Lebensdaten
erwähnt 1216 oder 1228
Beruf/Funktion
Minnesänger
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118665308 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Burchard
  • Hohenfels, Burchard von
  • Burkard
  • mehr

Zitierweise

Burchard von Hohenfels, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118665308.html [19.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    Aus bischöflich konstanzischem Ministerialengeschlecht, dessen Stammburg b. Sipplingen am Bodensee lag.

  • Leben

    B. erscheint mit seinem älteren Bruder Walther häufig in der Umgebung König Friedrichs II. und später seines Sohnes Heinrich (VII.). Seine Lieder, die etwa dem dritten Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts angehören dürften, sind im Stil der höfischen Lyrik gehalten, den er durch Bilder aus dem Jagd- und Tierleben mit entschiedener dichterischer Begabung zu beleben verstand. Er zeigt sich abhängig von Wolfram von Eschenbach, dann auch von Neithard von Reuental, dessen Einfluß wohl die Einflechtung volkstümlicherer Elemente zuzuschreiben ist.

  • Werke

    18 Lieder, u. a. 15 Minnelieder, überliefert in d. Maness. Hs., Bl. 110-12, Faks.-Ausg., 1926/27 (P); Ausg.:
    Fr. H. v. d. Hagen, Minnesinger I, 1838 (Neudr. 1923), S. 201-10;
    F. Pfaff, Die große Heidelberger Liederhs. I, 1909, S. 372-89;
    C. v. Kraus, Dt. Liederdichter d. 13. Jh., 1952, Nr. 6.

  • Literatur

    ADB XII (unter Hohenfels);
    Goedeke I, 1884, S. 153 (L);
    F. Grimme, Gesch. d. Minnesinger I, 1897, S. 41-48, 237 f.;
    M. Sydow, B. v. H. u. seine Lieder, 1901;
    F. Pfaff, Der Minnesang im Lande Baden, = Neujahrsbll. d. Bad. Hist. Komm., NF 11, 1908;
    L. Moser, in: Bad. Heimat 10, 1924, S. 61-63 (P);
    K. Preisendanz, ebenda, 23, 1936, S. 136-43 (P);
    O. E. Glaeser, Die Herrschaften v. Alt- u. Neu-Hohenfels u. ihre Besitzer im MA, Diss. Freiburg i. Br. 1937, S. 67-72, u. in: Hohenzoller. Jhh. 1, 1934;
    H. Kuhn, Minnesangs Wende, 1952;
    G. Rosenhagen, in: Vf.-Lex. d. MA I, Sp. 335-37.

  • Autor/in

    Manfred Krebs
  • Empfohlene Zitierweise

    Krebs, Manfred, "Burchard von Hohenfels" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 30 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118665308.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Hohenfels: Burkart v. H., Minnesänger. Die Trümmer der Stammburg dieses schwäbischen Adelsgeschlechtes stehen noch bei Ueberlingen am Bodensee. H. gehört zu dem Kreise ritterlicher Sänger, die wir in Beziehung zu dem jungen König Heinrich, Friedrich II. Sohne, sehen; in einer Urkunde des Königs begegnet er zuerst 1226. Die meisten seiner Lieder gehören dem Minnedienste an, in einigen schlägt er den moderneren Ton der Neidhartschen Poesie an. Seine Dichtung ist nicht uninteressant; an Heinrich von Morungen erinnert er durch die sinnliche Darstellung; er braucht ausgeführte und eigenthümliche Bilder, namentlich aus dem Jägerleben; im Versbau zeichnet er sich vor gleichzeitigen Dichtern durch die Mißachtung des sprachlichen Accentes aus.

    • Literatur

      Von der Hagen, Minnesänger, 4. 145—147. Bartsch, Liederdichter, 2. Ausgabe, XLVIII., wo auch andere Litteratur verzeichnet ist.

  • Autor/in

    Wilmanns.
  • Empfohlene Zitierweise

    Wilmanns, Wilhelm, "Burchard von Hohenfels" in: Allgemeine Deutsche Biographie 12 (1880), S. 673 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118665308.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA