG; Riemann; New Grove; New Grove).

  • Leben

    R. erlernte bei seinem Vater das Violinspiel und gab im Alter von sieben Jahren gemeinsam mit seinem Vetter Bernhard Heinrich sein erstes Konzert in Münster. 1782 gingen beide mit ihren Vätern erstmals auf Konzertreisen. Es folgten Auftritte in Amsterdam (1784) und bei den Concerts spirituels in Paris (1785), wo R. Bekanntschaft mit Giovanni Battista Viotti schloß. 1790 erhielten die Vettern eine Anstellung im kfl. Orchester in Bonn, in dem sie gemeinsam mit Beethoven musizierten.

    1793 übersiedelten sie nach Hamburg, wo sie bis 1800 im Orchester des Dt. Theaters spielten und regelmäßige öffentliche Konzerte gaben. Dazwischen unternahmen sie eine zweijährige Konzerttournee nach Italien, auf deren Rückweg sie in Wien Kontakte zu Beethoven und Haydn erneuerten. Im Herbst 1800 reisten die Vettern nach Paris, von wo R. 1802 allein nach Hamburg zurückkehrte und in den folgenden Jahren als Komponist und Dirigent zu Ansehen gelangte. Wirtschaftliche Not, verursacht durch die napoleon. Kriege, veranlaßte ihn 1815, eine Anstellung als Holkapellmeister in Gotha zu suchen. Seine Hoffnung auf ein gesichertes Auskommen erfüllte sich jedoch nicht, und er starb verarmt.

    R.s Ruhm als Geigenvirtuose verblaßte rasch, da sein konservativer, klarer Stil den Ansprüchen der jüngeren Generation nicht mehr genügte. Louis Spohr (1784–1859), der mit ihm freundschaftlichen Kontakt pflegte, kritisierte 1815 R.s Spiel als „kalt und trokken“. Als Komponist genoß R. besonders durch seine Chormusik (u. a. „Das Lied von d. Glocke“, Text: F. Schiller) zeitweise große Popularität. Musikgeschichtlich bedeutender sind seine Kammermusikwerke und zehn Sinfonien, in denen sich R. als Vertreter einer eigenständigen norddt. Entwicklungsrichtung zeigt, die von Carl Philipp Emanuel Bach über Johann Friedrich Reichardt zur Romantik führt.|

  • Auszeichnungen

    Dr. h. c. (Kiel 1809); Andreas-Romberg-Ges. Vechta e. V. (seit 1995).

  • Werke

    Weitere W 8 Opern;  geistl. Vokalwerke;  Violinkonzerte;  Sonaten;  – eigenhändiges W-Verz. in Hamburg, Staats- u. Univ.bibl. C. v. Ossietzky, Musikabt. 1917/3400 (nach K. G. Werner).

  • Literatur

    ADB 29; Rochlitz, in: Allg. musikal. Ztg. 23, 1821, Sp. 849-56; K. Stephenson. A. R., Ein Btr. z. hamburg. Musikgesch., 1938 (W-Verz, L. P); ders., A. R., Bibliogr. seiner Werke, 1938; K. G. Werner, Zw. Emanuel Bach u. Louis Spohr, Kontrapunkt u. lyr. Ton in d. Sinfonien A. R.s, in: Die Musikforsch. 53, 2000, S. 158-75; D. Philippi, A. R.s Vertonung „Das Lied v. d. Glocke“, in: FS D.-H. Mahling z. 65. Geb.tag, hg. v. A. Beer u. a., 1997, S. 1077-93; Biogr. Hdb. Oldenburg (P); Riemann mit Erg.bd.; MGG; New Grove; New Grove.

  • Portraits

    Lith., in: Allg. musikal. Ztg. 23, 1821, Abb. in: MGG; Ölgem. (1938 in Fam.bes.), Abb. in: Stephenson (s. L).

  • Autor

    Marion Brück
  • Empfohlene Zitierweise

    Brück, Marion, "Romberg, Andreas" in: Neue Deutsche Biographie 22 (2005), S. 18-19 [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd100763871.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

Artikel noch nicht erschlossen.