Lebensdaten
1725 bis 1794
Geburtsort
Mieschitz (Böhmen)
Sterbeort
Mieschitz (Böhmen)
Beruf/Funktion
Oberstburggraf von Böhmen ; Mäzen ; Förderer der tschechischen Kultur
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 138261202 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Nostitz-Rieneck, Franz Anton Philipp Graf von
  • Nostitz-Rieneck, Franz Anton Graf von
  • Nostitz-Rieneck, Franz Anton Philipp Graf von
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Zitierweise

Nostitz-Rieneck, Franz Anton Graf von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd138261202.html [21.05.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Franz Wenzel (1697–1765), Geheimrat, S d. Wenzel Desiderius ( 1700), Kämmerer, u. d. Maria Elisabeth Gfn. Kinsky (1670–1748);
    M Katharina Elisabeth (1692–1777), T d. Melchior Friedrich Gf. Schönborn (1644–1717), Obermarschall d. Erzbistums Mainz u. d. Bistums Würzburg, u. d. Maria Sophia v. Boineburg (1652–1726);
    Elisabeth (1728–1815, 1] Johann Nepomuk Gf. Kolowrat-Liebsteinsky), T d. Wilhelm Albert Gf. Kolowrat-Krakowsky (1678–1738) u. d. Maria Franziska Gfn. Waldstein (1696–1782);
    5 S u. a. Friedrich Chrysogonus Johann (1762–1819, Maria Anna, 1777–1820, T d. Peter de Periez-Burdet), auf Falkenau, Kämmerer, Johann Nepomuk (1768–1840, 1] Sophie Gfn. Apraxim, 1778–1802, 2] Antonia, 1783–1831, T d. Joseph Gf. Schlick zu Bassano u. Weißkirchen, kaiserl. Minister), auf Türmitz, FML, 1 T Maria Philippine (1764–1843, Joseph Gf. Schlick, 1751–1806).

  • Leben

    Nach dem Studium in Prag und Leipzig wechselte N. 1850 nach 7jähriger militär. Laufbahn in den Staatsdienst und wurde Appellationsrat in Prag. Seit 1771 Mitglied des Gubernialrats, wirkte er 1773 an der Aufhebung des Jesuitenordens in Böhmen mit. Als Oberstlehenrichter seit 1774 und als Oberstburggraf 1782-87 suchte er die Stellung der Stände gegenüber der Zentralisierungspolitik Josefs II. zu verteidigen. N. war einer der wichtigsten Vertreter des böhm. Landespatriotismus. 1781-83 stiftete er den ersten steinernen Theaterbau Prags, das Nostitz-Theater (später Stände- bzw. Dt. Landestheater, heute Tyl-Theater), in dem 1787 Mozarts Don Giovanni uraufgeführt wurde. Sein Prager Palais, in dem sich mehrere bekannte Kunst- und Büchersammlungen befanden, wurde zum Mittelpunkt eines Kreises von Gelehrten, die wie F. M. Pelcl und J. Dobrovský der kulturellen Entwicklung der tschech. Nation entscheidende Impulse gaben. N. stand in Verbindung mit den Illuminaten und förderte die Entstehung der Böhm. Gesellschaft der Wissenschaften. Im mittelböhm. Mieschitz ließ er eines der bedeutendsten Schlösser des böhm. Spätbarock erbauen.|

  • Auszeichnungen

    Goldenes Vließ; Großkreuz d. St. Stephans-Ordens (1783).

  • Literatur

    Karl v. N.-Wallwitz, Btrr. z. Gesch. d. Geschl. v. N. (T. 3), 1935;
    F. Roubík, K vývoji zemské správy v Čechách v letech 1749-1790, Sborník archivních prací 19/1 (1969);
    Wurzbach;
    OSN;
    Biogr. Lex. Böhmen.

  • Portraits

    Graphik (anonym 2. Hälfte 18. Jh.;
    Verbleib unbekannt), Abb. in: L. Slavíček, Barocke Bilderlust, Holländ. u. fläm. Gem. d. Slg N. aus d. Prager Nat.- gal., bearb. v. R. Wex, 1994.

  • Autor/in

    Robert Luft
  • Empfohlene Zitierweise

    Luft, Robert, "Nostitz-Rieneck, Franz Anton Graf von" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 355 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd138261202.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA