Lebensdaten
1619 – 1681
Sterbeort
Neugattersleben
Beruf/Funktion
magdeburgischer Staatsmann ; Historiker ; Politiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 119436094 | OGND | VIAF: 30346729
Namensvarianten
  • Alvensleben, Gebhard von
  • Almensleben, Gebhard von
  • Alvensleben, Gebhardt von
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Zitierweise

Alvensleben, Gebhard von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119436094.html [24.05.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Gebhard von Alvensleben, Amtshauptmann zu Beeskow und Storkow;
    M Christine von Dieskau;
    1650 Agnes von Rautenberg;
    S Johann Friedrich von Alvensleben (s. 7).

  • Biographie

    A. trat Ende des 30jährigen Krieges nach gründlicher, u. a. in Leiden und Orleans erworbener juristischer Ausbildung in den Dienst Herzog Augusts von Sachsen, Administrators von Magdeburg. Er wurde 1649 zum Hof- und Justizrat ernannt und vertrat seinen Herrn bei den Friedensexekutionstraktaten|zu Nürnberg, später in Wien. Wichtiger als seine diplomatische Tätigkeit für verschiedene Landesherren war sein Wirken in der Verwaltung des Erzstifts Magdeburg. 1688 trat er von seinen Ämtern zurück und beschäftigte sich fortan mit umfassenden historischen und anderen Studien. Von den zahlreichen Aufzeichnungen seines Nachlasses sind Arbeiten zur Geschichte und Topographie des Erzstifts Magdeburg und der Familie von A. sowie eine handschriftliche Sammlung von 2408 geistlichen Liedern hervorzuheben. A. gehörte seit 1647 unter dem Namen des „Ausjagenden“ der Fruchtbringenden Gesellschaft an.

  • Literatur

    ADB I.

  • Porträts

    Kupf. v. J. v. Sandrart (Dresden, Kupf. Kab.).

  • Zitierweise

    Alvensleben, Udo von, "Alvensleben, Gebhard von" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 232-233 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119436094.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Biographie

    Alvensleben: Gebhard v. A., Staatsmann, geb. auf Schloß Beeskow, getauft 6. Jan. 1619, zu Neuhaldensleben 1. Oct. 1681. Nachdem er durch Privatunterricht zum Juristen geschult war und 1644—46 Reisen durch die Niederlande und Frankreich gemacht hatte, während deren er auch seine jurist. Studien zu Orleans und Leyden fortsetzte, trat er in den Dienst des Herzogs August von Sachsen, Administrators von Magdeburg. 1649 zum Hof- und Justizrath ernannt, ward er zunächst nach Nürnberg zu den Friedensexecutionstractaten geschickt. 1652 vertrat er seinen Herrn zu Wien. Wichtiger war seine beamtliche Thätigkeit daheim, wo er 1655 zum Geheimerath und 1659 zum Amtshauptmann von Giebichenstein ernannt ward. 1668 zog er sich jedoch ins Privatleben zurück, wie es scheint, weil er die Art mißbilligte, in der sein Herr sich durch den westphäl. Frieden von den Bedingungen seiner Capitulation entbunden erachtete. Er ließ sich daher auch weder durch die Bitten des Herzogs noch der Landstände zum Wiedereintritt bewegen. Dagegen hat er später noch mehrfache geschäftliche Aufträge für die Herzöge von Braunschweig und Mecklenburg und für Herzog Christian von Sachsen-Merseburg übernommen.

    Seine Muße füllte der rastlos thätige Mann mit historischen und anderen Studien aus, aus denen 46 Bände handschriftlicher Aufzeichnungen hervorgingen, welche sich im Besitz der Familie befinden. Das wichtigste darunter ist eine topogr. histor. Beschreibung des Erzstiftes Magdeburg und eine „Stemmatographia Alvenslebiana.“ Auch eine handschriftliche Sammlung von 2408 geistlichen Liedern, unter denen, da A. die Gewohnheit hatte, gehörte Predigten in Lieder zu fassen, auch manches eigene Lied sein mag. Unter dem Namen des „Ausjagenden“ war er seit 1647 Mitglied der fruchtbringenden Gesellschaft. Es ist für die Zeit bezeichnend, daß ihn bei seinem Tode 48 Freunde in Klagegedichten feierten.

    • Literatur

      Wohlbrück, Gesch. Nachrichten v. d. Geschlechte v. Alvensleben III. 171 ff.

  • Autor/in

    v. L.
  • Zitierweise

    L., von, "Alvensleben, Gebhard von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 376-377 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119436094.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA