Lebensdaten
1879 bis 1961
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Musikverleger
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 117106186 | OGND | VIAF: 54917405
Namensvarianten
  • Oertel, Johannes

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Zitierweise

Oertel, Johannes, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117106186.html [30.09.2020].

CC0

  • Genealogie

    Eltern unbek.;
    Käthe Schurkopf; kinderlos;
    Gr-N Ruprecht Bauriedl (* 1927), übernahm nach O.s Tod d. Verlag v. seiner in München lebenden Tante Marianne Schurkopf (1890–1974).

  • Leben

    Nach Abschluß seiner Lehrzeit bei der Hofmusikalienhandlung Hermann Weinholtz arbeitete O. als Gehilfe bei der Berliner Firma Rabe & Plothow. 1898 trat er in den damals international bekannten Verlag Adolph Fürstner, Berlin, ein, wo er bald eine Stellung als Prokurist erreichte und erster Mitarbeiter des Verlags wurde. Als es dem Sohn des Verlagsgründers, Otto Fürstner (1886–1958), in den 30er Jahren unmöglich wurde, seinen Verlag in Deutschland weiterzuführen, und er 1935 nach London emigrierte, verkaufte und verpachtete er einen Teil der Verlagsrechte an O. Noch im selben Jahr gründete dieser in Berlin seinen eigenen Verlag.

    Zu den wichtigsten Werken, die bei O. erschienen, gehören die vier späten Opern von Richard Strauss (1864–1949), „Friedenstag“, „Daphne“, „Die Liebe der Danae“ und „Capriccio“, die dieser ihm in Kommission zur Veröffentlichung überließ, nachdem er bereits in langjähriger Zusammenarbeit mit dem Verlagshaus Fürstner gestanden hatte. Über die Geschäftsbeziehungen hinaus verband Strauss und O. eine jahrelange Freundschaft, von der ein umfangreicher, jedoch nicht edierter Briefwechsel zeugt. Weitere Komponisten des Verlagshauses waren Hans Pfitzner (op. 46 bis op. 57, jedoch nicht op. 56), Richard Mohaupt (zahlreiche Konzerte, Opern- und Ballettwerke) sowie Mark Lothar, Walter Gieseking und Otmar Nussio.

    1950 wurde zwischen Fürstner und O. ein notarieller Vertrag geschlossen, die Verlagsrechte wurden im Rahmen eines Vergleichs neu verteilt. O. war seit 1950 für die Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte (GEMA) tätig: 1950-56 gehörte er der Schätzungskommission, 1956-61 dem Wertungsausschuß der Verleger an.|

  • Auszeichnungen

    BVK I. Kl.

  • Literatur

    J. O., R. Strauss u. d. Verlag Johannes Oertel (früher A. Fürstner), in: Musikhandel 1, 1949/50, S. 34 f.;
    J. O. zum 80. Geb.tag, ebd. 10, 1959, S. 73 (P);
    Nachruf, ebd. 15, 1961, S. 270;
    FAZ v. 17.7.1961;
    Dok. dt.sprachiger Verlage, hg. v. G. Olzog u. J. Hacker, 21995. – Mitt. v. Ruprecht Bauriedl, München.

  • Autor/in

    Monika Reger
  • Empfohlene Zitierweise

    Reger, Monika, "Oertel, Johannes" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 449 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117106186.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA